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Chällihorn: herrliche Überschreitung Chälli - Euschels


Published by Felix Pro , 14 May 2015, 22h07. Text and phots by the participants

Region: World » Switzerland » Fribourg
Date of the hike:12 May 2015
Hiking grading: T4+ - High-level Alpine hike
Waypoints:
Geo-Tags: CH-FR 
Height gain: 1010 m 3313 ft.
Height loss: 1010 m 3313 ft.
Route:Jaun - Grotte - Ruine Bellegarde - P. 1210 - Hinterturr, P. 1288 - Chälli - Chällihorn - P. 1900 - Obere Euschels - Euschelspass - Ritzlialp - P. 1433 - P. 1314 - P. 1264 - P. 1064 - Jaun
Access to start point:PW via Grünen, Konolfingen, Autobahn Kiesen - Wimmis, Boltigen und Jaunpass nach Jaun
Access to end point:PW Jaun - Charmey
Accommodation:Studios Bellevue
Maps:1226

Für zwei Tage verschieben wir uns, noch vor der „Auffahrtsbrücke“, ins Freiburgerland - der neue Alpinwanderführer des SAC von Daniel Anker und Zaza hat uns dazu motiviert. Und, gleich vorweg: wir sind euch beiden sehr dankbar für die Tipps, welche wir dem reichen Fundus an Touren haben entnehmen können!

 

Bei guten Wetterbedingungen, und bereits vorsommerlichen Temperaturen, machen wir uns - nach einem Startkaffee in Jaun - auf den Weg; erst zur Grotte (eigentlich auf gesperrtem Weg, wegen Holzarbeiten - wir sehen und hören davon jedoch nichts); und nach dem wenig lohnenswerten Abstecher im steilen Zickzack-Weglein im Wald hoch zur Strasse.

 

Nach wenigen Metern Fussmarsch erreichen wir die doch erstaunlich guten Reste der Ruine Bellegarde, von wo aus sich ein feiner Blick über das Dörfchen Jaun und seinem aussergewöhnlichen Wasserfall eröffnet.

Unspektakulär, etwas eintönig, folgen wir nun der Strasse bis zur Abzweigung auf P. 1288, Hinterturr; hier beginnt der recht gut ausgeprägte Pfad, welcher uns am westseitigen steilen Hang oberhalb des Oberbaches ungefähr 2 ½ km weit in dessen Tal hineinleitet - erst flacher, dann …

 

… oberhalb der Leidi Weid steiler: die kargen Grasflanken sind zwar nach wie vor gut zu begehen, doch wird nun stets deutlicher, welch beträchtliche Neigung der Hang hier aufweist, und letztlich sehr abschüssig in den Talgrund abbricht. An der überraschend auftauchenden „Empfangsdame“ vorbei gewinnen wir die letzten Höhenmeter bis zur wildromantischen und überaus friedvollen kleinen Senke, in welcher ein, der Abgeschiedenheit zugewandter, Naturliebhaber sich auf Chälli eine malerische Hütte und ebensolche Umgebung erschaffen hat.

 

Entsprechend der hilfreichen Angaben von Daniels und Zazas Führer wenden wir uns auf einer schwachen Wegspur der Fahnenstange zu und folgen jener ins Wäldchen hinein. Sogleich wird die Steiganlage deutlich steiler; im Wald sind wir dankbar für einige Wurzelgriffe, im wieder offenen Gelände um die vorhandenen Tritte.

Zügig kommen wir - bei leicht „schwitzigen“ Temperaturen und Sonnenschein - höher; so erreichen wir bald die felsigeren Abschnitte, sowie, darin deutlich aufleuchtend, die ersten der unzähligen Aurikel. An ihnen vorbei gewinnen wir in unproblematischem Felsgelände den Gipfelgrat; nur wenig ausgesetzt - und nur kurz - ist dieser; dafür bietet bereits er, wie das kurz danach erreichte Chällihorn, eine superbe Aussicht!

 

Vis-à-vis dominiert der Chörblispitz (und „Trabanten“) die Szenerie, im Talschluss gegen den Schwarzsee hin ist unser nächster Etappenort erkennbar -  Obere Euschels; gegenüber zeigt sich prägnant der Schafberg, und gegen S sind Gastlosen mit Fortsetzung, Höchmatt, Cheval Blanc und weitere Freiburger erkennbar.

Sonnig, warm, windstill, friedlich sind die Verhältnisse am Gipfel - wir geniessen eine einstündige Mittags- und Gipfelrast, bevor wir uns über den kurzen Grat aufmachen zur Fortsetzung unserer Tour. Sie erfordert einen erst (wieder) steilen Abstieg am Waldrand des SSW-Grates des Gipfels (mit kurzen waldigen Einlagen und leichtesten felsigen Passagen - stets die immensen Flühe umgehend) - bis wir nach P. 1900 auf die flache, teilweise schneebedeckte Passage gelangen, welche überführt zum weiteren Abstieg.

 

Ein ausgeprägter, zu Beginn etwas steilerer Rücken - erst eben muss der letzte Schnee hier weggeschmolzen sein (die typischen Frühlingsblumen sind heute zahlreich vertreten) - mit dichtem Baumbestand zur Linken zeigt deutlich die Richtung zur Alp Obere Euschels an. Diese erreichen wir - anfänglich vorhandene Spuren benutzend, zuletzt weglos - unschwierig; wir setzen uns dort auf die bereits aufgestellten Bänke und machen eine kurze Rast. Kurz bevor wir aufbrechen wollen, taucht der vom Hagen zurückkehrende Älpler auf; klar doch, dass er uns ein Bier anbieten könne - und überdies dann, nach dem Austausch mit ihm, auch einen frischen Geisskäse …

 

Nach diesem sympathischen Intermezzo bringen wir die wenigen Meter bis zum Euschelspass hinter uns, und machen uns auf die - auch hier wieder - längere Wanderung im Tal des nach Jaun fliessenden Baches. Erst über einen Feldweg, dann, nach der geöffneten Ritzlialp, folgen wir ein Stück der Strasse, bevor wir bei P. 1433 (hier böge die T4-Variante zum Chörblispitz ab) den Wanderweg über die Wiesen benutzen.

 

Kurz vor P. 1064 überqueren wir den Bach und gelangen innert Kürze ins Dorf Jaun hinein, wo wir uns auf der Terrasse des Hotels Cascade noch einmal niederlassen, und bei Bier und Kaffee den tollen Tourentag ein erstes Mal reflektieren und uns darüber freuen.

 

ñ 2 h 45 min (inkl. 20 min Pause und Fotostopps)

 

ò 1 h bis Obere Euschels

 

ò 45 min bis Jaun 


Hike partners: Ursula, Felix


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