Gratwanderung zwischen Dischma und Sertig


Publiziert von MunggaLoch , 29. Juli 2008 um 17:43.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Davos
Tour Datum:26 Juli 2008
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR 
Zeitbedarf: 1 Tage
Strecke:Jakobshorn - über Grat bis Wuosthorn - etwas zurück - runter auf die sertiger Seite - Senetrixfurgga - Gfroren Horn - Tälli Seeli - Hüreli - Alp am Rhin
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Seilbahn ab Davos auf Jakobshorn (mit Coop Supercard gibts 20% Ermässigung)
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Auto oder öffentlicher Bus (fährt aber nicht oft)

Es muss ja nicht immer so saumässig in die Höhe gehen um interessant zu sein. Geplant wäre am Samstag eine "Wanderung" zwischen Dischma und Sertig zu machen und so dem  AlpineMarathon-Rummel etwas aus dem Weg zu gehen. Für den K78 wird es sowieso nie reichen, der K42 liegt schon Jahre zurück und der Teamwettkampf wurde gestrichennd.
Für den Sonntag planten wir, noch etwas auf den Grialetschgletscher zu gehen.
Man wurde aber auch aus dem Wetterbericht nicht ganz schlau. Regnete es früh, oder kam es gar nicht. Und vom Sonntag gar nicht zu sprechen.

Jakobshorn
So machten wir uns kurz nach dem Startschuss zum Marathon (ja, so ganz ohne ging es auch nicht) mit der Bahn auf aufs Jakobshorn. Das war noch recht locker, auch die letzten paar Meter ganz auf den Gipfel.

Jatzhorn
Jatz ist den meisten, besonders den Partygängern schon ein Begriff. Aber dann eher Jatzhütte und weniger das Jatzhorn. Es war auch viel ruhiger als im Winter in der Jatzhütte ;-) Es führt ausserdem ein guter Wanderweg hier über den Grat.

Rossboden
Wenn man nicht aufpasst, verpasst man den Rossboden noch. Der Wanderweg führt rechts vorbei, auf den "Gipfel" sind es ein paar Meter vom Wanderweg weg auf den Grashügel.

Witihüreli
Etwas weniger grasig gehts aufs Witihüreli. Diesmal geht der Wanderweg links vom Gipfel vorbei. Und es hat auch extra einen roten Pfeil, der sagt wos lang geht. Aber wir wollen ja auf den "Gipfel" und folgen den Trampelpfaden die paar Meter, recht flach rauf. Etwas steiler geht es dann auf der Südseite wieder runter zum Wanderweg. Und wir müssen dafür doch die Hände auch aus der Hosentasche nehmen...

Tällihorn
Bei der Tällifurgga hört dann der markierte und gute Wanderweg auf. Ab da wirds interessant. Auf dem Wanderweg könnte man rechts runter ins Sertig oder links runter zur Teufi im Dischma. Aber eben, wir wollten ja etwas abeneuterliches;-) So gings etwas links vom Grat unter dem Felsband durch und danach aufs Tällihorn.

Felahorn
Schon lange fragten wir uns, wie oder wo man aufs Felahorn und danach aufs Wuosthorn geht. Aber je näher wir kamen, desto "einfacher" wurde es. Und mit dem Feldstecher erkundeten wir immer schön den Weg im Voraus ;-) Auf alle Fälle ging es einfach aufs Felahorn.

Wuosthorn
Auch aufs Wuosthorn hatte es fast einen Wanderweg und war nichts schwieriges. Also schon nicht rollstuhlgängig, aber auch nicht absturzgefährdet. Dieses Horn sieht vor allem von der anderen Seite aus wie ein "Wuoscht".
Der Weiterweg vom Wuosthorn war nicht so klar. Konnten wir weiter auf dem Grat? Oder mussten wir zurück und unten irgendwo durch? Wir suchten den Pfad auf dem Grat. Fanden ihn aber nicht wirklich. Und im Nachhinein war es wohl auch besser so, denn ich glaube nicht, dass es auf dem Grat weiter geht.
Wir gingen zurück Richtung Felahorn und danach über die steile Grasflanke runter ins Bärentälli (Sertig-Seite). Denn der Punkt 2755 ist ein nicht ganz zu unterschätzender Berg, der aber kein Name hat. Und so umliefen wir den. Und kamen über steile Flanken zur Senetrixfurgga.

Groren Horn
Über den Grat gings wieder rauf auf einen weiteren namenlosen Hügel. Wir nannten ihn Margrittli-Hüreli, wegen den vielen Margrittli, die hier wachsen. Aber "luftig-Grat" wäre auch noch ein passender Name gewesen. Auf diesem Grat, wo es recht gewindet hat, wanderten wir noch kurz nach vorne zum eigentlichen Gfroren Horn. Runter stiegen wir zu den Tälliseeli im Rinertälli.

Hüreli
Da wir noch nicht ganz genug hatten und schon auf dieser Höhe waren, entschieden wir uns, noch aufs Hüreli zu laufen. Das war fast eben, ok, immer leicht auf und ab. Das Hüreli ist sozusagen der Hausberg der Alp am Rhin. Und diese gut 700 Höhenmeter stachen wir dann auch noch runter, wir konnten ja nicht oben bleiben.

Meine Knie waren recht am Anschlag. Und irgendwie war ich nicht so böse, dass das Wetter am Sonntag so schlecht war, dass es sich nicht lohnte Richtung Scaletta und Grialetsch zu gehen. So gab es statt um 5 Uhr aufstehen etwas ausschlafen und die Knie schonen für nächstes Wochenende...

Der heutige Tag, resp. die heutige Route ist auch im Buch "Die schönsten Gratwanderungen der Schweiz" von David Coulin (AT Verlag, ISBN 3-85502-936-9) beschrieben. Ein schönes Buch, welches immer wieder Ideen für neue Touren liefert... Auch wenn ich selber die Touren meistens etwas verlängern muss...


Tourengänger: MunggaLoch, Elju

Galerie


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