COVID-19: Current situation

Acht auf einen Streich! (Überschreitung von Mutmalspitze über Hintere Schwärze zum Similaun)


Published by Gipfelstürmer & Bergrebell Ötzi II , 15 October 2013, 05h58.

Region: World » Austria » Zentrale Ostalpen » Ötztaler Alpen
Date of the hike:24 July 2013
Mountaineering grading: PD-
Climbing grading: I (UIAA Grading System)
Waypoints:
Geo-Tags: A   I   A-T 
Time: 1 days 12:00

Am 24.07.13 morgens um ca. 07.00 Uhr (war eigentlich zu spät!) brach ich an der Similaunhütte auf. Ich nahm den Weg zum Marzellferner, obwohl er wegen Steinschlaggefahr gesperrt war. Dann sah ich die Gletscherzunge, die überwiegend blank war.
Am linken Rand aber gestattete Firn einen Aufstieg ohne Steigeisen. Nach der ersten Steilstufe wurde er flacher. Ich konnte weiterhin am Rand ohne erkennbare Spalten gehen. Vor dem Hintere-Schwärzen-Joch (3393m) unter dem gleichnamigen Gipfel stieg ich einen steilen, aber kurzen Firnhang zum Grat der Mutmalspitze auf, der nur aus Gehgelände besteht.
Nach der Gipfelpause ging ich am Grat wieder bergab Richtung genannten Joch. Noch bevor ich es erreicht hatte,  stieg ich nach links vom Grat zum oberen Rand des Schalfferners ab u. querte bis zum Rossbergjoch, der Scharte zwischen Pfasser Spitze u. Hinterer Schwärze. Ich stieg dann weniger als 100hm über Gehgelände, meist auf Firn, auf die Pfasser Spitze.

Nach dem Abstieg von ihrem höchsten Punkt stieg ich in den Ostgrat der Hinterern Schwärze ein. Er erforderte nur Kletterei im I. Grad. Weit oben vereint sich dieser mit dem Nordgrat. Sie ist ein beliebter Gipfel, ich aber sah weit u. breit niemand! Für den Mittag schon war Gewittergefahr angekündigt. Die hohen Gipfel wurden immer wieder von Wolken berührt u. auch verhüllt, bevor sie bald wieder frei wurden.Es war eine spannende u. abenteuerliche Tour, denn ich musste damit rechnen, dass evtl. auf der Tour ein Notabstieg anzutreten war! Ich beobachtete ständig den Himmel u. lauschte meine Ohren in Erwartung, es könnte donnern.

Von der Hinteren Schwärze zur Östlichen Marzellspitze fand ich überwiegend Gegelände vor. Ebenso bei der Überschreitung der Mittleren u. Westlichen. Unterwegs sah ich einen Gipfel im südlichen Bereich des Gletschers in Südtirol, den ich gern mitgenommen hätte. Aber ich wollte möglichst bald wieder wegen der Gewittergefahr absteigen. Ich marschierte zur überfirnten Similaunscharte, von der ich zunächst steil auf einem Firnhang aufstieg, dann über den Ostgrat (felsiges Gehgelände). Auf seinem Gipfel hatte ich keine gute Sicht. Nachdem ich ihn schon einmal Anfang Oktober 1985 über den Marzellkamm erklommen hatte, stand ich nun ein zweites mal auf seinem Haupt. Nach ca. 5min. Pause stieg ich dann über den ONO-Grat (Normalweg), dann am linken Gletscherrand nahe der Felsen, um die Spaltengefahr möglichst gering zu halten (ich musste nur einmel eine kleine Spalte überschreiten, die so schmal war, dass ich nicht einmal meinen Fuß hineingebracht hätte). 
Unterwegs entdeckte ich den Kleinen Similaun, verließ den Gletscher nach links u. stieg über Felsblöcke ca. 60hm auf ihn hinauf. Über seine Nordflanke stieg ich wieder zum Gletscher ab.

Dann fing es an zu graupeln, der Wind blies mir an einem Felsen, um den ich herumgehen musste, die Eiskörner so heftig ins Gesicht, dass ich am liebsten rückwärts abgestiegen wäre. Nachdem ich kurze Zeit mit dem Rücken zur Wetterseite hin stand, blieb mir nichts anderes übrig, schnell um diese "Ecke" herumzugehen. Unterhalb von ihr wurde es wieder erträglicher. Ca. 10min vor der Hütte - es war schon ca. 19.00Uhr -  erschreckte mich plötzlich ein Blitz, ca. 3sec. danach donnerte es. Bis zur Hütte u. danach gab es keine elektrischen Entladungen mehr, sodass ich nach dem wohlverdienten Bier noch zur Martin-Busch-Hütte absteigen konnte (Übernachtung Similaunhütte Lager 21 Euro!), um dort zu übernachten.



Minimap
0Km
Click to draw, click on the last point to end drawing

Gallery


Open in a new window · Open in this window


Comments (1)


Post a comment

goppa says: Interessante
Sent 26 October 2013, 19h09
Rundtour, die du hier gemacht hast.
Die Hintere Schwärze möchte ich auch schon länger einmal besuchen.
LG
Toni


Post a comment»