Sentiero panoramico Bregaglia / Etappe 2 Soglio - Prosto (Chiavenna)


Publiziert von Baeremanni Pro , 21. Oktober 2011 um 18:41.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Bregaglia
Tour Datum:18 Oktober 2011
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR   I 
Zeitbedarf: 8:00
Aufstieg: 1391 m
Abstieg: 2102 m
Strecke:Soglio - Savogno - Dasile - Cranna - Prosto (-Chiavenna)
Zufahrt zum Ausgangspunkt:öV (Postauto) nach Soglio möglich
Zufahrt zum Ankunftspunkt:öV (Postauto ab und nach Chiavenna bzw. St. Moritz praktisch stündlich)
Unterkunftmöglichkeiten:nicht rekognosziert, siehe http://www.bregaglia.ch/

Trotz meinem „de Luxe-Logis“ bin ich schon wieder beizeiten abmarschbereit. Beim Parkplatz studiere ich nochmals die Karte der  Wanderwege, denn nur noch ein kleines Stück des Weges ist auf meiner Karte. Den Rest des Weges muss ich wohl oder übel ohne machen. Die Computerkarte habe ich natürlich nicht bei mir. Also dermassen schlecht ausgerüstet starte ich das Abenteuer. Vom Hotelier weiss ich nun allerdings, dass der Weg gut ausgeschildert ist und der Zeitbedarf bis Savogno nicht 3 ½  sondern  mindestens ¾ h länger wäre.
Bei Somasaccio überschreite ich die Grenze zu Italien. Nun wechseln die Wegweiser und Markierungen die Farbe von Weiss-Rot-Weiss zu Rot-Weiss-Rot. Aber der Weg ist nach wie vor in gutem Zustand. Beim Abstieg von Montesetto ins Val Zernone trottet eine grosse Ziergenherde hinter mir her. Als Geissbuebe mache ich recht schlecht und ich muss die Viecherei mit Gebrülle zurücktreiben.
Auf interessanten Abschnitten des einstigen Säumerweges, mal rauf mal runter,  komme ich nach Savogno. Hier wäre ein Rifugio, aber es sieht so aus, als wäre es zumindest für diese Saison geschlossen. In der Literatur steht, dass hier der Sentiero Panoramico zu Ende sei. Doch Wegweiser führen weiter nach Dasile. Bei der Brücke über das Val dell’Aqua kommt mir ein italienischer Wanderer entgegen (übrigens der einzige Wanderer des Tages, welchem ich begegne), empfiehlt mir tatsächlich hinauf nach Dasile zu gehen und anschliessend nach Prosto abzusteigen. War lohnend, da man hier noch auf grössere Teile des einstigen Saumpfades mit sehr schön erhaltener Pflästerung und teils sehr hohen Trockenmauern zur Abstützung berg- wie talseits. Eine gewaltige Leistung welche die damaligen Erbauer hier vollbracht haben. Beim P. 1032 erreiche ich den letzten Höhepunkt des Tages. Auf einer Kuppe steht ein Fahne und dazu zur Rast einladende Bänke.
Doch nach kurzer Pause muss ich weiter und nun steil und in unzähligen Windungen, auf der Karte kaum ersichtlich, hinunter nach Cranna. Fast 500 Höhenmeter sind es vom schönen Rastplatz bis hierher. Dieses Stück hat wieder unzählige Steinstufen, teilweise direkt in die Felsen (Granit) gemeisselt. Fast eben geht es nun durch Cranna. Der Weiler ist fast ausgestorben, doch wird einiges wieder bewohnbar gemacht, wohl nur für Ferien und Wochenende.
Noch einmal ein kurzes Stück hinunter nach Prosto und hinein in die Zivilisation. Ich habe das Gefühl  diesem Dorf hat es mehr Köter als Menschen, das Gebelle und Gejaule ist gewaltig.
Dafür ist keine Beiz offen und im Negozio machen sie Inventar und können mir keine Flasche Bier verkaufen.(????)
Beim Warten auf das Postauto kommt der Kurs hinein nach Chiavenna, ich steige ein (Habe  GA) und habe in Chiavenna 20 Minuten Zeit um den Abschlusstrunk dieser Superwanderung zu geniessen. Mit dem gleichen Postauto fahre ich dann zurück nach St. Moritz. Gut 7¾ Stunden dauert meine Heimreise, aber was solls, es war die Sache Wert.

Tourengänger: Baeremanni

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Kommentare (1)


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Bergpoetin hat gesagt:
Gesendet am 22. Oktober 2011 um 14:23
Köter? Nanana...


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