Wie ein Bettler auf der Königsetappe des Jurahöhenwegs


Publiziert von DanyWalker , 7. Mai 2013 um 14:45.

Region: Welt » Schweiz » Neuenburg
Tour Datum:15 Juni 2012
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-NE   CH-VD 
Zeitbedarf: 7:00
Aufstieg: 1362 m
Abstieg: 690 m
Strecke:27 Km

Die elfte Etappe sollte die Königsetappe werden. Bei mir jedoch, sollte alles anders kommen. Aber schön der Reihe nach.
In Noiraigue ging’s bei prächtigem Wetter los. Via Ferme Robert ging’s stetig Bergauf zum Creux du Van. Der Felsenkessel, so hatte ich das Gefühl, wollte und wollte nicht kleiner werden. Es schien als würden meine gelaufenen Höhenmeter vom Felsen einfach verschluckt.
Im letzten Drittel aber, nimmt die Steigung merklich zu, und man gewinnt hier rasch an Höhe. Kurz bevor ich den Creux du Van geschafft habe, stehen zwei Steinböcke vor mir. Sie zeigen absolut keine Scheu, und ich kann einige tolle Bilder knipsen.
Nach der Fotosession gibt’s erst mal was Kühles im Restaurant, und ich geniesse das unglaublich tolle Panorama. Ich ziehe aber schon bald weiter. Mein Ziel, der Chasseron auf dem ich übernachten möchte,  ist noch weit entfernt.  Der Weg führt über Les Rochat nach La Combaz. Der Weg ist sehr schön aber auch sehr lang. Und die Sonne heizt unglaublich ein.
Nach La Combaz, wo ich noch etwas trinke, aber dummerweise nicht meine Wasserreserven auffülle, geht der Weg steil Bergauf in Richtung Chasseron. Der aber noch weit über zwei Stunden entfernt sein soll.
Ich habe vor allem den Schlussteil dieser Etappe gewaltig unterschätzt. Mein wenig Wasser das ich noch habe ist schnell aufgebraucht. Und ich bekunde immer mehr Mühe  mit wandern. Bis es gar nicht mehr geht. Ich erleide einen kleinen Kollaps. Zu wenig Wasser wird das seine dazu beigetragen haben. Mein Puls ist nicht sehr regelmässig und ich schleppe mich einige Meter Bergauf. Die Handyverbindung ist miserabel, was mich auch nicht wirklich beruhigt. Zum Glück treffe ich schon bald auf einen Alpbauern, der mich nach Ste Croix an den Bahnhof fährt. Somit musste ich 45 Minuten vor dem Ziel aufgeben. Das tat weh und war hart. Nach sieben Stunden wandern, das Ziel aufgeben müssen.
Obwohl ich den Chasseron dann zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt habe, war ich doch an diesem Tag sehr niedergeschlagen. Von der Königsetappe komme ich wie ein Bettler Nachhause.
Trotzallem behalte ich die Tour im Nachhinein in guter Erinnerung. Nur schon wegen meiner Begegnung mit den Steinböcken und der Aussicht auf dem Creux du Van

Tourengänger: DanyWalker

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