Rundtour im Val Codera


Publiziert von ABoehlen Pro , 17. Oktober 2007 um 20:42.

Region: Welt » Italien » Lombardei
Tour Datum: 2 Oktober 2007
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: I 
Zeitbedarf: 9:00
Aufstieg: 900 m
Abstieg: 900 m
Strecke:Verceia - Campo - San Giorgio - Cola - Codera - Avedèe - Campo -Verceia
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit der FS von cff logo Chiavenna oder cff logo Còlico nach cff logo Verceia
Unterkunftmöglichkeiten:Ostello Trattoria Bar "Al Sert" in Verceia (sehr empfehlenswert). Weitere Möglichkeiten: B&B Luciana in Campo di Novate Mezzola, B&B Giake in Novate Mezzola, Rifugio Osteria Alpina in Codera (nur zu Fuss erreichbar)
Kartennummer:LK277 Roveredo oder Carta d'Italia 1:25'000 Foglio 18 IV SO Verceia

Die Tour beginnt mit einem gemütlichen Spaziergang auf der alten Strasse dem Lago di Mezzola entlang nach Campo (203 m), welches zur Gemeinde Novate Mezzola gehört. Dabei gibt es leckere Feigen frisch von den hier zahlreich wuchernden Bäumen zu naschen!

Nach der Querung der sehr stark befahrenen Hauptstrasse, müssen wir dieser bis zum Campingplatz folgen, wo rechterhand ein Weg abzweigt und dem Bach aus dem Val Codera folgt (wie heisst der eigentlich...?). Die Route nach San Giorgio ist bald mit Wegweisern markiert; so gelangen wir zu einem Steinbruch und folgen dem Absperrzaun auf dem hier beginnenden Saumpfad. Dieser ist steil, steinig und gewunden, aber problemlos zu begehen. Der Abhang ist mit Kastanienbäumen und Buschwerk bestanden und erlaubt immer wieder schöne Aussichten auf den See und talabwärts Richtung Lago di Como.

Unweit von Pt. 788, der höchsten Erhebung dieses felsigen Geländerückens können wir zum ersten Mal einen Blick in das Val Codera werfen. Dieses Tal ist in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert: Zum einen aus topografischer Sicht, da es vom höchsten bis zum tiefsten Punkt einen Höhenunterschied von 3000 Metern aufweist, zum andern auch aus verkehrstechnischer Sicht. Die beiden grössten Dörfer Codera und San Giorgio sind das ganze Jahr über bewohnt, verfügen aber über keine Zufahrt. Nur auf Bergwegen und mit dem Hubschrauber gelangt man dorthin!

Nun ist es nicht mehr weit nach San Giorgio (748 m), welches in der Tat einen gepflegten Eindruck macht. Auch ein paar Leute treffen wir an. Eine Frau zeigt uns den Weiterweg nach Cola. Zwar gibt es einen Wegweiser, dieser verweist aber auf einen Pfad, der erst ein Stück ins Vallone di Revelaso hinunterführt und auf der anderen Seite umso steiler wieder ansteigt. Derjenige Weg, den wir einschlagen, fehlt dagegen auf der LK50 . Er steigt vom Dorf, vorbei am Friedhof, bis auf ca. 900 m an, und mündet dort in einen Höhenweg, der von der Valle dei Ratti herkommt (nur z.T. in der LK eingezeichnet). Es ist dies der "Tracciolino", der von uns aber erst ein paar Tage später ausführlicher erforscht wird. Vorerst folgen wir ihm auf konstant gleicher Höhe ins Vallone di Revelaso, queren den Bach und folgen ebenso dem Gegenhang. Dort biegt ein steiler Weg ins hoch gelegene Dörfchen Cola (1018 m) ab, wo wir bei herrlichem Wetter und einem prachtvollem Ausblick den Mittagsrast einlegen.

Weiter geht es anschliessend auf diesem Hangweg, erst durch das Val Grande, anschliessend abwärts ins Dörfchen Cii (851 m). Hier beginnt der Abstieg zum Talgrund, wo der Bach aus dem Val Ladrogno in den Hauptbach einmündet. Der Weg überquert die beiden Schluchten auf sehenswerten Steinbrücken (Pt. 769). Ein kurzer und steiler Aufstieg bringt uns danach nach Codera (825 m) hinauf.

Das Dorf ist erstaunlich gross und beeindruckt durch die gut erhaltenen Steinbauten und die Kirche San Giovanni Battista. Der Friedhof liegt, wie auch in den anderen Bergdörfern dieser Gegend, ausserhalb des Ortes; wir passieren ihn auf dem Weiterweg Richtung Novate. Auch diese Strecke ist beeindruckend. Teilweise verläuft sie durch Galerien, aus denen man packende Blicke über das grandiose Schluchtensystem geniessen kann.

Nach einem erneuten Aufstieg gelangen wir nach Avedèe (790 m), ganz vorne im Tal. Aber noch befinden wir uns rund 600 Meter über dem Lago di Mezzola. Dies bedeutet einen langen Abstieg auf einem steinigen und rauen Pfad, teils über viele Stufen, wie es halt typisch für die Alpensüdseite ist. Schliesslich erreichen wir Mezzolpiano (316 m), wo sich ein grosser Parkplatz befindet, ideal für Wanderer, die mit dem Auto anreisen. Wir wandern indessen weiter bergab bis zum See und auf derselben Strecke wie am Morgen zurück nach Verceia.

Link zum nächsten Tag

Tourengänger: ABoehlen

Galerie


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