Lai da Tuma & Pazolastock


Publiziert von maenzgi Pro , 13. August 2018 um 20:37.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Surselva
Tour Datum:29 Juli 2018
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR   CH-UR 
Zeitbedarf: 4:00
Aufstieg: 820 m
Abstieg: 820 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PW bis zum Parkplatz kurz vor dem Oberalp in der Kurve cff logo Oberalppass
Zufahrt zum Ankunftspunkt:PW bis zum Parkplatz kurz vor dem Oberalp in der Kurve cff logo Oberalppass

Da wir eine Wohnung in Disentis Gratis zur Verfügung hatten von einer Kollegin, ging es für zwei Nächte nach Disentis. Im Vorfeld hatten wir bereits im Führer gesucht, was es dort in der Nähe für schöne Touren hat, welche ich mit meiner Frau begehen könnte. Wir fanden diese in Form des Lai da Tuma (Rheinquelle) und Pazolastocks. 

Die Wanderung ist relativ einfach und kurz vom Oberalppass zu bewältigen. Weshalb die Quelle die Massen in Scharen anlockt. Trotzdem starteten wir erst mitten im Trubbel.

Wir starteten beim Parkplatz in der Kurve etwas unterhalb des Oberalppass. Ich nachhinein bin ich mehr als froh haben wir dort parkiert. Denn auf dem Oberalppass hatte es gefühlte 1000 Menschen und 500 Gefährte.

Das Highlight der Tour war der Grat, welcher bei der Badushütte oben durch führt und nicht dem Wanderweg folgt. Dieser dürfte im T4+/T5 Bereich sein. Je länger er dauert, desto schwerer wird er. Dort oben waren wir ganz alleine und es gab nicht wenige, welche skeptisch zu uns aufschauten. Der Fels ist meist fest, wenn man sich vernünftig anstellt, dürfte das herabfallen von Steinen auf den Wanderweg keine Gefahr darstellen. Wir lösten auf jedenfall keinen Stein.

Parkplatz-Lai da Tuma: T3 1h

Der Weg beginnt gleich beim Parkplatz und quert zuerst die Flanke. Der Weg ist ständig sauber ausgeschildert. Zuerst zum Einlaufen führt der Weg hauptsächlich gerade aus. Danach kamen wir in ein kleines Täli. Von dort führt der Weg dann im Zickzack hoch und wir merkten, dass viele sonst nicht oft wandern gehen. So kam durch überholen doch noch etwas Spannung auf. Je länger der Aufstieg geht, desto felsiger wird es. Je nach Erfahrung kann man zwischendurch die Hände benutzen. Der Aufstieg ist jedoch kaum ausgesetzt. Es gibt aber öfters Kinder die herum kraxeln. Deshalb ist etwas vorsicht vor herunterfallenden Steinen geboten.

Lai da Tuma-Badushütte: T2 30min

Vom See aus gibts zwei Varianten zur Hütte hoch. Entweder gleich am Anfang des Sees dem Wegweiser rechts hoch folgen oder zuerst nach hinten ans Seeende zu gehen. Ein guter Weg ist vorhanden. Viele machten dort hinten Pause. Wir machten nur Fotos und gingen gleich weiter. Der Weg ist gut sichtbar und beeinhaltet kaum Schwierigkeiten. Ein bisschen vorsicht beim Überqueren des Baches, damit man keine nassen Füsse bekommt. Wir liefen rechts an der Hütte vorbei zu dem Fahnen. Die Hütte sah ebenfalls sehr voll aus. Deshalb machten wir bei der Fahne eine Pause und genossen das Panorama.

Grat oberhalb der Hütte-Tumsli: T5 40min

Danach sah ich den Grat. Der Aufstieg zum Grat sah aus, als wären dort schon andere durch gegangen. Ein leichter Pfad war erkennbar. Es kann aber auch ein Wildpfad sein. So fragte ich meine Frau ob wir oben durch gehen. Für sie war es okay. Anfangs breit und einfach wird der Grat zum Fil Tuma hin immer schmaler und schwieriger. So steigert er sich von einer T3 hoch bis ca. zur T5. Ich versuchte alles so direkt zu überklettern wie es ging. Meine Frau wich zwei-drei Mal kurz in die Seiten aus. Sie machte ihre Aufgabe aber sehr Souverän. Gegen Ende war es ihr dann aber doch nicht mehr so wohl und sie war froh als der Grat auslief und wir in den normalen Wanderweg kamen. Danach unschwierig hoch zum Tumsli. Dort trafen wir zu unserer grossen Verwunderung auf einen Kollegen und seine Freundin;) War nett dich zu treffen! Der Wanderweg führt unten durch und ist maximal eine T3.

Tumsli-Pazolastock: T3 40 min

Vom Tumsli ging es dann auf dem einfachen, breiten Grad rüber zum Pazolastock. Zwei-drei Stellen sind nochmals kurz die Hände hervor zu nehmen. Entweder wird dieser Grat nicht oft benutzt oder es machten einfach gerade alle Pausen auf dem Pazolastock oder Tumsli. Dem auf dem Grat kreuzten wir nur 3 Personen obwohl vielmehr auf den beiden Gipfeln waren. Auf dem Pazolastock gab es dann eine grössere Pause. Dort studierte ich dann den Piz Tiarms. Dass dies der Gipfel sein würde, welche ich eine Wuche später besteigen würde war mir bis dahin noch nicht klar. Ich wundere mich auch über Gipfel wie den Leistchamm oder Pazolastock um nur zwei Beispiele zu nennen. Warum haben solche Gipfel ein Gipfelbuch. Nach einem Wochenende muss man dieses wieder wechseln, weil es voll ist;)

Pazolastock-Parkplatz: T3 1h 10min

Der Abstieg erfolgt dann anfangs über einen Zickzackweg. Dieser war dann doch etwas ausgesetzter als ich es erwartet hatte. Stolpern sollte man hier nicht überall, auch wenn wohl keine grössere Absturzgefahr besteht. Danach wird es flacher und geht gemütlich runter zum Oberalppass. Dort traf uns fast der Schlag und wir rannten halb vorbei richtung Parkplatz;) Unglaublich dieses Volk.

Fazit:

Es ist eine Wanderung mit herrlicher Rundsicht. Zudem muss man als Schweizer einfach einmal an der Rheinquelle gewesen sein. Nicht das es ein Spektakel wäre, aber es gehört dazu, dass man weiss wo der längste Fluss der Schweiz seinen Ursprung hat. Von einer Tour am Wochenende würde ich als einsamkeitssuchender Berggänger aber abraten. Selbst unter der Woche dürfte man hier definitiv nicht alleine sein.

Tourengänger: maenzgi


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