Hochzeitsreise in frühsommerlichen Tessin I


Publiziert von Arco , 29. Juni 2012 um 12:49.

Region: Welt » Schweiz » Tessin » Bellinzonese
Tour Datum:18 Juni 2012
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Gruppo Madöm Gross   Gruppo Pizzo Barone   CH-TI 
Zeitbedarf: 2 Tage 12:00
Aufstieg: 1600 m
Abstieg: 1600 m
Strecke:Sonogno-Passo Barone-Sonogno
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Ab Locarno mit dem Bus ins Verzascatal, ca. 1 Stunde bis Sonogno.
Unterkunftmöglichkeiten:In Sonogno: Ristorante Alpino sehr empfehlenswert (herzlicher Empfang, gute Nudelngerichte, saubere Zimmer. Hinten im Tal: Rifugio Barone, Essen selbst mitnehmen, in Juni nicht durchgängig bewirtschaftet.
Kartennummer:KF 26 -Tessin Nord

Es war Teil unserer Hochzeitsreise: den 12. Juni sind wir geheiratet, und 14. Juni ging es los, zu erst nach Moscia am Lago Maggiore, entspannt des guten Wetters, der schönen Städten am Ufer und der Isola de Brissago geniessen, frühmorgens in Juni noch ganz ruhig. Ab Montag den 18. hätten wir aber etwas mehr abenteuerliches geplant: einen Tour von Sonogno nach Faido, mit Zelt. 

Also, Montagmorgen früh zogen wir auf dem Weg, unten im Val Vegorness, der Verzasca entlang. Früh aufstehen ist sehr zu empfehlen, denn man bleibt unten im Tal und im Laufe des Tages kann es dann sehr heiss werden. Das Tal ist sehr schön, mit typischen Tessiner Haüsern aus Naturstein, oft in Trummeln. Nach dem Dorf Cabiói wird das Pfad schmaler und steigt durch dem Wald mit grossartigem Aussicht auf die Wasserfälle der Verzasca. Bei Corte di Fondo (1487 M.ü.M) verlasst man endlich dem Talboden. 100 Meter unterhalb der Rifugio Barone haben wir unserem Zelt aufgeschlagen und einen wunderschönen Nachmittag und Abend genossen. Nachts gab es kräftiges Gewitter, aber der Zelt hat durchgehalten (es war das erste Mal, dass wir dem Zelt genützt haben, also das war ziemlich spannend). Am nächsten Morgen begrüsste uns die Sonne. Wir wollten den Pizzo Barone besteigen und dann über den Passo Barone ins Val Chironico gehen.  Aber die Weiss-Blau-Weiss markierte Passo Barone hätten wir weit unterschätzt und als wir am Lago Barone standen und die steile Weg hoch sahen, sowie die Überquerung durch steiler Firn am Ufer der See, entschieden wir uns dafür, den Pizzo Barone links liegen zu lassen und gleich auf den Pass zu gehen. Spuren gab es noch nicht in der Schnee, aber die Markierung ist sehr deutlich. Nach die Überquerung des Firnhanges (zum Teil steil; Pickel und Steigeisen wären hilfreich gewesen, hätten wir aber nicht mitgenommen) geht das Pfad sehr steil hoch durch Schutt; auch hier gab es noch einige Schneefelder. Trittsicherkeit und Schwindelfreiheit sind hier unbedingt erforderlich. 

Als wir dann erfreut den Pass erreichten, wartete uns einer atemberaubender Aussicht: überall Schnee, und ein tiefer Abgrund vor uns. Wir haben lange gezweifelt, weiter zu gehen oder nicht. Nachdem wir den Hüttenwirt von Rifugio Alpe Sponda angerufen hatten, der uns empfahl zurück zu kehren wegen der vielen Schnee, haben wir uns dafür entschieden. Das war noch nicht so einfach, durch dem steilen Schutthang, aber war doch viel sicherer als ohne Pickel und Steigeisen weiter zu gehen. Weil die andere Wege aus dem Val Vegorness alle Weiss-Blau-Weiss markiert sind, und wir nicht noch eine Entnüchterung riskieren wollten, sind wir wieder ganz nach Sonogno zurück gekehrt. Um 19.30 Uhr sassen wir wieder am guten Spaghetti von Ristorante Alpino, total müde.

Zum Fazit: für uns war diese Wanderung die erste Begegnung mit den Tessiner Bergen. Zwar sind sie nicht zo hoch als, z.B., den Walliser Riesen, aber sie sind bestimmt nicht zu unterschätzen: steil und wild, sehr einsam, aber dafür gerade auch wunderschön. Diesem Juni gab es noch viel Schnee, Pickel und Steigeisen sind dann eigentlich unentbehrlich.

Obwohl unser ursprüngliches Plan gescheitert war, haben wir natürlich die weitere Tagen nicht leer gelassen, sondern sind wieder hoch gegangen. Das aber habe ich in einem zweiten Nachricht beschrieben.

Tourengänger: Arco


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Kommentare (5)


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Winterbaer Pro hat gesagt:
Gesendet am 29. Juni 2012 um 13:00
Herzlichen Glückwunsch zur Hochzeit!!!!!!!!!!!!!!!!
Das ist ja eine schöne Hochzeitsreise, schöner als jede Flugreise in die Karibik?!

Alles Gute und viel Harmonie, gegenseitiges Verständnis und vor allem Gesundheit für ein ganzes Leben!

Uschi Winterbaer

Arco hat gesagt: RE:
Gesendet am 29. Juni 2012 um 13:26
Herzlichen Dank! Bestimmt besser als irgendeiner exotischer Ort voller Touristen. Und Sonne, Wasser und Palmen hat man ja an Lago Maggiore auch!

Willem hat gesagt: Gefeliciteerd met jullie huwelijk...
Gesendet am 29. Juni 2012 um 13:14
...en met de mooie tweedaagse tocht! Leuk dat je weer eens op Hikr te vinden bent.

Ik ben trouwens benieuwd wat er 2 (!) jaar geleden van je plannen in het Mont Blanc massief terecht gekomen is.

Groet, Willem

Arco hat gesagt: RE:Gefeliciteerd met jullie huwelijk...
Gesendet am 29. Juni 2012 um 13:25
Bedankt! Tja, ben niet een erg actieve hikr, en als ik een tocht niet direct erop zet komt er meestal niet meer van. 2 jaar geleden hebben we de Mont Buet beklommen, vanaf Refuge Moëde Anterne, afdaling langs de Refuge Berard naar het dorpje Buet. Was ook een mooie tocht, wel pittig door dun, glibberig laagje Neuschnee. En de afdaling van de Mont Buet (3099m) naar Buet (1330m) is lang... Maar wel erg mooi. Vorig jaar nog een huttentocht gemaakt met een groepje, vanuit Val Ferret via La Fouly, Cabane d'Orny, Relais d'Arpette, Col de la Forclaz en Col de Balme naar Chamonix. Ook erg mooi, maar moet ik ook ooit nog een keer op Hikr zetten. Maar nu komt eerst nog het vervolg van onze huwelijksreis erop, want we hebben het niet bij de tweedaagse tocht laten zitten, maar nog een klein huttentochtje erbij gedaan en die komt in ieder geval wel op Hikr.

Groet,
Arco

1Gehirner hat gesagt:
Gesendet am 29. Juni 2012 um 14:40
Herzlichen Glückwunsch zur Hochzeit!! Wir haben unsere Hochzeitsreise auch ins Tessin gemacht (Brione, weiter unten im Val Verzasca) und dabei mit den Tessiner Bergen Ähnliches erlebt, das kann ich nur jedem empfehlen! Traumhafte wildromantische Landschaft *zurückwill*


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