Wildstrubel - heisse Schneeschuhtour


Publiziert von Frangge Pro , 1. Mai 2018 um 18:52.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Mittelwallis
Tour Datum:21 April 2018
Schneeshuhtouren Schwierigkeit: WT5 - Alpine Schneeschuhtour
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE   CH-VS 
Zeitbedarf: 2 Tage
Aufstieg: 1500 m
Abstieg: 1500 m

Vergangenes Jahr fand eine Osterschneeschuhtour auf das Wildhorn statt, dieses Jahr um genau ein Woche später wollen wir mit fast der gleichen Gruppe den nächsen Schritt wagen, das als eine Tradition zu etablieren. Das Ziel ist gar nicht so weit weg vom letztjährigen.

Tag 1: Gemmipass - Lämmerenhorn - Lämmerenhütte WT4, ca 4h

Sommerlich warm ist es, als wir in kurz vor halb elf in die Gemmibahn steigen. Selbst an der Bergstation herrscht definitiv T-Shirt Wetter. Den planierten Weg entlang in den Lämmerenboden hinein lässt es sich angenehm gehen, die Steilstufe ist gut präperiert und auch problemlos zu gehen.

Statt direkt zur Hütte zu gehen, deponieren wir unsere Seile oberhalb der Steilstufe und folgen der Schneeschuhroute 105 (Gemäss map.geo.admin), die auf das Steghorn führt bis in etwa zum kleinen See vor dem Lämmerenhorn und haben es von dort nicht weit auf den Gipfel. Die Aussicht vergrössert definitiv die Vorfreude auf den darauffolgenden Tag.

Im Abstieg deutlich schneller auf gleicher Spur zurück zu den deponierten Seilen und von dort gelangen wir in wenigen Minuten zur Hütte. Die Hütte selbst ist sehr modern und komfortabel, es ist einiges los. Kein Wunder bei super Bedingungen und top Wetter. Ausserdem ist es auch für die Hütte das letzte Wochenende im Winter, in dem die Gemmibahn zur Verfügung steht.

Tag 2; Lämmerhütte - Wildstrubel Mittelgipfel - Wildstrubel - Gemmibahn WT5, ca 6h

Wir starten um ca 5:45, es fängt schon leicht an zu dämmern. Das erste Stück des Aufstiegs kennen wir schon vom Vortag. Kurz nach dem Punkt, an dem sich die Schneeschuhrouten 104 und 105 trennen, seilen wir an und machen eine kurze Pause. In zwei Dreierseilschaften betreten wir den Gletscher.

Bald darauf begüsst uns die Sonne vom Gipfel des Balmhorns und sorgt dafür, dass wir in der folgenden Steilstufe sicher nicht frieren. Als wir diese überwunden haben, halten wir direkt auf den Mittelgipfel zu, und wundern uns, das wir fast alleine sind. Gegen 20 nach acht Uhr erreichen wir den Gipfel und können eine unglaublich schöne Aussicht alleine am Gipfel geniessen.

Fast alle anderen Tourengänger haben sich entschieden, zuerst den 'eigenltichen' Wildstrubel, den Lenkerstrubel anzusteuern und dann auf den Mittelgipfel zu gehen. Den Grund dafür kenne ich nicht...

Wir traversieren anschliessend auch zur grossen Party auf dem Lenkerstrubel. Hier sieht man ein wenig besser ins Wallis und auf die Plaine Morte hinunter, dafür nicht ganz so perfekt ins Berner Oberland. Die Viertausender habe ich nicht gezählt, Finger und Zehen als Hilfe reichen aber sicher nicht aus...

Für den Abstieg sind wir den zahlreichen Spuren gefolgt, der Schnee wird bereits sehr zeitig weicher, das liegt einerseits sicher daran, dass die Route nach Osten gerichtet ist, andererseits wurden für den Tag Höchsttemperaturen von 28° pognostiziert. Schwitzen beim bergabgehen leicht gemacht!

An der gleichen Stelle, an der wir im Aufstieg angeseilt haben, seilen wir wieder aus und nehmen wir es ab dort etwas gemütlicher. Der Rückweg zur Gemmibahn zieht sich dennoch (eigentlich selbst schuld, besser Ski fahren lernen wäre ja auch ein Option). Um etwa zwölf Uhr kommen wir am Restaurant an.

Für diese Tour kann man sich gut an die bei map.geo eingezeichnete Route 104 halten, das Zwischenstück von einem zum anderen Gipfel ist einfach und falls man sich nicht gerade im Nebel befindet eindeutig auszumachen.

Das Panorama muss man hier als extraklasse einordnen, zumal wir auch noch ein Wochenende ohne eine einzige Wolke am Himmel erwischt haben. Einwandfreie deluxe - Tour und würdiger Abschluss der Wintersaison. Es kann Sommer werden!

Tourengänger: Frangge


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