Haglere: reichlich Schnee von bester Qualität; und ein (Männer)-Trio wird zum (gemischten) Quartett


Publiziert von Felix Pro , 15. Februar 2013 um 22:51. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Luzern
Tour Datum:14 Februar 2013
Schneeshuhtouren Schwierigkeit: WT3 - Anspruchsvolle Schneeschuhwanderung
Ski Schwierigkeit: WS-
Wegpunkte:
Geo-Tags: Hagleren und Giswilerstöcke   CH-LU   CH-OW 
Aufstieg: 1040 m
Abstieg: 1040 m
Strecke:Flühli, Bunihus - P. 1035 - P. 1050 (Oberflüeli) - P. 1168 - P. 1194 (Bleikeböde) - Brücke Steinbruch Gitziloch - P. 1717 - Dählebode - Haglere - Dählebode - Mittlist Gfäl - P. 1417 - Hinder Steibödili - Vorder Steibödili - Under Steibode - P. 1115 - Oberflüeli - P. 1035 - P. 1014 - Bunihus
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PW via Wolhusen, Schüpfheim nach Flühli
Kartennummer:1189

Zu dritt starten wir bei schönstem Wetter, doch bei eisigen -16°, in Flühli, Bunishus; eine geraume Zeit noch im Schatten, mal auf der Strasse, mal über die gut eingeschneiten Wiesen einer schwachen Spur nach, abkürzend.

Nach Oberflüeli und dem erstmals steileren Abschnitt gegen P. 1168 erreichen wir die Ebene von Bleikeböde.

 

Nun immer weiter, nach den ersten sonnigen Abschnitten, ins wieder schattige Tal des Rotbachs marschierend, kommt zur Kälte eine leichte, zusätzlich kühlende Brise hinzu. So sind wir froh, beim Parkplatz der Brücke Gitziloch wenig oberhalb wieder Gelände erkennen zu können, welches bereits ins Sonnenlicht getaucht ist. So können wir, einer recht guten Spur folgend, nach wenigen Aufstiegsmetern und Kehren, eine Pause einlegen, um uns einer Kleidungsschicht zu entledigen. Hier überholt uns eine direkt nach uns beim Gitziloch gestartete Tourengängerin - und ist bald ausser Sichtweite. Da ich mich bereits beim Start zwischenverpflegt habe, mache ich mich vor meinen beiden Bergkameraden auf und schreite nun in der wärmenden Sonne aufwärts - in einem besonnten, stillen und wunderbaren Gelände; einige Male halte ich inne, um wenige Fotos zu machen.

 

Beim tief eingeschneiten Wegweiser (auf ca. 1500 Metern), welcher rechts die Abzweigung zur Alp Rohr und zum Bleikechopf ausschildert, schliesse ich zu Nadja auf; welche sich hier auch eine Tenu-Erleichterung und eine Flüssigkeitszufuhr gönnt. Gemeinsam nehmen wir nun den Aufstieg durchs „Rohr“ in Angriff; nach dieser etwas steileren Passage erreichen wir die flachere Zone des Gratrückens ungefähr bei P. 1717 mit den lockeren Baumbeständen; ab hier folgt der wohl schönste Teil unserer heutigen Tour: eine Traum-Winterlandschaft ohnegleichen ist uns geschenkt - einige Male bleiben wir stehen und geniessen die Pracht dieses Tages, dieser Wetterbedingungen und dieser Schöpfung der Natur! Glücklich ob des (gemeinsamen) Erlebnisses erreichen wir so Dählebode; nicht mehr weit erscheint uns der Gipfel; im anfänglich nur noch von wenigen Bäumen durchsetzten etwas steileren Hang erreichen wir den Schlussanstieg über die SW-Flanke.

 

Und bald stehen wir oben - und geniessen die tolle Sicht auf Sörenberg hinunter, den bereits leicht getrübten Blick in den Westen (das Wildhorn lässt sich noch erspähen, die Schratteflue dominiert) und ins Blau gegen Osten, wo sogar der Säntis noch deutlich zu erkennen ist - und freuen uns ob dieses Gipfelglückes auf der Haglere!

Nachdem nur wenig später auch Jumbo und Paul eingetroffen sind, gibt’s die verdienten Gipfel-Getränke und kalte und warme Imbisse (Nadja ist diesbezüglich besonders gut ausgerüstet …) - doch nicht lange verweilen wir: der leichte Wind und die Minus-Temperaturen lassen uns zu den verschiedenen Abstiegen aufbrechen; schade zwar, doch weitere Touren werden folgen [Schratteflue und Fürstein wohl als erste ;-)] …

 

Während ich erst zum Dählebode absteige, sind Nadja, Jumbo und Paul bereits dorthin abgefahren; dort trennen sich der dreien Wege: während Nadja sogleich die direkte Weiterfahrt zum Gitziloch wählt, nehmen die beiden Männer den  Bleikenchopf mit und geniessen die Abfahrt zur Alp Rohr - von da aus fahren sie weiter via Gitziloch auf dem Aufstiegsweg hinunter zum Bunihus.

 

Mein Abstieg nach Mittlist Gfäl (die Steilstufe zu Beginn ist auch heute nicht ohne (weil in der sehr engen Passage abgefahrene Stellen mit tiefem Schnee abwechseln), geht jedoch zügig vonstatten - der Weiterweg ab dieser Alp zieht sich dann sehr dahin: eine überaus lange, meist sehr flache Passage (auf der Sommer-Fahrstrasse) via Hinder und Vorder Steibödili und Under Steibode in der beinahe totalen Stille der auch hier bemerkenswert schönen Winterlandschaft (drei Gämsen darf ich jedoch bewundern, wie sie vor mir relativ unaufgeregt von der Strasse in den Wald abgehen) bringt mich schliesslich zu P. 1115.

 

Ab hier folge ich, nun ohne Schneeschuhe, der Strasse über Oberflüeli hinunter zu unserem Startpunkt, Flühli, Bunishus.

 

Unterwegs mit Jumbo und Paul - und Nadja; ein toller Winter-Touren-Tag, mit überraschender, erfreulicher Begegnung, und bestimmt mit Folge-Erlebnissen 


Tourengänger: Felix


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