Silberplatten 2158 m - Wildbeobachtung im Säntisgebiet


Publiziert von Ivo66 Pro , 28. Juni 2009 um 20:17.

Region: Welt » Schweiz » St.Gallen
Tour Datum:28 Juni 2009
Wandern Schwierigkeit: T3+ - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-SG   Alpstein 
Zeitbedarf: 6:00
Aufstieg: 1250 m
Abstieg: 1250 m
Strecke:Laui - Troosen - Schrenit - Lauchwies - Stoss-Sattel - Silberplatten - Tierwies - Laui
Kartennummer:1:25'000 - Nesslau und Säntis (1114, 1115)

Wolkenverhangener Tag im Alpstein - genau das Richtige für Wildbeobachtungen. Als wir kurz nach dem Start in Laui eine 25köpfige Wandergruppe überholten, hielten wir es noch nicht für möglich, heute im Alpstein mehr Tiere als Menschen anzutreffen.

Den Parkplatz in Laui erreicht man von Unterwasser über ein schmales geteertes Strässchen (ausgeschildert: Alpli). Von dort ist der Bergweg in Richtung Silberplatten (via Schrenit, Lauchwies) ausgeschildert, gut markiert und nirgends zu verfehlen. Allerdings treffen die angegebenen Gehzeiten nicht zu. Anstelle der angegebenen 2 h 50 brauchten wir zum Gipfel ca. 3 1/2 Stunden und dies, obwohl wir relativ zügig unterwegs waren und die vorgegebenen Zeiten in der Regel um ca. 25 % unterbieten... Psychologisch war dies also recht gemein...
 
Der Aufstieg bis zum Stoss-Sattel ist sumpfig und dreckig und macht alles andere als Freude. Ich würde diesen Weg nicht mehr benützen, es sei denn, es bleibt einmal während ca. 14 Tagen im Alpsteingebiet trocken. Nach kräftigem Schuhputzen mit spitzen Steinen auf dem Stoss-Sattel begann dann der interessante Teil der heutigen Tour: Die Querung unter den Silberplattenköpfen hindurch und der Aufstieg zur spektakulären Silberplatten. Man hielte es nicht für möglich, dass man dort hinaufkommen kann - ohne Seilsicherung etc. Aber der Aufstieg bietet keinerlei Schwierigkeiten. Laut Gipfelbuch wird dieser Berg selten bestiegen - dieses Jahr war unser Eintrag erst der Fünfte...

Beeindruckend war wieviel Wildtiere aus recht kurzer Distanz beobachtet werden konnten. Zunächst 2 einzelne Gämse, später ein Rudel von ca. 20 Gämsen, dann eine Gruppe von ca. 12 Steingeissen inkl. Jungtieren. Wiederum etwas später ein jüngerer Steinbock, und als krönender Abschluss ein Rudel von etwa 12 ausgewachsenen Steinböcken. 2 davon trugen vor unseren Augen über mehrere Minuten ihren Rivalenkampf mit ihren kräftigen Hörnern aus.

Schliesslich zieht sich der Abstieg von der Tierwis hinunter nach Laui nochmals recht in die Länge.

Zu den Schneeverhältnissen: Die Route war problemlos begehbar; es mussten zwei sehr steile aber kurze Schneefelder traversiert werden - es waren aber sehr gute Spuren vorhanden. Der übrige Altschnee in den Karrenfeldern um die Tierwis sind problemlos.

Tourengänger: Ivo66, Lena

Galerie


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