Haaralmschneid (1594m) - teils einsame Rundtour über den Gröhrkopf


Publiziert von sven86 , 20. April 2017 um 21:14.

Region: Welt » Deutschland » Alpen » Chiemgauer Alpen
Tour Datum: 9 April 2017
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: D 
Zeitbedarf: 6:00
Aufstieg: 850 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:kostenloser P. in Urschlau

Nein, einsam ging es auf der Haaralmschneid an diesem sonnigen Sonntag nicht zu. Über den Tag verteilt waren sicherlich 20-30 Berggeher unterwegs. Verständlich, denn der Gipfel bietet ein lohnendes Panorama und ist ohne besondere Schwierigkeiten erreichbar und zudem bereits ab dem Startpunkt in Urschlau sowie im Grasgelände der Haaralm ausgeschildert. Der etwas rustikale Übergang zum Gröhrkopf wird dann aber offensichtlich deutlich seltener begangen, sodass die Trittspuren hier nicht immer sofort erkennbar sind.

Nach Start in Urschlau geht es auf reitwegähnlichem Steig in anregendem Waldgelände moderat steigend hinauf, bis man auf einen Fahrweg trifft, der schließlich zur Haaralm hinaufführt. Der weitere Aufstieg ist hier ausgeschildert, so geht es dann auf der linken Seite der mäßig steilen Almwiese hinauf zum Kreuzgipfel (T2). Im weiteren Gratverlauf nach Osten bietet sich ein etwa gleich hoher Nebengipfel für eine entspannte Gipfelrast an; das Panorama ist hier auch etwas umfangreicher. Hierher verschlägt es wohl nur wenige; der letzte Aufschwung ist aber nicht so ausgesetzt, wie es zunächst wirkt (T3).

Der Übergang zum benachbarten Gröhrkopf, wie etwa auch schon hier vom 83_Stefan beschrieben, erfordert dann einiges an Aufmerksamkeit: Die Haaralmschneid bricht nordseitig zunächst steil ab. Folgt man dem Kammverlauf einige Meter nach Westen (bevor sich der Kamm stärker senkt), öffnet sich rechterhand eine kleine grasige Mulde, bevor im weiteren Verlauf wieder Felsabstürze den Kamm absperren. In dieser Mulde sind zunächst keine Spuren oder Markierungen zu erkennen; erst wenige Meter absteigend ergibt sich eine eher schwache Trittspur mit vereinzelten Markierungen. Etwas abstiegend, dann querend (mit einer kurzen Schrofenstufe) und zuletzt wieder aufsteigend geht es zum Grasbuckel des Gröhrkopfes. Das Panorama kann hier zwar nicht ganz mit der Haaralmschneid mithalten, aber es ergeben sich nette Nahblicke und auf einem Grasvorsprung auch ein Einblick Richtung Chiemsee.

Vom Gröhrkopf dann auf gutem Pfad nach Osten hinab in den Sattel vor der Nesselauer Schneid und weiter hinunter in das Tal der Nesselaualm. Auf Fahrweg hinunter nach Brand und auf dem 2km-Asphaltweg zurück nach Urschlau. Alternativ weist kurz vor Brand eine Beschilderug rechts hinein in den "Märchenwald". Ein absolut uriger Pfad führt hier gerade ausreichend markiert durch wildes Waldgelände hinunter nach Gruttau und weiter auf den Asphaltweg Richtung Urschlau. Durch einige kleine Schleifen und kurze Gegenanstiege ist diese Variante zwar abwechslungsreicher, aber vermutlich etwas länger.

Tourengänger: sven86

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Kommentare (4)


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Nic hat gesagt:
Gesendet am 20. April 2017 um 21:50
Schöne Runde​! Bin erstaunt​ dass die Haaralmschneid mittlerweile so oft Besuch erhält. Aber gibt ja glücklicherweise noch unbekannte Anstiege...:-)

VG Nico

sven86 hat gesagt: RE:
Gesendet am 21. April 2017 um 23:24
Ja, auch der lange Ostgrat lädt ja zu einer Überschreitung ein:)

VG Sven

83_Stefan hat gesagt:
Gesendet am 22. April 2017 um 18:10
Hey Sven, eine schöne Tour auf einen ruhigen Gipfel hast du unternommen und klasse Bilder mitgebracht. Leider sieht's dort jetzt wegen des Wintereinbruchs wieder völlig anders aus. Vielen Dank übrigens für die Verlinkung und beste Grüße!

sven86 hat gesagt: RE:
Gesendet am 22. April 2017 um 19:28
Danke Stefan, wir wollen uns nicht beschweren und nehmen die paar Dappereien bzw. Wühlereien halt auch noch mit :)
VG Sven


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