Branderschrofen (1880 m) über Gelbe Wand Steig


Publiziert von ju_wi , 14. Juli 2008 um 20:57.

Region: Welt » Deutschland » Alpen » Ammergauer Alpen
Tour Datum:15 Juni 2006
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Klettersteig Schwierigkeit: L
Wegpunkte:
Geo-Tags: D 
Zeitbedarf: 5:00
Aufstieg: 1300 m
Abstieg: 1300 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Auto zum Parkplatz der Talstation Tegelbergbahn (820 m)
Kartennummer:Kompass 5 Wetterstein

Der Branderschrofen in den westlichen Ammergauer Alpen ist ein schöner Aussichtsberg auf die Füssener Seenplatte und das Schwangau. Beste Alternative zur Tegelbergbahn für den Anstieg ist der einfache aber schöne Gelbe Wand Klettersteig, der durch ein felsiges Steiltal zwischen Gelbe Wand Felsen und Torkopf hinaufführt. Mit dem Settele-Steig nach Süden über die Bleckenau wird die Tour zu einer schönen Rundwanderung.

Vom Tegelberghaus auf 1707 m (der Tegelberg ist nur eine Bergschulter und kein Gipfel) gelangt man recht einfach in 30 Minuten über einen Steig und zuletzt ein paar gesicherte Felsen von Westen auf den Gipfel des Branderschrofen. Laut AV-Führer sei die Gipfelpassage "ein wenig ausgesetzt", aber das habe ich anders in Erinnerung - Turnschuh und Seilbahntouri-Terrain. Dennoch die Aussicht ist sehr schön, der Anstieg mit ca. 2,5 h ohne Bahn und mit Klettersteig immer noch recht kurz, so dass der Branderschrofen eine lohnende (Halbtages-)Tour  darstellt. Der Gipfel fällt nach Norden felsig und nach Süden in steilen Gras- und Schrofenflanken ab.

Wir nutzten die Route als Auftakttour des Anreisetags eines 4-tägigen Kurzurlaubs im Frühsommer, bei dem wir in Wertach-Oberellig unser Quartier hatten. So starteten wir erst gegen 13 Uhr vom Parkplatz und waren gegen 19 Uhr mit Einkehr und Schloßblicken gemütlich am Auto zurück.

Die Route führt vom Parkplatz der Talstation (820 m) zunächst auf breitem Weg ins Rautbachtal. An einer Wegverzweigung auf knapp 1100 Hm biegt man rechts mit Beschilderung ab vom Normalweg zum Tegelberghaus auf den Steig "Gelbe Wand". Es geht rechts über den Rautbach und durch Waldsteige in das felsige Steiltal. Bald erreicht man die ersten Felspassagen, die ein wenig ausgesetzt mit Drahtseilen um ein paar Felsecken führen. Auf die Felspassage folt ein steiler Steig durch Geröll und Felsflanken, der zwischen der Gelben Wand (zur Rechten) und dem Torkopf (zur Linken) idyllisch hoch auf einen Sattel führt, wo man wieder auf die Normalwege von Talstation bzw. Hohenschwangau trifft. In wenigen Metern erreicht man das auf einer Bergschulter gelegene Tegelberghaus (1707 m) und wie oben beschrieben rasch den Gipfel des Branderschrofen.

Für den Rückweg wählen wir eine sehr ursprüngliche und einsame Route über die Bleckenau: Zunächst gehen wir den Steig vom Gipfel zurück bis zum Tegelberghaus. Dort biegen wir auf den Pfad ab, der südlich unter die Grashänge des Branderschrofen führt, den sogenannten "Branderfleck". Hier steigen wir wieder knapp 100 Hm auf und queren nahe bei der Ahornspitze zum Ahornsattel (1730 m). Hier beginnt der schmale Settele-Steig, der nochmals etwas aufsteigend in einen Sattel westlich knapp unterhalb des Felsaufbaus des Hohen Straußberg führt. Dort beginnt ein sehr steiler schrofiger Abstieg in dicht bewachsene Krautschicht. In einem steilen Waldhang führt der schmale Steig originell hinab ins Tal der Pöllat. Im Talboden angekommen folgen wir nach Westen einem breiten Forstweg zur Bleckenau. Wir kehren ein, stärken uns und wandern in leichtem Bergab weiter talauswärts. Am Talende wenden wir uns nach rechts zur Marienbrücke, einer sehenswerten Fußgängerhochbrücke, von der man einen phantastischen Blick auf das Schloss Neuschwanstein geniesst. Schliesslich von hier in ca. 45 Minuten zum Parkplatz zurück.

Tourengänger: ju_wi

Galerie


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