Von Weißbad über Klosterspitz, Kronberg, Petersalp, Spitzli nach Urnäsch + Leuenfall und mehr


Publiziert von boerscht Pro , 2. Mai 2018 um 22:46.

Region: Welt » Schweiz » Appenzell
Tour Datum:22 April 2018
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-AI   Alpstein   CH-AR 
Zeitbedarf: 8:00
Aufstieg: 1500 m
Abstieg: 1500 m
Strecke:21 km
Kartennummer:http://map.geo.admin.ch/

Auf den Kronberg wollte ich schon lange mal hoch, allerdings gab es dann doch immer spannendere Touren als so einen "Seilbahn-Hügel". Also wenn dann eine lange Tour über die ganze Kette vor dem Alpstein. Diese lässt sich in Kombination mit der Appenzellerbahn perfekt von Weißbad bis Urnäsch machen.


Teil 1: Von Weißbad über Klosterispitz, Kronberg, Hoch Petersalp und Spitzli nach Urnäsch T2; 6h:

Weissbad - Chlispitz - Klosterspitz - Wasserschaffen - Kronberg:

Kurz vor 6 Uhr morgends starte ich in Weißbad und lasse hier das Auto stehen. Zum Sonnenaufgang wollte ich eigentlich auf dem Klosterispitz sein, das wird allerdings wohl nicht ganz reichen. Von Weißbad aus einfach hinauf zu den Alpen Rechböhl, dann in den Wald hinein und noch kurz nach links auf den Chlispitz. An den Alpen Melchuelisspitz treffe ich auf einen Älpler, der hier druaßen auch gerade den schönen Sonnenaufgang bewundert und unterhalte mch noch etwa 20 Minuten mit ihm übder den Alpstein.
Einfach gehts dann weiter auf den Klosterspitz, wobei der Weg hier von Sturmschäden am Wald gekennzeichnet ist. Einige Bäume müssen überstiegen werden. Vorbei an der Neuenalp und den dahinterliegenden Hügeln gehts zu den Alpen Wasserschaffen. Hier nehme ich noch den kleinen Gipfel mit Kreuz am Wegrand mit, wecher einfach über die etwas steilere Wiese zu erreichen ist.
Unterwegs schweifen die Blicke immer zum Alpstein ab, oder auch ins Flachland, da hat man hier die Wahl. Über Blatten und vorbei am Gasthaus Scheidegg, wo gerade die Schweizer Fahne gehisst wird, gehts auf den Rücken des Kronbergs mit der St. Jakobs Kapelle.
Die Sonne wird nun schon ziemlich warm und im T-Shirt ists angenehm. Recht langweilig und sogut wie ohne Schneekontakt dann zum Kronberg Gipfel, auf dem dank der Seilbahn einiges los ist. Kein wunder bei dem Wetter heute.

Kronberg - Hoch Petersalp - Spitzli - Urnäsch:

Noch schnell die Wasservorräte im Gasthaus auf dem Kronberg aufgefüllt, da es mittlerweile übel warm geworden ist, gehts dann zum hoffentlich etwas spannenderen Teil der Tour über.
Kaum ist man ein paar Meter von der Seilbahnstation entfernt, ist auch wieder kein Mensch mehr unterwegs.
Vom Kronberg gehts erstmal etwas runter, dann über den P.1558 zum Nusshaldensattel, wobei hier noch etwas Schnee liegt. Weiter an der Alp Großbetten vorbei hinauf zur Hoch Petersalp. Hier gönne ich mir auf dem Nordgipfel eine ausgiebige Pause mit Mittagsschlaf im gemütlichen Gras.
Nochmals etwas ab und auf und dann ist der letzte Gipfel, das Spitzli erreicht. Im Absteig hats hier ein etwas heikles Schneefeld in der Querung zur Unter Petersalp. Ich umgehe das Schneefeld lieber oberhalb in recht steilem Gelände, ausrutschen sollte man da jedoch auch nicht.
Der Weg nach Urnäsch ab der Untern Petersalp, vorbei an Blattendürren und dem Osteregg zieht sich dann in der Mittagshitze ganz schön in die Länge. Am Bahnhof gibts dafür noch ein Eis und dann gehts mit der Bahn und Bus, da derzeit ab Jakobsbad Baustelle ist, zurück nach Weissbad.


Teil 2: Leuenfall ab Lehmen T2; 20 min:

Gerade wieder am Bahnhof in Weissbad angekommen, schreibt mir ein Kumpel aus St. Gallen ob ich gerade im Alpstein unterwegs bin und Lust hab heute abend noch eine kleine Fototour zu machen. Klar, war ja noch nicht genug heute Vormittag. Also noch eine Stunde am Auto gewartet und noch was gegessen und dann gings für uns weiter nach Lehmen.
Von hier ist der Leuenfall schnell und einfach erreicht. Einfach dem Weg unterhalb des Gasthauses folgen und bei der Brücke über den Bach sieht man auch schon den Wasserfall, wecher auf einfachem Pfad erreicht wird.
Der Leuenfall hat dank viel Schmelzwasser, sehr viel Wasser und donnert ordentlich.
Dummerweise haben wir die Regenhosen im Auto gelassen, so wurde untenrum alles klatschnass. Das Licht spielte sogar auch noch mit und scheint auf die Felswand neben dem Wasserfall. Nach ein paar Fotos schnell wieder auf selbem Weg zurück nach Lehmen

Teil 3: Rundweg ab Eggli zum Flammenegg T2; 1,5 h:

Zum Sonnenuntergang wollten wir dann noch irgendwo unterhalb des Fähnerenspitz ein paar Bilder vom leuchtenden Alpstein machen. Da ich schon ein paar Kilometer in den Knochen habe, fahren wir easy bis zum Berggasthaus Eggli nach oben. Die Sonne ist bis dahin leider schon fast komplett weg.
Wir steigen über die Wiesen etwas ab und uns fällt weiter unten eine fotogene Hütte mit Baum auf zu der wir es noch in der Blauen Stunde schaffen. Direkt dahinter liegt der P.1054 Flammenegg. Eine super Aussicht zum Alsptein hat man hier, über ein paar Stacheldrahtzäune muss man allerdings klettern. Noch immer hats fast 20 Grad und in kurzer Hose ists noch angenehm. Nach einigen Fotos gehts im dunkeln über Bachers und Guggeier wieder zurück zum Eggli.
Hundemüde muss ich jetzt noch weider an den Bodensee fahren, zum Glück ist noch etwas Kaffee im Auto. Dass der Tag so lange wird hätte ich heute morgen noch nicht gedacht.


Ein langer, sommerlicher Tag im wunderschönen Appenzellerland. Die Tour über den Kronberg ist von der Wanderung her nicht wirklich spannend, die Aussicht ist allerdings immer super. Perfekte Tour für den Frühling.

Tourengänger: boerscht


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