wieder eine "stille", begeisternde Tour in den Urner Bergen: Spitzplanggenstock 2822 m.ü.M.


Publiziert von Felix Pro , 14. September 2009 um 13:33. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Uri
Tour Datum:13 September 2009
Wandern Schwierigkeit: T4- - Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-UR 
Aufstieg: 1300 m
Abstieg: 1300 m
Strecke:Gorezmettlen - Rieter - Sewenalp - Sewenstöss - Spitzplanggenstock - Sewenhütte - Rieter - Gorezmettlen
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PW via Wassen nach Gorezmettlen
Kartennummer:1211

Vor den bis auf 2000 Metern angekündigten Schneefällen wollten Ursula und ich nochmals in der Nähe "in die Höhe". Da erinnerte ich mich an die Empfehlung von Marcof: etwas abgelegen, doch von seinem Beschrieb her sehr reizvoll - also los auf den Spitzplanggenstock! Und wenn auch zu Beginn lange eine dicke Hochnebeldecke die Farben des Herbstes nicht zur Geltung bringen konnte: eine echt lohnenswerte Tour abseits üblicher Trampelpfade! Gerade zwei weitere Bergänger|innen trafen wir auf dem Gipfelanstieg resp. unserer langen Gipfelrast an ... Vom Parkplatz bei Gorezmettlen, wo - wie uns die andern zwei Gipfelbesucher sagten - die Winterroute zur Sewenhütte und weiter führt, beschert und der etwas mehr als dreistündige Aufstieg zum Gipfel verschiedenartigste Landschaften und unterschiedliches Geh-Gelände. Kam dazu, dass wir erst lange unter dem dicken Hochnebel wanderten - und dann ob der Ruine der alten Hütte ins "Blau" emporstiessen - welch ein schönes Gefühl!
Ein angenehmes "Einlaufen" bot der Aufstieg zu Rieter durch den Färnigenwald; ab Rieter (bei einem schmucken Häuschen) gings dann prächtig durch Heide-Moor-Gelände (etwas Sonne beim Abstieg zeigte dann die Herbstfarben in der angemessenen Güte). Noch bei der Sewenalp mit der interessanten Schwemmebene, dem kleinen See und dem winzigen Bötchen "Atlantis" befanden wir uns unter der Nebeldecke. Und sie hielt weiter an; auch auf dem etwas steileren Aufstieg auf der Ostseite des Sees bei Punkt 2089 durchs Felsband zur Ruine der alten Hütte (auf der Karte eingezeichnet, auf etwa 2290 Metern). Diese ist mehr schlecht als recht "zurückgebaut" ... Ab hier folgt nun der bestens blau-weiss markierte Weg nördlich über Sewenstöss bis direkt an den schwindenden Gletscher Sewenzwächten heran. Kurz davor halten wir eine erste kurze Rast an der Sonne: herrlich, nach knapp zwei Stunden Wandern durch den Nebel Sonne und Blau zu erleben! Ein kurz hinter uns aufgestiegener Wanderer (ohne Rucksack) macht dann beim Gletscher Halt - und Umkehr.
Ein herrliches "Schlusslaufen" prägt den weiteren Verlauf. Noch sieht er sehr weit weg und hoch aus, der Spitzplanggenstock, doch der Weg oder die Spuren über das einst vom Gletscher abgeschliffene Felsplateau, Schutt und grobblockiges Gelände ist pure Freude: wo man den Weg verlassen will, bieten sich leichte Kraxelstellen an - die nehmen wir zeitweise auch wahr, bis zum leichten II. Grad. Der nach wie vor steil aufragende Gipfel wird sehr angenehm und leicht über dessen Südflanke erstiegen; wirklich nichts Ausgesetztes; schönstes Gelände für trittsichere, berggewohnte Wanderer! Kurz vor dem finalen steilen Aufstieg darf man sogar ein Restchen des Gletscherchens traversieren (im Vergleich zur LK anfangs 90er-Jahre ist Sewenzwächten bereits sehr deutlich geschmolzen).
Wir halten - wie üblich, wenn möglich - ausgiebig Gipfelrast und nehmen anschliessend den Abstieg in Angriff . Entgegen den Befürchtungen tut sich die Nebeldecke immer wieder auf, so dass wir auch bei der Sewenhütte wieder kurz herrliche Stimmungsbilder erleben dürfen. Der kurze Abstecher ob des Sees (diesmal etwas sonnenbeschienen) vorbei zur Hütte lohnt sich: die 1974 erbaute, vor wenigen Jahren teilrenovierte, Hütte liegt aussichtsreich und besticht durch die spezielle Architektur - und dem hölzernen Portier.
Den farbigen, stimmungsvollen Abschluss bildet der Weg durch die Heidegebiete ob Rieter - Herbstfarben leuchten; und widerspiegeln unsere Stimmung ob der tollen Tour am Sustenpass!

Tourengänger: Ursula, Felix

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