Wanderferien Ötztal: Höhenweg Hochötz - Kühtai


Publiziert von Tobi , 15. Juli 2010 um 20:25. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Österreich » Zentrale Ostalpen » Stubaier Alpen
Tour Datum:28 Juni 2010
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Zeitbedarf: 4:00
Aufstieg: 100 m
Abstieg: 200 m
Unterkunftmöglichkeiten:Diverse Hotels im Ötztal
Kartennummer:Karte Nr. 10 "Oetztal" (mayr)

Nach meinem vormittäglichen Ausflug auf die Wörgegratspitze (Bericht) folgte noch eine gemütliche Nachmittagstour auf dem Knappenweg von Hochötz nach Kühtai. Dies ist einer der wenigen Höhenwege im Ötztal, welche den Namen wegen der geringen Höhendifferenz auch verdienen.

Kurz nach Mittag marschieren wir von der Bielefelder Hütte (2112m) auf dem Knappenweg zur Kühtaile Alm (1988m). Diese Bergwirtschaft lassen wir allerdings aus und kehren erst kurz darauf bei der Balbach Alm (1957m) ein. Hier geniessen wir eine kurze Pause mit einem feinen Dessert.

So gestärkt machen wir uns auf den Weiterweg. Bis hierhin verläuft die Route auf einer kinderwagenfreundlichen Kies-Fahrstrasse (T1). Ab jetzt wird der Weg enger, dafür umso schöner und romantischer. Er schlängelt sich durch herrliche Kieferwälder, die Szenerie erinnert uns ein wenig an die Aletschregion (wengleich dort vermehrt Lärchen stehen). Ganz horizontal verläuft der Weg nicht, aber das stete auf und ab stellt keine allzu hohe Anforderung an die Kondition. So langsam macht sich bei mir aber die Morgentour bemerkbar. Nicht die Ausdauer ist das Problem, sondern dass irgendwie der Schuh drückt. Mehrmals ziehe ich den Bergschuh aus, kann jedoch nichts Störendes finden.

Bei der Oberen Issalm weidet eine Herde Hochlandrinder. Dieser sind wir genau an der gleichen Stelle schon vor drei Jahren begegnet. Die Tiere sind zwar friedlich, aber allzu nahe würde ich mich ihnen nicht nähern. Sie scheinen sich oft nicht bewusst zu sein, welche Reichweite ihre langen Hörner haben.

Beim Weiterweg Richtung Kühtai warnt ein Schild, dass der Weg auf eigene Gefahr betreten wird. Offensichtlich eine rein rechtliche Massnahme, denn der Weg wird keinesfall anspruchsvoller oder gefährlicher. Er führt in der gleichen Weise wie bis anhin weiter durch eine wunderschöne Landschaft. Von der Mittergrathütte (1956m) ist es nicht mehr weit bis zum Speicherstausee Längental. Nach dem Überqueren dessen Staumauer warten wir geduldig an der nahe gelegenen Haltestelle. Der Bus bringt uns bequem zurück nach Oetz.

Beim Ausziehen der Bergschuhe im Hotel kommt die böse Überraschung. Meine Füsse sind an mehreren Stellen aufgescheuert. Die offenen Wunden geben zum Teil fleissig Wundwasser ab. Ein für mich nicht gewohnter Anblick, blieb ich doch bisher von solchen Problemen verschont. Aber vermutlich habe ich die Wandersocken am Vormittag zu fest durchgeschwitzt, dass nun während der Nachmittagswanderung die Schweissrückstände (Salzkristalle?) in aller Ruhe meine Füsse aufgescheuert haben. Dies bedeutet wohl, dass ich meine Füsse die nächsten Tage etwas schonen muss.


Tourengänger: Tobi, Lagopus


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