Schwarz Berg 1869m - Schnuerstock 2131m


Publiziert von chaeppi Pro , 29. September 2012 um 18:04.

Region: Welt » Schweiz » Uri
Tour Datum:28 September 2012
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-UR 
Zeitbedarf: 6:00
Aufstieg: 1345 m
Abstieg: 1345 m
Strecke:11.6km
Zufahrt zum Ausgangspunkt:SBB Erstfeld - Bus Gurtnellen Dorf mit umsteigen in Gurtnellen Wiler
Zufahrt zum Ankunftspunkt:wie oben
Unterkunftmöglichkeiten:Restaurant Bergheim Gurtnellen
Kartennummer:Swiss Map 25

Die Idee zu dieser Tour habe ich beiMoschteler *hier gefunden. In etwas abgeänderter Form habe ich sie dann nachvollzogen.

Obwohl schönstes Wetter herrschte, hat mich der Busfahrer nach Gurtnellen vor feuchten Verhältnissen gewarnt. Es hätte fast die ganze Nacht geregnet und in höheren Lagen geschneit. Er hatte recht. Es war zeitweise eine wirklich schmieriege Wanderung.

Von Gurtnellen Dorf gehts auf immer bestens beschilderten Wanderwegen los. Zuerst flach bis zur Abzweigung Egg. Von dort gehts dann steil durch den Näntriger Wald nach Egg. Die dortige, geöffnete Schutzhütte, ist an einem wirklich schönen Aussichtspunkt platziert. Ab hier flacht dann das Gelände bis unterhalb des Schwarz Berg etwas ab. Weglos bin ich dann durch eine steile Grasflanke zum Schwarz Berg hochgekraxelt. Heidelberstauden waren hilfreich bis man den Legföhrendschungel erreicht. Zwar etwas unangenehm, aber man muss dort einfach durch. Oben kommt man dann auf ein landschaftlich wirklich schönes Hochplateau. Sogar einen kleinen Teich hats dort. Abstieg auf selber Route zurück zum Wanderweg. Dieser kurze Abstecher wäre sicherlich ein T3+.

Weiter entlang dem Wanderweg an der Südflanke des Schnuerstock vorbei. Auf der Ostseite fand ich, ich könnte doch da auch einen direkt Aufstieg versuchen. Weglos bin ich in den Hang eingestiegen. Auf allen vieren gehts durch einen teilweise bis ca 40° steilen, mit Alpenrosen, Wachholderstauden und Felsen durchsetzten Grashang hoch. Zweimal musste ich an Felsbarrieren zurückkraxeln um einen neuen Durchgang zu finden. Zeitlich hat sich diese vermeintliche Abkürzung nicht gelohnt, aber es war eine interessante Herausforderung. Der Gipfel bot dann einen wirklich wunderschönen Rundblick. (T5 II)

Nach einer angenehmen Gipfelpause, bin ich dann der anfänglich mit Drahtseilen gesicherten, blau-weiss markierten Route zurück zum Wanderweg gefolgt. Auch dieser Abstieg ist nicht ohne. Von Weg kann man hier nicht sprechen. Total überwuchert schlängelt man sich irgendwie durch die Lawinenverbauungen. Das kniehohe Gras war dann auch noch mit Neuschnee der letzten Nacht in diesem Nordhang unangenehm angefeuchtet. Eine sehr rutschige Angelegenheit die ich mit grosser Vorsicht anging. Hilfreich waren die Markierungen an den Lawinengittern. (T4)

Weiter dann entlang dem Wanderweg via Schönboden, Wildampfern, Sewlisegg zurück nach Gurtnellen. Den Witenstock könnte hier auch noch einfach bestiegen werden. Nach all der Kraxelei hatte ich aber einfach keine Lust mehr. Macht man diese Wanderung ohne Gipfelbesteigungen, bewegt man sich eigentlich immer auf T2 Wanderwegen.

Route:  Gurtnellen Dorf - Stäfeli - Egg - Schwarz Berg - Schnuerstock - Wildampfern - Sewlisegg - Schipfenberg - Gurtnellen.

Tourengänger: chaeppi

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