über dem Lungernsee - Blumen- und Wasserfall-Rundgang über Ankenhubel, Sädel und Dundelegg


Publiziert von Felix Pro , 21. Mai 2013 um 14:19. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Obwalden
Tour Datum:15 Mai 2013
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-OW 
Aufstieg: 1200 m
Abstieg: 1200 m
Strecke:Kaiserstuhl - Aa - Ifang - P. 897 - Schäfschlüecht - Alp Emmetti - P. 1110 (Schintenflue) - Äschli - Äschligrat - Ankenhubel - Feldmoos - Sädel - Dundelegg - Alp Dundelegg - Dundel - P. 1406 - P. 1306 - P. 1076 - P. 923 - Schwendlen - Dundelbach, Oberer Wasserfall - P. 707 - P. 703 - Bürglen - Aa - Kaiserstuhl
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PW via Gettnau, Autobahn Sursee - Lopper, Autostrasse bis Giswil, nach Kaiserstuhl
Kartennummer:1189/90

In Kaiserstuhl, am stillen, verträumt wirkenden Lungernsee, beginnen wir unsere längere Frühlingswanderung - auch wenn in den höheren Lagen doch ein kräftiger und sehr kühler Wind weht , können wir eine blumenreiche Rundreise im (ehemaligen) grösseren Tourismusgebiet Lungern-Schönbühl erleben. Da im Vorfrühling das Bundesamt der LSB die Lizenz entzogen hat, wird man wohl in nächster Zeit in dieser Region auf weniger Gleichgesinnte treffen …

 

Nebst dem kräftigen Blau des Himmels intensivieren das frische Grün der Laub- und blühende Obstbäume den endlich der Jahreszeit entsprechenden Charakter. Teils weglos steigen wir zu Schäfschlüecht auf; ab hier auf der Fahrstrasse bis zur aussichtsreich gelegenen Alp Emmetti. Nach einer nur kurzen Wegstrecke erreichen wir das nächste der einfachen, doch hübschen Alpgebäude; wunderbar ist es von der schmucken Alp auf Schintenflue,  welche erste Anzeichen einer Wiederinbetriebnahme für den Alpsommer zeigt, über den Sarnersee Richtung Vierwaldstättersee und Pilatus zu blicken.

 

Auch einem schmalen Waldweglein steigen wir nur wenig, doch am sehr steilen Hang lauschig weiter - zum Strässchen, welches uns bequem nach Äschli und zum Äschligrat hoch leitet. Erst diesem entlang, später in der Südflanke, erreichen wir an einem immensen Sumpfdotter- und Schlüsselblumenfeld vorbei die Anhöhe vor Feldmoos; hier stiegen wir weglos über die mit Glocken-Enzianen reich geschmückte Alpweide zu unserem ersten Gipfel - die eindrückliche Rossflue und Schafnase treten hier markant ins Blickfeld.

 

Auf dem Ankenhubel geniessen wir den Rundblick - die Sicht gegen die Berner Grossen ist leider wolkenverhangen; doch am Arnigrat erspähen wir neue Zustiege, und für die Clubtour aufs Güpfi eine weitere Zu- oder Abstiegsvariante.

 

Nach dem Abstieg nach Feldmoos nehmen wir die zweite Steigung zu unserem nächsten Gipfelpunkt unter die Füsse - nun schreiten wir durch ein grosses Krokus-Feld, bevor wir teils im offenen Waldgelände, und schliesslich über sanfte Wiesenhänge zum Gipfelkreuz des Sädel gelangen.

 

Wegen des nun unangenehm kalten Windes setzen wir unser Wanderung unverzüglich - durch weitere Krokusteppiche - fort; mit wenig Schneeberührung gewinnen wir den höchsten Punkt der Dundelegg. Hier im Windschatten, nordseitig, neben einer Restwechte, setzen wir uns nieder zum Mittagsimbiss. Auf den wenigen Metern zum Übergang Dundelegg befindet sich ein kunstvoller Steinmann, welcher von Giswiler Schülern anno 2000 als Ort der Begegnung gestaltet worden ist. Vom Sattel bis zur gleichnamigen Alp sind es nur wenige Meter - dabei gilt es jedoch, dem Jauche versprühenden Güllenrohr auszuweichen, der starke Wind treibt feine aromatische Tröpfchen bis zu uns L

 

Nach dem gemächlichen Hinunterlaufen auf der anfänglich mit Jauche überdeckten Strasse nach Dundel, kürzen wir vor der Ansammlung von Alpstadeln über die Weide ab - und queren ein kontrastreiches Feld von Roten Pestwurzen und Gelbsternen.

Kurz nach diesem Weiler verlassen wir die Alpstrasse in steigen im Wald steiler bergab - öfters von kleineren und grösseren rauschenden Wasserfällen des Dundelbaches begleitet.

Je weiter wir uns der Seehöhe nähern, desto schöner tritt der Lungernsee zutage; das wohl eindrücklichste Erlebnis dürfen wir nach Schwendlen, nach dem Begehen des Abzweigers, auf welchem Wegbauarbeiten im Gange sind, zum Dundelbach, Oberer Wasserfall, geniessen: an oberen Ende einer zwar von Gebüsch gesäumten, doch bedrohlichen, senkrechten Felswand entlang, leitet der gesicherte Pfad zum tosenden Schauspiel. Ehrfürchtig betrachten wir das Werk der Natur - staunen und freuen uns.

 

Von beschaulicherer Qualität, doch überaus hübsch ist der letzte Teil unserer Wanderung entlang der westlichen Seite des Sees über Bürglen mit der schönen Kirche, und Aa nach Kaiserstuhl. 


Tourengänger: Ursula, Felix

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