Indian Summer im Göscheneralptal


Publiziert von mamiestho , 12. Oktober 2010 um 00:24.

Region: Welt » Schweiz » Uri
Tour Datum: 7 Oktober 2010
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-UR 
Zeitbedarf: 1 Tage 6:30
Strecke:Ulmi - Regliberg - Salbithütte - Salbitbrücke - Salbithütte - Schwändi - Regliberg - Ulmi
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PW bis Ulmi im Göscheneralptal
Unterkunftmöglichkeiten:Salbithütte

Von unserem letzten Ausflug zur Salbithütte vor sechs Jahren sind insbesondere zwei Dinge in bester Erinnerung geblieben: erstens wollte die Hüttenwartin unserem damals 14 jährigen Sohn unbedingt das "Riitiseili" schmackhaft machen und zweitens die fantastischen Herbstfarben der Sträucher und Bäume im Aufstieg zur Hütte. Währenddem sich unser Sohn Bergstiger inzwischen nicht mehr mit Hüttenbesuchen begnügt, wollen wir den Spätsommer nutzen und nochmals die herrlichen Farben geniessen. Und wir werden wirklich nicht enttäuscht, wir können uns kaum satt sehen an den intensiven Herbstfarben.

  Obwohl auf der Homepage der Hütte vor Beschädigungen der Autos durch Kühe gewarnt wird,  parkieren wir direkt bei der Abzweigung Ulmi. Wir haben Glück, die Kühe sind bereits im Tal oder einfach nicht interessiert an einem 10-jährigen Ford (was ich auch verstehen würde). Der  Aufstieg  zur Hütte via Regliberg dauert ca. 2.5 Stunden, er ist ziemlich steil aber sehr gut ausgebaut und absolut problemlos. Oberhalb des Fichtenwaldes fühlt man sich dann wie im nordamerikanischen Indian Summer. Die Lärchen stehen in strahlendem Gelb, zusammen mit den roten Blättern der Heidel- und Moossberen, dem stahlblauen Himmel und den verschneiten Bergen ergibt dies eine unbeschreiblich intensive Fabenpracht.
In der Hütte werden wir vom Hüttenwart Hans Berger sehr freundlich empfangen. Zuvorkommend erklärt er die Aussicht auf die herrliche Bergwelt. Bei so viel Gastfreundschaft lassen wir unser Picknick im Rucksack und stärken uns mit Suppe und Wurst aus der Hüttenküche. Ein Abstecher zur imposanten Salbit-Hängebrücke darf natürlich auch nicht fehlen (ca. eine Stunde ab Hütte). Den Übergang zur Voralphütte lassen wir diesmal noch bleiben, diese Tour bleibt aber sicher in unserem Programm für später.
Wir kehren wieder zur Hütte zurück und wählen für den Abstieg die Route via Altstafel- Harti Plänggli - Chüeplanggen - Schwändi zum Regliberg. Von der Hütte folgen wir zuerst dem rot-weiss markierten  Wanderweg in westlicher Richtung bis Altstafel, wo unser Weg nach links abzweigt (gut markiert auf einem Felsblock). Nun ist er nur noch ab und zu mit einem weissen Strich auf einem Felsen markiert. Die Route wird wohl nur selten begangen, es hat aber durchgehend Wegspuren. In stetigem Zick-Zack geht's eine steile Grasflanke abwärts zum Schwändi auf ca. 1'620 Meter. Verpasst man eine Kurve (wie wir es gemacht haben) landet man in mühsamen Heidel- und Moosbeerengebüsch. Immerhin noch besser als Legföhren, zumindest gibt es immer wieder etwas zu Naschen. Ab Schwändi folgen wir dem nun gut ausgebauten Weg durch den Schwändiwald leicht aufwärts bis zu Punkt 1700 und dann zum Regliberg. In knapp 40 Minuten steigen wir die letzten 500 Höhenmeter ab bis zu unserem Auto. Eine fantastisch schöne Wanderung geht zu Ende. Wir können allen wirklich nur empfehlen, diese Tour im Herbst auch einmal zu machen, es lohnt sich wirklich!


Tourengänger: mamiestho


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