La Greina: Piz Gaglianera und Piz Terri


Publiziert von tschiin76 , 24. September 2009 um 23:28.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Surselva
Tour Datum: 8 September 2009
Wandern Schwierigkeit: T5- - anspruchsvolles Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR   CH-TI   Gruppo Piz Medel   Gruppo Piz Terri   Gruppo Pizzo Corói 
Zeitbedarf: 2 Tage

3 Tagestour in die Greina, durch die Greina und aus der Greina hinaus....wir kommen wieder, bestimmt!

1. Tag: Curaglia - Medelserhütte

2. Tag: Medelserhütte - Fuorcla Sura da Lavaz - Piz Gaglianera - Greina - Terrihütte

3. Tag: Terrihütte - Piz Terri - Vrin

Verhältnisse: trocken, herbstlich, von übermarkiert bis weglos alles vorhanden

Tag 1:
Normaler Hüttenweg, angegeben sind 3.5h, mit etwas Speed schafft mans auch in 2.5h, dann bleibt auch noch Zeit zum Schauen und Geniessen.

Tag 2:
Glatscher da Lavaz: noch vorhanden, teilweise schneebedeckt, kaum mehr Spalten, ohne Seil machbar bei guter Routenwahl.
Eine mehr als gut blau-weiss markierte Route führt über die Fuorcla Sura da Lavaz.
Von dort sind Piz Valdraus, Piz Gaglianera und der Piz Vial weglos gut zu besteigen. Wir haben uns für den Gaglianera entschieden. Erst folgt man der Route zum Piz Valdraus, bis man dann im Kessel (dort, wo mal der Vadrecc de Valdraus gewesen ist) nicht Richtung Norden in die Südflanke des Valdraus schwenkt, sondern den Kessel durchquert und auf ziemlich losem Schutt zum Steinmännli hochsteigt, welches auf ca. 3000m den Weg weist. Von dort gehts in einfacher Kraxelei an wenigen Stellen etwas ausgesetzt zum Gipfel.
In die Greina steigt man in ziemlich direkter Linie weglos über endlose Geröllfelder ab. Der "Weg" ist mal mehr, mal weniger mit Steinmännli markiert.
Danach durch die sich immer wieder in anderem Licht und Farben präsentierende Greina auf dem Hauptwanderweg zur Terrihütte. Diese war erstaunlicherweise  (auch für den Hüttenwart) ziemlich gut belegt.

Tag 3:
Wir sind die ersten und vermutlich auch die einzigen, die an diesem Tag auf den Piz Terri wollen. Das Gros der Hüttenbesucher zieht den gemütlichen "Gwaggel" durch die Hochebene vor. Für uns ist es der 4. Versuch, doch mal noch auf diesem eindrücklichen Berg zu stehen (die anderen Male hat uns immer das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht).
Erst folgt man dem Hauptweg in der Greina, dann zweigt man gegen Süden ins Val Canal ab. Der Weg ist zwar nicht markiert, aber einige Wegspuren sind gut sichtbar und weiter hinten im Tal kann man zahlreichen Steinmännli folgen.
Den Terrisee erreicht, folgt man dem westlichen Ufer, hinten im Tal am besten gleich auf Höhe des Wasserspiegels.
Glatscher dil Terri:
im Gegensatz zu vor 12 Jahren nur noch ein Häufchen Elend...nur gerade noch an der Nordflanke und einwenig auslaufend Eis vorhanden, 2-3 grössere Spalten. Der See ist riesig geworden. 

Hinter dem See gehts etwas mühsam durch Schutt, Schutt und nochmals Schutt hinauf zum Grat auf ca. 2800m zur Fuorcla dil Terri. Dann wirds steil und rutschig aber nichts ausgesetzt.
Piz Terri:
die Schlüsselstelle ist kurz und problemlos, der Grat eine einziger Schieferschutthalde, problemlos, man muss aber etwas bei der Sache sein. Ein Ausrutscher ist wohl kaum aufzuhalten und würde ein paar hundert Meter weiter unten enden.
Oben wird man mit einer grandiosen Aussicht belohnt.

In die Zivilisation zurück sind wir meist weglos über die Furocla Blengias. Man bleibt erst auf einer Höhe von ca. 2600m und folgt den teilweise gut sichtbaren Wegspuren -. die man aber immer wieder schnell verliert, um kurz darauf andere zu finden - Richtung Laghet. Etwas unterhalb dieses eigenartigen Sees sind wir auf alte rot-weisse Markierungen gestossen, welche aber nicht mehr "in Betrieb" sind. Ein gut sichtbarer Pfad führt zum Übergang auf ca. 2550m. Auf der anderen Seite ist ein überraschend guter Weg, wohl ein alter Wanderweg, der nicht mehr unterhalten wird, denn schon nach ein paar Metern verschwindet er wieder.
Dann gehts auf und ab über die ausgedehnte Alp Zamuor, den wenigen Kuhfladen nach nur noch wenig genutzt. Obwohl weglos braucht man für diesen Abschnitt bis zum Hauptweg Vrin-Pass Diesrut etwa 50min, es sieht viel weiter aus, als es tatsächlich ist. Man sollte bei der ganzen Querung nicht unter eine Höhe von 2150m kommen, da man sonst bei einem eindrücklichen Einschnitt des jungen Aua da Diesrut strandet.

Tourengänger: tschiin76, aivla

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Kommentare (1)


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chm hat gesagt: Bravo:
Gesendet am 3. Oktober 2009 um 14:18
Spannender Tourenbericht, faszinierende Fotos!


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