Kalfanwand - Croda della Calva (3061m)


Publiziert von jagawirtha , 23. Oktober 2017 um 19:39.

Region: Welt » Italien » Trentino-Südtirol
Tour Datum: 7 Oktober 2017
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: I 
Zeitbedarf: 4:00
Aufstieg: 1100 m
Abstieg: 1300 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:über den Vinschgau in Goldrain ins Martelltal abbiegen und das bis zum Ende der Straße, nahe der Enzianhütte parken
Unterkunftmöglichkeiten:Zufallhütte, Enzianhütte (Hotel)
Kartennummer:Tabacco Nr. 045

Die Woche mit dem DAV Summit Club ist zu Ende. Heute ist für alle Abreise von der Zufallhütte und das bei bestem Wanderwetter. Nicht mit mir. Ich habe mir noch einen leichten 3000er für heute ausgesucht, um dann auch noch die 5 bis 6 Stunden Heimfahrt zu schaffen. Die Kalfanwand hat sich hier besonders angeboten, zum einen schnell und unschwierig zu begehen und sie ist auch direkt von meinem Parkplatz aus zu erreichen.

Nach unserem gemeinsamen letzten Frühstück in der Zufallhütte können wir für unser Gepäck wieder die Materialseilbahn benutzen. Nach dem Verladen gehen wir auf Empfehlung vom Hüttenwirt Uli nicht den kürzesten Weg zum Parkplatz, sondern den Schluchtenweg der Plima mit drei Aussichtskanzeln direkt über der Schlucht. Es war wieder eine bitterkalte Nacht und deshalb ist auch der Boden gefroren und teilweise etwas eisig. Vorsichtiges Gehen war angesagt, aber kein Problem. Die Aussichtskanzeln gewähren tolle Tiefblicke in die Plima - Schlucht, wäre schade gewesen wenn wir diesen kleinen Umweg nicht gemacht hätten. Am Ende bzw. Anfang des Weges stehen wir direkt unter der Materialseilbahn, verladen unser Gepäck in die Autos und verabschieden uns. Ich fahre mein Auto innnerhalb des Parkplatzes etwas weiter nach unten, nahe der Enzianhütte. Von hier starte ich meinen Aufstieg auf die Kalfanwand über den gut markierten Weg Nr. 39.

Zuerst bewege ich mich ein kurzes Stück auf einem Wirtschaftsweg, nach einer Brücke zweigt der Steig links ab in den farbenprächtigen Lärchenwald. Plötzlich höre ich von der gegenüberliegenden Talseite einzelne Hirsche röhren, sie sind aber nicht zu sehen, trotzdem ein schönes Erlebnis. Der gesamte Aufstieg liegt schon in der Sonne, deshalb ist der anfangs noch kalte Wind etwas angenehmer zu ertragen, später legt sich der Wind fast komplett. Der Weg zieht immer schön nach oben, vorbei an der schon eingewinterten Peder-Stieralm, dann über leicht ansteigendes Almengelände und in einem großen Rechtsbogen hinauf zur Abzweigung zur Lyfialm, die noch geöffnet hat. Ich muß jedoch in die entgegen gesetzte Richtung gehen und habe dann den Bergrücken der Kalfanwand vor mir.

In weiten Kehren zieht sich der Steig ohne jede Schwierigkeit hoch, nur einmal ist eine leicht abschüssige Platte von wenigen Metern zu queren, diese kann man aber auch umgehen. Es sind nur eine handvoll Wanderer unterwegs zu Kalfanwand. Am Gipfel sind für kurze Zeit alle vereint. Darunter sind auch zwei aus miener niederbayerischen Heimat, die im Martelltal schon über zwanzig mal gastieren. Es gibt natürlich vieles zu fragen und zu erzählen. Die Aussicht kann trotz der nur gut 3000 m Höhe gut mithalten, eine fast komplette Rundumsicht im Martelltal ist möglich. Ein leicht zu begehender Wandergipfel und für alle machbar die mit dieser Höhe zurecht kommen, mein bisher leichtester 3000er.

Den Abstieg von der Kalfanwand starten wir gemeinsam in sehr flottem Tempo bis kurz unter der Kreuzung zur Schildspitze. Die beiden wollen den schönen Tag noch an der Lyfialm geniessen und ich möchte bzw. muss nach Hause fahren. Dort wo wir uns trennen, habe ich eine weglose Abkürzung hinüber zur Peder - Stieralm entdeckt, die ich auch nehme und sich auch als Abkürzung erweist. Den ausladenden Linksbogen habe ich damit vermieden. Das letzte Stück im Lärchenwald geniesse ich wieder und lausche nochmal den röhrenden Hirschen gegenüber. Zum Abschluß gibt es noch Kuchen und Cappucino im Gasthaus am See (Zufrittsee).

Faziit der Woche:

Auch nach einer Woche Aufenthalt im Martelltal gibt es noch viele mögliche Gipfel für mich und das heißt: ich komme wieder!

Die Zeitangabe von 4 h bezieht sich nur auf den Weg vom PP zum Gipfel und zurück und ohne Pausen incl. der Abkürzung, nicht auf den Abstieg von der Zufallhütte zum PP.


Tourengänger: jagawirtha

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