Clariden Nordwand


Publiziert von Delta Pro , 31. Mai 2007 um 08:26.

Region: Welt » Schweiz » Glarus
Tour Datum: 6 Juli 2000
Hochtouren Schwierigkeit: ZS+
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GL   CH-UR   Claridengruppe 
Zeitbedarf: 9:00
Aufstieg: 1200 m

Aufstieg durch die klassische Clariden-Nordwand bei guten Verhältnissen
 

Die Clariden-Nordwand ist eine der grossen Wände der Ostschweizer Alpen. „Nordwand“ tönt furchterregend, weckt Assoziationen mit Eiger und co. Der Aufstieg ist allerdings nirgends besonders schwierig, jedoch steil und ausgesetzt. Die Schwierigkeiten beschränken sich auf steilen Firn. Idealerweise nimmt man die Clariden-Nordwand im Frühsommer in Angriff, solange sie noch nicht ausgeapert ist.
 

Biwak am Fuss der Wand auf dem idyllischen Claridenbödeli – ganz nahe bei den Tafeln, auf denen den Opfern gedacht wird, welche die Wand gefordert hat. Die Route führt zuerst auf einem steiler werdenden Gletscher rechts der Gipfelfalllinie bis an die Felsen. Anschliessend quert man gegen links auf Felsbändern ausgesetzt auf das markante 600 Höhenmeter lange Schneefeld in der Wandmitte, das vom Gipfel herunterzieht. Die Querung kann bei Vereisung heikel sein, einige Eisenstifte. Auf dem Schneefeld geht’s hinauf, erst mässig steil (45°), dann steiler. Wir wichen beim Ausstieg etwas gegen rechts aus und gelangten in den Sattel zwischen dem Hauptgipfel und dem westlichen Vorgipfel. Zwei Seillängen in aperem Eis gesichert (55°). Man kann allerdings in Schnee und Eis auch direkt zum Hauptgipfel steigen.


Tourengänger: Delta

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Kommentare (2)


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Alpin_Rise Pro hat gesagt: Tolle Tour,
Gesendet am 4. Juni 2007 um 16:55
eine der am schnellsten erreichbaren "richtigen" Nordwände!

Die Schwierigkeiten beschränken sich bei guten Verhältnissen auf steilen Firn, je nach dem kann die ausgesetzte Querung zur eingentlichen Wand die Schlüsselstelle darstellen!
Die Eisenstifte waren bei unserer Begehung wohl noch unter Schnee, gegen Ende fanden wir einige Schlaghaken.
Der Direktausstieg zum Gipfel ist nur minim schwieriger und sehr lohnend. Unter Umständen kann die Wand auch im Herbst nach den ersten Schneefällen begangen werden, sonst mit zunehmender Ausaperung heikel und steinschlägig.

alpensucht hat gesagt: RE:Tolle Tour,
Gesendet am 18. September 2011 um 07:43
Was heißt denn für euch "richtige" Nordwand? Ab 50°, oder ab 500m Wandhöhe??


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