Steinbockbegegnungen - auf Widderfeld und Mittaggüpfi


Publiziert von Felix Pro , 5. Januar 2017 um 22:13. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Obwalden
Tour Datum: 7 Dezember 2016
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: Pilatusgebiet   CH-LU   CH-OW 
Aufstieg: 1025 m
Abstieg: 1025 m
Strecke:Schybach, Parkplatz - Schy - Schywald - Birchboden - Himmelsleiter - Widderfeld - P. 1701, Felli - Mittaggüpfi - Wängengrat - Tripolihütte - Wängen - P. 1335 - P. 1302 - Parkplatz Schybach
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PW via Gettnau, Autobahn Sursee - Stansstad, und Alpnach Dorf nach Lütoldsmatt
Kartennummer:1170 - Alpnach

In neuer Zusammensetzung - und bei leicht abgeänderter Route -  profitieren wir vom kaum enden wollenden Spätherbst 2016 und können ein weiteres Mal einen unseren Lieblingsberge - auf der Route Himmelsleiter - erklimmen. Dazu starten wir - wie üblich - beim Parkplatz Schybach, und steigen über heute erfreulich gefrorenes (nicht wie üblich sumpfiges) Gelände an zur Alp Schy.

 

Zwar unter herrlich blauem Himmel, doch lange im Schatten, steigen wir weiter auf, bestbekannten Wegen folgend, zur Alp Birchboden; nur wenige Meter entfernt, strahlt nun die Sonne den nachfolgenden grasigen, von uns nun zu begehenden, Steilhang an. Erst weglos, danach im Steilgras den Markierungen folgend, gewinnen wir die zunehmend felsigeren Abschnitte; bei der Spurgabelung (rechts ginge es zum Stollenloch) lassen wir uns für eine kurze Rast nieder - und werden einmal mehr der Gefahr herabfliegender Steine bewusst: ein kopfgrosser Stein hätte hier Urs beinahe erschlagen L

 

Trotzdem können wir nun den weiteren Aufstieg im wunderbaren Gelände geniessen; Wegzeichen sind vorhanden - eigene Routen können gewählt werden - und leiten uns zur Seilpassage (diese kann auch ohne Hilfsmittel bewältigt werden) höher und höher. Immer wieder halten wir inne, um die atemberaubende, faszinierende Bergwelt in uns aufzunehmen.

Im meist gut gestuften, grundsätzlich doch nicht allzu trivialen, Gelände erreichen wir die „Himmelsleiter: sie leitet über ein Felsband zum Ausstieg aufs Gipfeldach des Widderfelds über - ist mit einem desolaten Seil versehen (welches wenig später entfernt wurde), dessen Unterstützung jedoch der Kraxelaufstieg nicht benötigt.

Ein gemächlich-lauschiger Gang zum Gipfel schliesst sich an - derweil wir der Familie der Steingeissen und des Patriarchen gewahr werden; herrliche, berührende Anblicke bieten sie alle uns. Beinahe fallen deswegen die reizenden Flugkünstler Dohlen ab, welche selbstverständlich uns beim notdürftigen Gipfelmonument (mit abgerissener Gipfelbuchgamelle) Gesellschaft leisten (auf meine Anfrage hin kümmert sich nun Pro Pilatus um deren Schicksal …).

 

Nach kürzerer Rast steigen wir ab - dies zieht sich doch länger hin - nach P. 1701, Felli; kaum Schneekontakt haben wir dabei, wenige eisüberzogene Furchen passieren wir. Bald einmal unterqueren wir den Rot Dossen - Rottosse; mächtig und überaus schön erweisen sich einmal mehr die hier aufragenden Felswände.

 

Auf gelegentlich steilerem Waldweg steigen wir an zur offenen, weiten Fläche, welche uns den Blick zum nächsten Gipfelziel eröffnet; noch liegt jedoch die Strecke übers Plateau vor uns, bevor wir auf meistens schneefreiem Weglein wieder etwas „stotziger“ den Gipfelaufbau des Mittaggüpfis erreichen - wir sind nicht die ersten, auch nicht die letzten, Berggänger, welche heute sich auch dieses Ziel auserwählt haben. Genussvoll rasten wir hier, besuchen kurz die alte Militäranlage (worin sich auch das Gipfelbuch befindet), und machen uns sodann auf den Weiterweg.

 

Erst gemächlich, dann in einer vielfältig gesicherten Steilstufe absteigend, traversieren wir hinüber zur Tripolihütte; hier muss man (bei derart schönen, angenehmen, Wetterbedingungen) einen Halt einlegen - umso mehr, als auch die Hütte eine kleine Selbstbedienungsbar (mit Kässeli) aufweist; vielen Dank an die Verantwortlichen (von Pro Pilatus).

 

Etwas „gächer“, doch unproblematisch, nun der nachfolgend Abstieg über grasige Steilhänge hinunter nach Wängen; gemächlich, sich etwas hinziehend, der Rückweg zum Parkplatz Schybach - doch einmal mehr eine wiederum überaus tolle, beglückende, Tour am Widderfeld!

 

unterwegs mit Urs 


Tourengänger: Ursula, Felix, Freudenjuz

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