Innereriz (1040m) - Mittaghorn (2014m) - Sigriswiler Rothorn (2051m) - Sigriswil (796m)


Publiziert von Janine , 27. Mai 2009 um 14:46.

Region: Welt » Schweiz » Bern » Berner Voralpen
Tour Datum:24 Mai 2009
Wandern Schwierigkeit: T3+ - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE 
Zeitbedarf: 7:00
Aufstieg: 1100 m
Abstieg: 1580 m
Strecke:Innereriz-Mittaghorn-Sigriswiler Rothorn-Wilerallmi-Sigriswil
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Ab Thun den Bus Richtung Innereriz.(www.eriz.ch)
Unterkunftmöglichkeiten:Gasthaus Säge, Eriz, oder Gasthaus Schneehas, Eriz.
Kartennummer:1208 Beatenberg, 254 T Interlaken

Nachdem wir gestern die noch etwas müden Beine von der Via del Veterano beim Schwimmen gelockert haben, wollen wir heute wieder in die Berge - zum Wandern. 

Um 07.32 sitzen wir im Bus ab Thun der uns in Richtung Innereriz fährt. Wir haben heute eine längere Etappe vor. Um ca. 08.40 starten wir ab Innereriz, bei strahlendem Sommerwetter!
(Vorsorglich: Für 1.-- können alle die nochmals müssen, die Pipilette bei der Beiz benutzen...)

Die Route:
Von Innereriz Säge (1040m) der kleinen Strasse entlang (Wanderweg), Richtung Skilift. Dieser führt weiter durch lichten Wald und über Alpweiden zu den Alpen von Ober Schöriz. Es blüht überall, und dieses schöne Bild lässt einem bereits tief durchatmen. Ab Ober Schöriz weiter der Alperschliessungsstrasse entlang (beim Brunnen kann man bereits Wasser nachtanken), und bei P. 1463 nach links in den Wanderweg steuern. Dieses Stück befindet sich morgens noch im Schatten. Wir sind bereits gut eingelaufen für den kommenden steilen Bergweg ab der Alphütte Obers Hörnli (1489m). Dieser führt hinauf zur Terrasse von Hinder Schafläger. Rechterhand liegt die Alphütte bei P. 1797, und bereits gut sichtbar ist jetzt der Sattel P. 1856 im Sigriswilgrat, welchen wir um 12.00 Uhr erreichen. Es liegt noch Schnee, und das Gelände ist hier sehr nass.
Nach einer kurzen Essenspause im Sattel gehts weiter, alles über den Rücken des Sigriswilgrates. Nach ca. 300 Metern verlässt dieser Pfad den Grat und führt durch die Nordwestflanke des Grates in den Sattel P. 1921. Es liegen mehrere steile Schneefelder in dieser langen Querung, welche wir umgehen oder auch direkt begehen.  Vom Sattel P. 1921 verläuft der Pfad dann durch eine Geröllmulde unterhalb der Gipfelfelsen des imposanten Rothorns zu einem Band, das durch die Ostflanke des Rothorns führt. Ebenfalls hier liegt noch Schnee. Dieser Weg führt uns nach Norden gegen den Sattel zwischen dem Rothorn und dem westlichen Nebengipfel. Hier liegt ein langezogenes Schneefeld, das aber gut begangen werden kann, und sowieso schon festgestampft ist. Zum Schluss kommt eine steile aber einfache Felspassage. Wir erreichen um 14.00 Uhr sehr happy den Gipfel des Sigriswiler Rothorns. Hier treffen wir nach Stunden der Einsamkeit auf andere Wanderer, welche von Sigriswil her auf das Rothorn gekommen sind. Wir haben bis zu diesem Punkt keine anderen Leute auf unserer Tour gesichtet.
Nach einer weiteren Streck- und Essenspause machen wir uns auf den langen Abstieg. Wir wählen den Weg via Unterbergli (1676m), und dann alles den Bergwald hinunter zur Wilerallmi (1205m). Im weitern folgt man der geteerten Strasse bis nach Sigriswil (Wanderweg). Wir erreichen Sigriswil ca. um 17.00 Uhr. Hier gönnen wir uns das verdiente Bier und steigen dann in den Bus der wieder zum Ausgangpunkt Thun zurückfährt.

Die Wanderung war absolut hammermässig! Die massiven Felsformationen entlang dem Justistal/Niederhorn und zum Rothorn hinführend, muss man einfach gesehen haben! Wir befanden uns in aboluter Ruhe, und die Schönheit der Natur hat uns wiederum ins Staunen gebracht. (anderswo würde man für solche Szenerien bestimmt Eintritt verlangen!) Der lange Abstieg ab dem Sigriswiler Rothorn bis Sigriswil setzte uns beiden ziemlich zu - vorallem gegen Schluss schmerzten unsere Knie, dass wir teilweise im Rückwärtsgang die geteerte Strasse gingen. Komisch sieht das alleweil aus - aber es hilft :)
Reine Wanderzeit inkl. Schneequerung ca. 7 1/2 Std., inkl. Pausen ca. 8 1/2 Std.

Tourengänger: Janine

Galerie


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