"Hochflue rundum" statt Skitour


Publiziert von Bergamotte Pro , 12. Mai 2013 um 21:58.

Region: Welt » Schweiz » Schwyz
Tour Datum:11 Mai 2013
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Rigigebiet   CH-SZ 
Zeitbedarf: 4:00
Aufstieg: 1225 m
Abstieg: 1225 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Parknische bei P. 442 od. cff logo Brunnen, Fallenbach

Eigentlich hatte ich mich die ganze Woche auf eine letzte Skitour in den Voralpen gefreut. Doch die anfangs freundliche Wetterprognose verschlechterte sich gegen Samstag zunehmends. Nach so viel Vorfreude wollte ich dem Unterfangen dennoch eine Chance geben. So stand ich kurz vor sechs Uhr im hintersten Bisisthal. Es regnete, die Wolken hingen tief - Tristesse pur. Die feuchte Unterlage trug zwar relativ gut, doch eine so spannende Tour für diesen Hundstag verschwenden? Nein danke.

Nun stand ich hier und wusste nicht recht wohin. Zurück nach Hause, nachdem ich mich um vier Uhr aus dem Bett gewälzt hatte? Kam nicht in Frage. Immerhin hatte ich in weiser Voraussicht die Wanderschuhe eingepackt, also wieder Bisisthal runter und zur Rigi rüber.


Bei Dauerregen sind auch zu Fuss keine grossen Sprünge möglich. Spontan kommt mir die Idee, die Rigi Hochflue zu um- statt erwandern. In der Nähe von Brünischart zwischen Brunnen und Gersau, bei P. 442 um genau zu sein, setzt der Wanderweg ein. Steil geht es in die Höhe, vorbei an der geöffneten (!) Besenbeiz Bärfallen (851m), zum Übergang bei Egg (1288m). Der durchaus spannende Aufstieg mag die gedrückte Laune nicht recht vertreiben, regnet es doch pausenlos.

Schon eher hilft die trockene Schicht Kleider, welche ich aus dem Rucksack zaubere. Einige Höhenmeter verlierend erreiche ich den Rohrboden (1134m), wo mir die einzigen menschlichen Wesen des heutigen Tages begegnen, und stehe wenig später auf dem Gätterlipass (1190m). Auf einer Holzbank des Restaurants - dürftig vor dem Regen geschützt - verspeise ich meinen Lunch. Das Stimmungsbarometer zeigt nun deutlich nach oben. Es folgt die lohnende, mir unbekannte Passage zur Alp Zilistock (1387m) rüber.

Der Weiterweg zurück nach Bärfallen ist zwar bis 28. Juni offiziell gesperrt, lässt sich am Wochenende aber problemlos begehen. Unter der Woche lässt man es lieber bleiben, möchte man doch nicht die Lawinenverbauungsarbeiten im Steilgelände stören (in der Lichtung unterhalb P. 1417). An verschiedenen Stellen blockieren umgefallene Bäume den Weg, das Aufräumkommando der Schwyzer Wanderwege hat hier noch einiges an Arbeit vor sich. Im verbleibenden Abstieg zurück zum Vierwaldstättersee hellt dann der Himmel etwas auf und der Wald glänzt in den schönsten Frühlingsfarben.

Fazit: Hauptsache draussen


Zeiten
1:40  Egg
0:35  Gätterlipass
0:40  Zilistock
1:00  Brünischart

Tourengänger: Bergamotte

Galerie


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