Sitenhorn (1136 m) - Vieles neu, aber schlechter


Publiziert von PStraub , 12. August 2018 um 15:32.

Region: Welt » Schweiz » Glarus
Tour Datum:12 August 2018
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GL   Oberseegruppe   Schilt-Mürtschengruppe 
Aufstieg: 900 m
Abstieg: 550 m

Wenn etwas Bestehendes geändert wird, müsste das Neue besser sein. Warum sonst sollte man das Bisherige ändern?
Doch im Wandergebiet rings um Filzbach wurde einiges geändert, leider sind es meist "Verschlimm-besserungen".


Erst bin ich mit dem Bike über den Kerenzer gefahren. Das ist an einem Wochenende selten eine gute Idee. Doch recht früh am Morgen ist der Hang noch im Schatten und die meisten Töff-Fräser sind dann noch im Bett.

Gestartet bin ich dort, wo der Wanderweg die Strasse nach oben (= rechts) verlässt. Bei 728669 / 220071 teilt sich der Weg. Horizontal geht es als WalSa-Weg Richtung Sargans, nach rechts geht, wer Richtung Talalpsee - Mürtschenfurggel oder Habergschwänd will. Nur steht auf dem Wegweiser nichts dergleichen. Dort steht nur "Tränggeli", eine Ortsbezeichnung, die nicht einmal Uralt-Filzbachern geläufig ist. Und beim Schopf, der anscheinend "Tränggeli" heisst, ist auf dem Wegweiser nur der ebenso unbekannte "Stäglichchopf" aufgeführt. Immer wieder müssen Wanderer, die sich nicht auskennen, ins Dorf zurück, um zu fragen, wo es denn jetzt lang gehe!

Diese Sorge hatte ich nicht, ich wollte den neu erfassten Wegpunkt "Sitenhorn" aufsuchen. Das ist ein Ausläufer des Rückens zwischen Hüttenberg (Obstalden) und Tal (Filzbach), dessen höchsten Punkt, das Hirnibüel, ich schon mit Schneeschuhen besucht hatte.

Ich stieg teils auf den grosszügig ausgebauten Waldstrassen, teils auch quer durch den Wald, erst auf das Ziel meiner Träume, das Sitenhorn. "Horn" ist für einen kaum als Erhebung wahrnehmbaren Hügel etwas hoch gegriffen, der Name kommt vom Siten-Wald auf der Hüttenberg-Seite.
In diesem Wald hat ein privater Forstbetrieb Holz geschlagen. Entsprechend sieht es aus: Was man nicht als Nutzholz abführen kann, wird dort liegen gelassen, wo es zufällig hingefallen ist. Das macht das Begehen nicht immer einfach.
Dann bin ich auf das benachbarte Hirnibüel. Dort sieht es eigentlich ähnlich aus: Im Wald ein Puff, oben keine Aussicht.

Gleich nebenan wären weitere Nomenklatur-Fehlleistungen: Höch Farlen und "Höch-Farlen-Nordgipfel" (P. 1600). Bisher hiess der Grat so. Das machte Sinn, "Höch Farlen" bezeichnet nicht einen Berg, sondern einen Zustand. Nämlich, dass die ehemalige Weide von hohem Farn überwuchert wurde. Jetzt wurde ein Gipfelname daraus ..

Abgestiegen bin ich erst nach Süden zum Weg Talhütten - Hüttenberg und dort direkt via Cham(m)erboden (auch das neu fehlende "m" ist eine Verballhornung) zum Weg nach Filzbach.
Dieser Weg ist sehr lohnend: Obwohl kaum 1000 müM hoch, stehen da beidseitig eindrückliche Felswände.

Anschliessend ging es mit dem Bike zurück. Mittlerweile waren die Motorisierten erwacht, das war nicht mehr so angenehm.

T3 bezieht sich nur auf ein paar Passagen im Wald, alles andere ist allenfalls T2.

Tourengänger: PStraub


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