Vom Hornfelsen zu den Ruschbachfällen


Publiziert von Mo6451 Pro , 16. November 2015 um 18:39.

Region: Welt » Schweiz » Basel Stadt
Tour Datum:16 November 2015
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BS   D 
Zeitbedarf: 5:00
Aufstieg: 573 m
Abstieg: 559 m
Strecke:17,2 km
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Tram Nr 8 bis Basel, Claraplatz, Bus Nr. 31 oder 34 Riehen, Friedhof am Hörnli
Kartennummer:map.wanderland.ch

Wenn man den Wetterprognosen Glauben schenken kann, dann neigt sich der goldene Herbst seinem Ende zu. Deshalb wollte ich den heutigen Schönwettertag noch für eine Wanderung nutzen. Sie sollte nicht so schwer sein, denn die Erkältung ist immer noch nicht überstanden, der Körper geschwächt. So viel meine Wahl auf den Hornfelsen und die Rüschbachfälle.

Um 9 Uhr starte ich mit Strassenbahn und Bus zum Ausgangspunkt Riehen Friedhof Hörnli. Nicht gerade eine positive Adresse, aber der Wanderweg beginnt genau dort. Man merkt, dass der Sommer vorbei ist, am Morgen ist es recht frisch. Von der Haltestelle ist der Wanderweg gut ausgeschildert, man geht ein Stück die Strasse zurück und biegt links ab. Aprubt wird es einsam. Nur ein paar "Wanderer" mit ihren Hunden sind unterwegs. Hunde brauchen eben Auslauf.

Die Frische vom Morgen vergesse ich gleich, denn es geht zügig aufwärts Richtung Hornfelsen. Ein schöner aufsteig über einen schmalen WWaldpfad. Oben genieße ich den Ausblick auf den Rhein und die Schleuse.

Am höchsten Punkt gibt es eine schöne Grillstelle und etliche Sitzbänke. Man merkt, dass sich die Grenze in der Nähe befindet, Die Wanderwege sind sowohl in schweizer als auch in deutschen Farben ausgeschildert.

Ich folge der Ausschilderung Richtung Rötelsteinfelsen, verlasse bald den Wanderweg und folge einer schmalen Spur nach links aufwärts. Erst später, auf einem Plateau stoße ich wieder auf den Wanderweg. Oben auf dem Plateau hat es wohl gebrannt, an vielen Bäumen zeugen die Spuren davon. 

Den Rötelsteinfelsen nimmt man irgendwie gar nicht wahr, erst unten auf dem Wanderschild sehe ich, dass ich vorbei gelaufen bin. Ich habe zwar den Felsen bemerkt, aber nicht registriert, dass es der Rötelfelsen ist. Alle diese Wege liegen im Naturschutzgebiet.

Am Ende des Wanderweges erreiche in den Ortsrand von Grenzach-Wyhlen. Weiter geht es nun nördwärts Richtung Rüschbachfälle. Zuerst der Strasse entlang, dann links ab auf den schmalen Pfad. Ein Schild weist darauf hin, dass der Weg steil ist und bei Nässe nicht begangen werden darf. Na ja, steil kann man nicht gerade behaupten, den Hinweis der Nässe sollte man schon ernst nehmen, denn es ist rutschig. Auch wenn man nicht übermäßig tief fällt, reicht es schon, sich ernsthaft zu verletzen.

Auf einmal stehe ich vor einer Sperre, der offizielle Weg wird rechts über eine Treppe abgeleitet. Mich reizt der Weg geradeaus. Mal versuchen, wenn es nicht geht, bleibt immer noch der Weg zurück. Nur dieses abgesperrte Stück ist T2, der Rest der Wanderung T1.

Schnell wird klar, warum dieses Stück gesperrt ist. An vielen Stellen ist der Pfad abgerutscht, es ist nass und die ein oder andere Steighilfe hat auch schon bessere Tage gesehen. Zum Schluss dann das Sahnehäubchen. von der Brücke gibt es nur noch die Steitenstreben und das Geländer. Der Rest ist eingebrochen oder abgebaut. Da heisst es ein bisschen balancieren um das andere Ufer zu erreichen. Kurze Zeit später erreiche ich wieder den ausgeschilderten Wanderweg. mit einer neuen T1 bewährten Brücke.

Am Ende des Waldweges sehe ich St. Chrischona vor mir, zuerst die Sendeantenne. dann die Reha-Klinik. Mit dem Ausblick werden die Menschen dort sicher gesund.

Ja, und die Rüschbachfälle, denen fehlt zur Zeit das Wasser. Nur ein müdes Plätschern ist zu hören und zu sehen. Von "Fällen" würde ich auch nicht reden.  Auf jeden Fall finde ich hier eine sonnige Bank für eine Mittagspause. Die fallenden Blätter machen richtig Krach in dem sonst so ruhigen Ambiente. Übrigens Wanderer sind mir heute nicht begegnet.

Von St. Chrischona geht es wieder abwärts. Bald stosse ich auf den Hinweis zur Eisernen Hand. Die werde ich mir für eine andere Wanderung aufheben, denn mittlerweile merke ich die Anstrengung in meinem geschwächten Körper doch.

Und so geht es jetzt weiter, ein Stück der Wiese entlang, über die Brücke, durch die Rebberge zurück nach Weil am Rhein. Die Landesgrenze besteht nur aus einem Schild und einem rot-weißen Pfosten. Keine Kontrolle weit und breit.

Eine sehr abwechslungsreiche Tour, bei der doch etliche Höhenmeter zusammenkommen.

Tour im Alleingang.

Tourengänger: Mo6451

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Kommentare (1)


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dominik Pro hat gesagt: Schöne Strecke
Gesendet am 16. November 2015 um 20:42
Muss ich mir merken; mache mit Arbeitskolle ab und zu über Mittag ein Lauftraining via Hornfelsen auf die Chrischona und Deine Variante mit den Ruschbachfällen tönt nach interessanter Abwechslung. Merci für den Vorschlag!

Gruess
Dominik


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