Ein Wochenende am Hohgant. Hohganthütte + Furggengütsch


Publiziert von beppu Pro , 22. Dezember 2015 um 09:48.

Region: Welt » Schweiz » Bern » Emmental
Tour Datum:20 Dezember 2015
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Schneeshuhtouren Schwierigkeit: WT4 - Schneeschuhtour
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE 
Zeitbedarf: 2 Tage
Aufstieg: 1200 m
Abstieg: 1200 m
Strecke:Hinders Hübeli, Schärpfenberg, Hohganthütte, Furggegütsch SW Gipfel und retour
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PW (Gebührenpflichtig)
Zufahrt zum Ankunftspunkt:PW

Dieses Wochenende wollen wir in der Hohganthütte verbringen. Mit weiteren Kameraden vom SAC Emmental fahren wir in den Kemmeriboden zum Treffpunkt beim Parkplatz im Hübeli. Sobald alles  parat ist, machen wir uns gemeinsam mit aufgeschnallten Schneeschuhen Richtung Schärpfenberg auf den Weg.

Vorerst sieht es nicht nach Schneeschuhwanderung aus, aber wir hoffen dass dies weiter oben noch ändern wird. Es ist Prachtswetter heute mit Frühlingstemperaturen. Das bedeutet viel Schmelzwasser unterwegs. Wie üblich bevorzugt der geschmolzene Schnee genau dort durchzufliessen wo wir grad unterwegs sind.
So ungefähr gegen 1500m liegt genug Schnee um mit Schneeschuhen angenehmer voranzukommen. In dichteren Waldabschnitten ist es gelegentlich aper, so dass zwischendurch kurze Stücke über  Steine und Felsplatten zu kraxeln sind.
 Als wir die Hütte erreichen ist Franz schon am Feuer machen, so dass wir gleich aufs Bänkli sitzen, die Sonne, die Aussicht und den Kaffee geniessen können. Bis zum letzten Sonnenstrahl sitze ich vor dem Haus und lasse die Abendstimmung auf mich einwirken. Inzwischen wird in der Hütte eifrig gewerkelt um gemeinsam einen gemütlichen Abend verbringen zu können. Das Feuer im Ofen sorgt für heimelige,warme Atmosphäre, während Franz und Christine dafür besorgt sind dass niemand hungrig ins Bett muss.

Das Abendessen schmeckt vorzüglich, die zwei haben ganze Arbeit geleistet, Bravo! Weil beim Einkauf eine kleine Panne passiert ist, fehlt die Butter fürs morgige Zmorge. So routinierte Hasen wie die zwei, kann auch sowas nicht aus der Ruhe bringen. Ein bisschen vom Dessert abgezweigt und nach dem Essen wird wird abwechslungsweise am Schwingbesen gedreht, improvisiert, diskutiert,  und siehe da, eine stattliche Portion „Hohgantbutter“ (absolut Medaillenreif) fürs Zmorge ist parat.

 Nach einer ruhigen Nacht kündigt ein Blick aus dem Fenster wiederum einen Prachtstag an. Als wir in die Hüttenstube runterkommen ist der Ofen längst eingefeuert, Schnee für Kaffee gesammelt, geschmolzen und gekocht,  so dass wir umgehend zum Zmorge sitzen können. Die Morgentoilette ist eine kurzes Prozedere, es gibt nämlich  im Winter kein Wasser hier. Nach einem reichhaltigen Frühstück mit Kaffee, Tee, Konfi, Honig, Käse, Züpfe, Brot und selbsthergestellter „Hohgantbutter“ dürfen wir gestärkt einen weiteren Tag am Hohgant verbringen.

Wir bereiten uns vor für den Aufstieg zum Furggengütsch und können unmittelbar nach dem Zmorge losmarschieren. Heidi und Vreni erledigen derweil das Abwaschen, aufräumen und Kaffee kochen für unsere Rückkehr. Ein herzliches Dankeschön den  beiden!!
 
Beim Aufstieg herrscht stellenweise Schneemangel, dafür ist die Lawinengefahr eliminiert. Auch die schwierigeren Stellen werden von allen überwunden und oben angekommen sind sich alle einig, egal wie der Weg ist,  das Panorama entschädigt alles!!! 
Rasch eine Jacke anziehen, es bläst ein kräftiger kühler Wind hier oben, danach in Ruhe umschauen, staunen und freuen. Nach einer ausgiebigen Rast machen wir uns auf den Abstieg. Den Steilhang bewältigen wir ohne Schneeschuhe. Weiter unten ziehen wir sie wieder an, die Sonne brennt voll in den Hang hinein. Der Schnee ist entsprechend flutschig, was den einen oder anderen (lustigen) Ausrutscher zur Folge hat. Bei der Hütte nochmal aufs Bänkli sitzen, Kaffee, Bier oder sonst was trinken, picknicken und zusammenräumen.

Wehmütig machen wir uns auf den Abstieg der problemlos verläuft. Nach einem gemeinsamen Trunk im Alpenrösli verabschieden wir uns und fahren nach Hause.

Fazit:
Ein wunderschönes, kurzweiliges Wochenende mit Gleichgesinnten durften wir in herrlicher Umgebung bei schönstem Wetter verbringen.
Ein herzliches Dankeschön an Franz und Christine für die Organisation, Kochen und Vorbereitungen. Danke für die Kameradschaftliche Unterstützung der anderen Teilnehmer die mitgeholfen und uns beim Hüttenzustieg unterstützt haben.
 
                                              

Tourengänger: beppu


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