US - Bundesstaat mit zwei "s" im Namen oder Option Breitengrad : 46.7 Längengrad : 6.75


Publiziert von Henrik Pro , 17. Februar 2018 um 14:39.

Region: Welt » Schweiz » Waadt
Tour Datum:13 Februar 2018
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VD 
Zeitbedarf: 2:00
Aufstieg: 130 m
Abstieg: 100 m
Strecke:Speisen im Café Etoile
Zufahrt zum Ausgangspunkt:ÖV
Zufahrt zum Ankunftspunkt:ÖV
Kartennummer:Alpensicht

... „der erste richtige Sonnentag“, so die kurze Formel aus dem Munde meines Gastgebers im Café Etoile in Combremont-le-Petit! Und geplant war der Ausflug gar nicht in diese Region. Zuvor stand nämlich Erstfeld wieder auf meinem Mittagstisch-Ausflug. Ein bisschen vielleicht allzu oft erscheint Erstfeld in meinen Berichten... und was, du fährst  2 ½ Stunden, um in der „Milchküche“ zu speisen – was machen die anders als die andern? Der Preis ist heiss und es ist ein Treffpunkt für speisende SBB-Mitarbeiter – für 13.50 ein opulentes Mahl, für so viel kannst du in Zürich gerade zwei Espressi bestellen, kein Witz! Willst du hier auf hikr. auch nochmals eine Debatte starten – nein, aber Preis/Leistung ist schon ein Thema, dazu stehe ich durchaus.
 
... ich trete vors Haus, über mir ein stahlblauer Himmel. Mit dem 15/16er-Tram begebe ich mich zum Bahnhofeingang Gundeldingen, der favorisierte Zugang zu den Zügen, wesentlich weniger Gewusel. Und dann auch noch ein Blick zur Baustelle am Südturm, wo hoffentlich auch die SRG in Zukunft arbeiten kann...  Statt um halb sieben die S-Bahn zu nehmen, um den Massen am frühen Morgen zu entgehen, habe ich jetzt die etwas nachgeschobene Zeit zum Ritual werden lassen: ich starte entweder um 8 oder 9 Uhr ab Basel, meist Gleis 14 oder 7/10. Statt auch wie über Jahre finden meine Zeitungen jetzt Platz über der eingepackten D 90, denn der mitgeführte Plastiksack ist doch zu umständlich. Nur noch selten vermisse ich die 1. Klasse, ich muss zugeben, seit die Menschheit „verstöpselt“ ist, ist es im Zug ruhiger und stiller geworden. Was noch fehlt, ist der Anstand in Bezug auf Schuhe auf den Sitzen und die klebrigen Finger auf den Sitzen „abzuwischen“!
 
...in Yverdon-les-Bains irritiert mich, dass auch Stahltoiletten von Vandalen heimgesucht werden können, die zwei, die an Gleis 1 unmittelbar neben der Post schon seit Jahren stehen. Verstohlen frage ich in der nahen Boulangerie nach der Toilette und bin gerne bereit  dort einen Franken liegen zu lassen! Ich habe für diese Zwecke in der Gesässtasche immer etwas Kleingeld in Reserve und  durchaus Verständnis für das System McClean. Der Regio-Express bringt mich von Y-l-B nach Payerne. Mit dem Fahrplanwechsel haben sich die Abgangs- und Verbindungszeiten ziemlich verschoben. In Payerne steige ich in den Postbus 562, der total von Schülern in Beschlag genommen ist... eine gleissende Fahrt nimmt ihren Anfang. Die Strecke zum Mittagstisch in Combremont-le-Petit wird zum Landschaftserlebnis hoher Güte: die Sicht auf die Freiburger- und die Ausläufer der Walliser-Alpen gereicht zum Staunen. Interessant ist dabei auch die Wahrnehmung, dass hikr. diese Region kaum mit Wegpunkten bisher verlinkt haben. Insbesondere auch auf der Grundlage, dass poudrières hier in der Nähe zu Hause ist (...?).
 
... im Café Etoile werde ich sofort vom Gastgeber wiedererkannt, aber bitte setzen Sie sich nebenan, in den Speisesaal, im Restaurant sind die Tische mit Handwerkern belegt. Die Sonne bricht durch die Fenster, das Menu-de-Jour begeistert durch seine Üppigkeit. Und die Salatkreation auch.



... auch auf dem Tisch liegt das Tablet, das um Nachschub bittet. Strom aus der Steckdose.  Jetzt konkretisiert sich mein Nachmittag. Um 13.15 fährt von hier aus der Postbus 562 Richtung Thierrens – im Stundentakt, das ist neu. Und überhaupt, mit dem Fahrplanwechsel im Dezember steht die Romandie ganz gut da: viele Busverbindungen, die man als Einheimische und Besucher seit Jahren sich gewünscht haben, sind eingerichtet worden – auch die Buschauffeure räumen ein, dass sie die Vielzahl an Neuerungen noch nicht alle im Kopf haben, auch der Gastgeber des Café Etoile spricht dies aus, ja, der Fahrplanwechsel habe der Romandie viel gebracht, ein verschmitztes Lachen zieht über sein Gesicht. 
 
... nur wenige Fahrtminuten vom Mittagstisch starte ich meinen kleinen Spaziergang. Mit langen Schritten komme ich kurz danach auf die Anhöhe und verweile einige Minuten am Wasserreservoir. Da, vor mir liegt in gleissendes Licht getaucht ein Teil des Alpenkranzes. Ich wechsle auf B/W im Manuel-Modus – die Ergebnisse können sich m. E. sehen lassen.  Ich wechsle während des Spazierens zwischen Farbe und Schwarz-Weiss. Und niemanden begegne ich. Das mitgeführte Kartenmaterial ist nutzlos, ich bin über den Kartenrändern unterwegs, da ich ursprünglich die etwas nördlicheren Gebiete im Fokus hatte... So klaube ich unterwegs das Tablet hervor... und präge mir die Wegführung ein.
 
... hier bin ich auch schon mal unterwegs gewesen – dem Chemin des Blé, nun sind die Fléches sichtbar, die wir damals vermisst haben. Der Ausflug zeichnete sich nicht durch seine Länge (oder Breite) aus, sondern durch das Licht und die fantastische Landschaft. Und wie geschrieben: hier könnte  man noch Wegpunkte verteilen.
 
... mit dem Postbus endet der Ausflug in Moudon. 
 

Tourengänger: Henrik


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Kommentare (1)


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Menek hat gesagt:
Gesendet am 17. Februar 2018 um 16:47
Foto degne di Mong... :)))


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