zum Sonnen- und Windkraftwerk auf Mont Soleil und Mont Crosin


Publiziert von Felix Pro , 18. Oktober 2011 um 10:01.

Region: Welt » Schweiz » Bern » Berner Jura
Tour Datum:14 Oktober 2011
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE 
Aufstieg: 625 m
Abstieg: 382 m
Strecke:St-Imier - P. 927 - P. 988 - Abstecher nach Les Chenevières - P. 1153 - Sur le Brand - Mont Soleil - Parkplatz P. 1248 - Centrale solaire - P. 1272 - Le Bardeau - P. 1220 - Centrale éoliennes - Mont Crozin
Zufahrt zum Ausgangspunkt:cff logo Wyssachen, Abzw. Roggengrat - cff logo St-Imier via Huttwil, Langenthal, Olten und Biel
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Rückfahrt mit Car ab Mont Crosin via Biel, Solothurn nach Huttwil; cff logo Huttwil - cff logo Wyssachen, Abzw. Roggengrat
Kartennummer:1124/5

Verlassen wirkt das Dorf St-Imier, als ich aus dem Zug aussteige - etwas mehr Leben bietet der grosse COOP, wo ich eine kleine Zwischenverpflegung einkaufe. Doch auch der weitere Gang an der Kirche und dem Schulhaus vorbei durch's Einfamilienhaus-Quartier bis zum Waldrand, wo der Aufstieg beginnt, ist eher trostlos - das Wetter dafür herbstlich schön, nachdem ich im Zug öfters daran zweifeln musste ob den dicken Hochnebel-Wolken ...

Ein gemächlicher Aufstieg auf dem Sentier du Sergent, erst durch lichten Wald am östlichen Rand des Champ Meusel, kurz in der neuen Waldschneise, welche für eine Starkstromleitung gemacht werden musste, führte mich zum P. 988, wo ich den Abstecher auf dem Fahrsträsschen nach Les Chenevières  unter die Füsse nehme: ich war gespannt, ob ich in das Felsrund Einblick nehmen könnte ... doch ausser einem kurzen Blick zu den gegenüber sich aufschichtenden Felsplatten bei der Enge zwischen den beiden Karen hatte ich immer dichten Wald um mich. So zog ich unverrichteter Dinge von dannen, d.h. wieder zurück zum P. 988, wo der Wanderweg nach dem kurzen Stück in der Schneise wieder in den schönen Jurawald eintaucht. Statt weiter oben dem Wanderweg zu folgen, biege ich ab und gelange ausgangs Wald zu P. 1153, von wo aus ich auf dem zur Hochebene übergehenden Mischgelände Wald-Weiden gemütlich zum Hof Sur le Brand wandere. Hier sehe ich die ersten der grossen Windturbinen aufragen ...

Nach einem kurzen Fussmarsch über offene Weiden gelange ich zur Anlage des Observatoriums und des Sonnenkraftwerkes; doch erst mal will ich den Mont Soleil "besteigen": neben der gedeckten Raststelle geht es ein paar wenige Meter über Weiden nur zum Vermessungspunkt, begleitet nun vom Surren der Windanlagen - der Wind weht tatsächlich den ganzen Tag, und ziemlich kühl ... Die höchste Erhebung befindet sich allerdings rund vier Meter höher wenig nordöstlich davon.

Am Parkplatz der Centrale solaire beginnt nun neben dem Vergnügen auch meine Arbeit; begleite ich die Kunden der IBH AG auf ihrer Exkursion berichterstattenderweise. Erst wird hier unter kundiger Führung die grosse Anlage der Solarzellen besichtigt, welche jährlich Strom für 200 Haushalte liefert (vergleichsweise wenig mit den später besuchten Windturbinen, dient sie doch zur Hauptsache Versuchszwecken). Zwar, wie erwähnt, beinahe bissig kalt, doch landschaftlich reizvoll geht es anschliessend länger über die sanft geschwungenen Jurahöhen - schnell sind die teilweise bis 140 Meter hohen Türme und Rotoren zu erkennen, auch wenn sie noch kilometerweit auf der Hochebene verteilt sind. Eindrücklich und sehr elegant erheben sie sich über dieser; bei der nun tiefer stehenden Sonne sind jedoch die rotierenden Schatten unerwartet gross. Bei einem Blick ins Innere eines Turmes fällt mir sofort auf, wie gut man hier auf der Dutzende von Metern senkrecht empostrebenden Leiter das Vertigo-Feeling angehen könnte - es bedarf jedoch einer Bewilligung der Anlagenbetreiber ...
Im Pavillon der Centrale éoliennes wird uns an einem Modell anschaulich erläutert, wie mächtig denn nur schon die Turbinengehäuse sind: mehr als mannshoch, kann man sich darin noch recht gut bewegen, wogegen in der Rotorennabe nur noch in gekrümmter Stellung Servicearbeiten vorgenommen werden können ...

Der bei schönem Herbstwetter stattfindende Bummel über diese Jurahöhen - mit interessanten, modernen Energieproduktionsanlagen (die 16 Windturbinen produzieren pro Jahr Strom für 13'000 Haushalte) - neigt sich mit dem sanften Abstieg zur Auberge Vert-Bois auf dem Mont Crozin dem Ende zu.

Toll, dass ich endlich dem Mont Soleil einen Besuch abstatten konnte - und zu guter Letzt ein feines Nachtessen in der Auberge geniessen durfte ...

Tourengänger: Felix


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Kommentare (1)


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CarpeDiem hat gesagt:
Gesendet am 19. Oktober 2011 um 21:27
Da sollten wir auch mal hin...

LG, Anne-Catherine


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