Ofenhorn (3235m)


Publiziert von Pasci Pro , 22. August 2009 um 13:46.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Oberwallis
Tour Datum:18 August 2009
Hochtouren Schwierigkeit: WS-
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS   I 
Zeitbedarf: 2 Tage
Aufstieg: 1020 m
Abstieg: 1430 m
Unterkunftmöglichkeiten:Mittlebärghütte

Zustieg Mittlebärghütte, 18.8.09
Heute war ja Relaxtag angesagt. Nach der gemütlichen Wanderung aufs Riederhorn vom Morgen, hiess es am Nachmittag Aufstieg zur Mittlebärghütte. Im Führer Alpin Plaisir konnten wir entnehmen, dass es ein Alpentaxi gibt, welches den Wanderer bis zum Pt.1958 bringt. In Tat und Wahrheit ist es aber Pt.1952, was die Freude aber überhaupt nicht schmälert. ;-) Die Fahrt von Fäld zum Pt.1952 kostet Fr. 80.--, egal wieviele Personen. Von hier steigt man in etwas über einer Stunde zur Hütte auf. (T2, 1 1/4h)

Die Mittlenberghütte
Die Hütte liegt am Fusse des Mittlebärges und fasst 22 Personen. Völlig überrascht erfahren wir, dass wir die einzigen Gäste sind. Am nächsten Tag erfahren wir sogar von einem Wanderer, dass die Binntalhütte bis auf den letzten Platz ausgebucht war. Wir geniessen den persönlichen Service von Pia, die uns ein wahres Festmal serviert: leckere Gemüsesuppe, knackiger Kopfsalat, fantastisches Stoganoff und legendärer Mittlebärghütte-Kuchen, den ich aber sofort als Haslichueche entlarve. (Pia hat mal auf der Tierberglihütte gearbeitet..!) Die Nacht geht als die erholsamste Hüttennacht in die Geschichte ein. Kein Schnarchen, kein Ranggen sondern einfach Ruhe und ein traumhafter Sternenhimmel!

Die Mittlenberghütte ist wirklich zu empfehlen - auch wenn man sie nicht immer für sich alleine hat! ;-)


Ofenhorn, 3235m
Die Hochtour auf das Ofenhorn ist eine sehr einsame aber äusserst lohnenswerte Tour. Wir begegnen an diesem Tag genau einer Person und zwar kurz nach dem Hohsandjoch. Wir sind froh um seine Spuren weil wir die Orientierung etwas leichter erwartet haben, besonders im oberen Bereich.

Von der Mittlebärghütte führen Pfadspuren zum Tälligletscher. Obwohl Markierungen nur spärlich vorhanden sind, ist  bis zum Seelein bei Pt. 2578 die Wegfindung kein grosses Problem. Gemäss Karte würde der Weg nun durch mühsames Geröll und instabile Felsbrücke nördlich des Sees weiterführen. Irgenwann entscheiden wir uns aber, zum mittlerweilen trockenen See abzusteigen und dem Bächlein  auf südwestlicher Seite zu folgen. Nach gut 2 Stunden ist der Gletscher erreicht. (T3, 2h)

Der Tälligletscher ist schnell überquert und nach nicht einmal 3/4 Stunden erreicht man das Hohsandjoch. Der Gletscher ist praktisch spaltenfrei.(L, 3/4h)

Vom Hohsandjoch querten wir erst ganz leicht ansteigend zum Felsriegel, haben diesen aber nicht unlaufen sondern sind parallel dazu aufgestiegen. Diese Passage ist mit rund 40° relativ steil. Zudem gilt es, zwei Steinbarrieren zu überklettern (I). Oben wird der Gletscher dann zwar wieder flacher aber es gilt, einen Felskopf östlich zu umlaufen. Auf Swisstopo 25 ist nur ein Felsriegel zu erkennen und auch den Felskopf sucht man vergebens. Nach rund 1 Stunde ist der Gipfel erreicht. (WS-, 1h)

Abgestiegen sind wir auf der selben Route und nach 2 3/4 sind wir zurück in der Mittlebärghütte.

Hinweis: Gemäss Pia und dem einsamen Wanderer ist die Route über die Eggerscharte im Moment nicht zu empfehlen weil Steinschlag gefährdet.

Abstieg nach Fäld
Das mühsamste stand uns jetzt aber noch bevor: Der Abstieg von der Hütte nach Fäld. Gemäss Angaben dauert dieser Abstieg rund 3 Stunden und ist mehrheitlich an der Sonne und auf staubigen Felswegen zu bestreiten. Kaum auf der Strasse angekommen (1h), werden unsere Gebete erhört und ein Fahrzeug nimmt uns mit bis Fäld. Wir laden das ältere Pärchen sehr gerne auf ein Bier ein... ;-))

Dank dem Alpentaxi kann das Ofenhorn auch als Tagestour unternommen werden.

Tour mit Gismu


Tourengänger: Pasci, Gismu

Galerie


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T3
18 Aug 09
Riederhorn (2230m) · Pasci

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