Grenzchopf 2193 M.ü.M.


Published by ossi , 18 January 2014, 10h59.

Region: World » Switzerland » St.Gallen
Date of the hike: 7 January 2014
Ski grading: AD-
Waypoints:
Geo-Tags: Alpstein   CH-AR   CH-SG 
Height gain: 1180 m 3870 ft.
Height loss: 1180 m 3870 ft.
Access to start point:P beim Chüeboden
Access to end point:dito
Maps:237S

Oh Schnee, wo flüchtest Du hin...

gib meinem Ski und mir eine Chance, sonst geraten wir aus der Balance...
lass mich nicht allein, sonst leid ich wie ein Schwein...
lass mich auf Dir gleiten, ich will nicht im Dreck zu Tale schreiten...


Allgemeines: Ab Laui oberhalb Unterwasser bieten sich dem Freund gepflegter Skitouren vielfältige Möglichkeiten. Erstaunlich, dass hierbei ausschliesslich die Säntisabfahrt ab Masten 2 einige Bekanntheit geniesst. Das weitläufige Gebiet zwischen Stoss und Säntis ist gespickt mit kleinen und kleinsten Gipfeln und Kuppen, so lassen sich mit halbwegs überlegter Routenwahl prächtige Ziele erschliessen. Die Südhänge sind lawinentechnisch in der Regel früher sicher als jene auf der gegenüberliegenden Churfirstenseite, was sich manchmal entsprechend auf die Schneequalität niederschlägt. Doch mal ehrlich: Wer will denn heutzutage noch in Kanada-Powder fahren, wenn er anderes haben kann?

Chüeboden-Chlingen-Grenzchopf (ZS-): Start im Chüeboden, darunter ist's heuer sommerlich. In Laui die Ski angeschnallt, führt die Tour recht flach weiter zur Thurwies und übers Strässchen weiter nach Langenbüel. Kurze Querung hinüber zu Pkt. 1462 und schliesslich ansteigend auf Chlingen zuhalten.

Nun folgt man in etwa der Route, welche die meisten als Säntisabfahrt kennen und die wenigsten im Aufstieg begehen: Schönes Spuren durch eine hübsche Landschaft ist angesagt, einige Passagen erreichen gemäss Skitourenführer knapp 40°. Über Chlingen und westlich am Gir vorbei strebt man gerade hoch und steuert irgendwann -so nach Gefühl, es sieht hier nämlich ohnehin alles gleich aus- nach Nordwesten in Richtung Grenzchopf.

Man erreicht flacheres, gewelltes und recht unübersichtliches Gelände. Der Grenzchopf sieht von hier aus nicht zwingend prominent aus- ist halt kein Matterhorn- und man tut gut daran, die Karte genau zu studieren: Schnell ist der falsche Gipfel bestiegen. Den Gipfelaufbau ersteige ich über die Südwestflanke, hier ist der Grenzchopf mit einer Neigung von zumeist weniger als 30° sicher und einfach zu gewinnen.

Phantastische Aussicht übers Appenzellerland und den Bodensee nach Deutschland. Man sieht es, wenn man genau hinschaut: So sehen die neuen Weltmeister aus... Beim Blick in die andere Richtung  -wenn das Auge an den Kostbarkeiten der Churfirsten und des Glarnerlandes haften bleibt- kommen leise Zweifel auf: ...sofern sie im Finale nicht auf Hitzfelds Truppe treffen..;)

Abfahrt (ZS-): Die beste Übersicht hat man vom Gipfel. Wer eine überlegte Linie durchs gewellte "Kuddelmuddel" wählt, kommt ohne Gegensteigung zurück auf die eigentliche Säntisabfahrt westlich des Girs. Wie sich herausstellt, war meine Aufstiegsroute gar nicht so extrem dumm gewählt und ich kann mich im Wesentlichen an die Aufstiegsspur halten. Ohne wirkliche Traversen wird über weite Hänge abgefahren und- die Revision der Säntisbahn macht's bisweilen möglich- in unverspurtem Gelände ist bald Chlingen erreicht. Normalerweise könnte ab Chlingen direkt zur Thurwies abgefahren werden, die überaus bescheidenen Schneemengen leiten aber beinahe zwangsläufig aufs Strässchen hinüber nach Langenbüel und weiter in sanftem Gefälle hinunter via Thurwies nach Laui.

wunderbare Tour.

Tour im Alleingang


Hike partners: ossi


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