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Pilatusmassiv: Widderfeld 2076m, Tomlishorn 2128m, Pilatus Esel 2118m, Matthorn 2041m (mit Hunden)


Published by Lulubusi , 28 October 2012, 19h29.

Region: World » Switzerland » Obwalden
Date of the hike:21 October 2012
Hiking grading: T5- - Challenging High-level Alpine hike
Climbing grading: II (UIAA Grading System)
Waypoints:
Geo-Tags: Pilatusgebiet   CH-OW   CH-NW   CH-LU 
Time: 6:00
Access to start point:Via Alpnach Dorf zur Lütoldsmatt
Maps:LK 1:25000 BL1170 Alpnach

Wanderung zum und um den Pilatus; Widderfeld, Tomlishorn, Pilatus, Pilatus Esel Matthorn,

 

Wochenenddienst: Samstag bis Sonntag Morgen 10:00 Uhr inklusive Nachtdienst. Da bleibt nicht mehr wirklich viel Zeit übrig um sich in den Bergen zu bewegen. Trotzdem wollte ich nach Feierabend, den Rest des Sonntags an der frischen Höhenluft verbringen, die Zeit reicht schliesslich noch immer zu einer Bergwanderung.

 

Also mache ich mich nach Arbeitsschluss möglichst schnell auf den Weg. Schnell nach Hause, umziehen, Rucksack bestücken, Hundis einladen und wieder los. Es zieht mich zum Pilatus. Im Pilatusmassiv befinden sich noch zwei Gipfel die ich noch nicht bestiegen haben. Die Besteigung kann ich zudem mit einer Wanderung verbinden, die ich schon länger unternehmen wollte.

 

Als Ausgangspunkt für mein Vorhaben, wähle ich die Lütoldsmatt, die ich bequem mit dem Auto via Alpnach Dorf erreicht.

 

Die Wanderung

In der Lütoldsmatt P.1149 parkiere neben gefühlte 347 weiteren Autos. Mit einem überfollen Parkplatz habe ich nicht gerechnet. Na ja, hätte ich etwas mehr überlegt, wäre es logisch gewesen. Ein Bilderbuch Herbstsonntag zieht eben so einige in die Berge. Egal! Ich leine meine Begleiterinnen an, schultere den Rucksack und wandere los.

 

Vom Parkplatz folge ich der asphaltierten Strasse nordwestwärts bis zum Schybach. Kurz nach dem die Brücke über den Schybach überquert ist, erreicht man einen Parkplatz. Hier verlässt man die Strasse.

 

Widderfeld 2076m:

Ich biege nach rechts und Norden ab. Dem sehr gut a7ngelegte und markierten Bergwanderweg folgend, wandere ich nach Schy P.1336 und weiter bis zum Birchboden P.1616. Hier beginnt der aus meiner Sicht schönste und anspruchsvollste, jedoch inoffizielle Weg auf das Widderfeld.

 

Von den Alphütte wandere ich beinahe in direkter Linie nordwärts durch die Schyflue hoch. Von der Schyflue ziehen zwei Grasböschungen, die durch eine Waldinsel geteilt sind, hinunter. Ich steige über die rechte Grasflanke hoch, was ideal ist, den hier befindet sich der alte Weg.

Somit ist die Wegfindung nicht schwierig. Verblassende Markierungen und gute Pfadspuren weisen den Weg und deuten darauf hin, dass der Weg noch immer häufig begangen wird.

 

Durch die steiler werdende Flanke wandere ich hoch. Teilweise muss ich von meinem bewährten 2 Radantrieb mit Untersatz auf Allrad umstellen. (zwei Füsse ein Stock / zwei Füsse zwei Hände)

Wenn ich meinen zwei Begleiterinnen zu schaue, wie sie sich durch das steile grasige, teilweise mit Felsen und Geröll durchsetzte Gelände bewegen, ist Allrad ganz klar auch hier im Vorteil.

 

Steil, grasig, teilweise mit Fels und Geröll durchsetzt aber meist gut gestuft! So zeigt sich der Weg durch die Schyflue. Die Schwierigkeiten liegen im Bereich von „T4“.

Kurz bevor man das Gipfelplateau betritt, trifft man auf die schwierigste und somit Schlüsselstelle zum Widderfeld „T5“ Es sind zwei ca. 2m hohe und etwa 10m auseinanderliegende Felsbänder zu erklettern „Fels II“. Für einen sicheren Durchstieg benötigen hier die Hundis etwas Hilfe.

 

Vom Birchboden her kommend ist dies die einzige Möglichkeit auf das Widderfeld hoch zu kommen. Links und rechts versperren höhere Felsen den Weg. Am besten folgt man den Wegspuren, diesen führen direkt zum Durchschlupf.

 

Nach dem durchstieg des zweiten Felsbandes, tritt man wenige Meter später auf das flache Gipfelplateau des Widderfelds. Nun geht es nach Nordosten auf das Widderfeld P.2076 und weiter zum Kreuz dass etwas tiefer liegt.

 

Tomlishorn 2128m höchster Punkt des Pilatusmassivs:

Auf dem Widderfeld hält sich die Besucherzahl in Grenzen, was sich allerdings auf dem weiteren Weg massiv ändern soll.

 

Vom Widderfeldkreuz wandere ich erstmal über das weite Gipfelplateau, in leicht steiler werdendem Gelände nordostwärts zum von Westen kommenden Bergwanderweg hinunter. Diesem folge ich nun in nordöstlicher Richtung.

 

Nach kurzer Zeit muss ein Felsband durchquerte werden „Fels I“ Gut gestufter Fels mit Drahtseilen versichert ermöglicht einen problemlosen durchstieg.

Der Bergweg führt schliesslich unmittelbar unter dem durchstiegenen Felsband zum Gemsmättli, ein kleiner Sattel nördlich vom Widderfeld.

 

Vom Sattel führt nun ein einfacher und guter Bergweg „T3“ weiter. Erst führt der Weg aufwärts zu P.2054 um ab da abzuflachen und wenig später wieder an Höhe zu verlieren. Langsam nach Osten abdrehend erreicht man so den Fuss des Tomlishorn. Nun Steil in gut gestuftem Gelände hoch zum Gipfel des Tomlishorn P.2128m.

 

Ab jetzt spürt man die nähe zum Ausflugsziel Pilatus. Eine für meinen Geschmack übermässig grosse Zahl Besucher treibt mich weiter. Damit muss man an solch schönen Herbstwochenenden an solchen Orten halt eben rechnen.

 

Pilatus Esel 2118m:

Ab jetzt bewege ich mich auf neuen Pfaden. Auf dem Esel bin ich nämlich, trotz seiner Einfachheit und guten Erreichbarkeit, noch nie gestanden.

 

Wir mischen uns unter das Wanderfolk. Wir, das heisst: ich, Schyla und Stella. Und genau in dieser Reihenfolge. Ich voraus und die zwei Hundis, erst Schyla und dann Stella watscheln mir hinterher. So bilden wir eine Dreierkarawane die sich zügig durch die Menschen, die vom Pilatus her kommen schlängelt.

 

Dem sehr gut ausgebauten und abgesicherten Bergweg folge ich bis zum Pilatus. Ein Bergwanderweg der in direkter Linie nach Nordosten zu den Hotels und Restaurants auf dem Pilatus führt. Teilweise in den Fels gehauen mit mehrere Tunnels gespickt, macht den Weg zu einer spannenden und abwechslungsreichen Wanderung. Ein äusserst gut eingerichteter Naturlehrpfad (Alpenblumen) trägt zu seiner Attraktivität bei.

 

Auf dem Pilatus angekommen quetschen wir uns durch die vielen Besucher die das schöne Wetter und die Aussicht ausgiebig geniessen.

 

Der Weg auf den Esel führt an der Nordseite des runden, blechernen Ding was sich Restaurant nennt und sich über dessen Schönheit, betrachtet man das alte Gebäude, diskutieren lässt.

 

Im Moment ist auf Grund Renovierungsarbeiten der Weg gesperrt. Ich entscheide mich trotzdem dafür auf den Esel zu steigen. Als ich nach wenigen Minuten auf dem Esel ankomme, befinden sich bereits viele Besucher oben. Da die Arbeiten am Wochenenden nicht stattfinden, hätte man die Sperrung auch aufheben können.

 

Ohne Pause wandern wir wieder hinunter zum Verkehrsknotenpunkt Pilatus. Ein weiteres Ziel ruft noch nach uns, dass Matthorn heisst.

 

Matthorn 2041m:

Südseitig des alten Pilatushotels führt der nicht zu verfehlende Weg, in erst steilem dann langsam abflachenden Glände hinunter nach Chilchsteine P.1865.

 

Ab hier wandert man über sanft ansteigendes Gelände nach Süden bis zu einer etwa 10m hohen Felsstufe in der Nordwestflanke des Matthorns.

Überraschenderweise führt ein recht gut ausgebauter mit Drahtseilen versicherter Bergweg durch die Felsbarriere. Dieser zeigt sich allerdings erst kurz vor der Felsstufe.

 

Schnell sind die Felsen in leichter Kraxelei „Fels I“ durchquert und die abwechslungsreiche, vielfältige der Natur geht weiter.

Das kurze steile und felsige Gelände wird wird flacher und verwandelt sich in Alpweiden. Nun holt man etwas nach rechts aus, weicht so an einigen Felsen, die von Norden hineinziehen, aus und wandert schliesslich die letzten Meter auf der Südseite zum Matthorn P.2041. (mein letzter noch fehlender Gipfel im Pilatusmassiv)

 

Den letzten Gipfel unserer Tour haben wir nun erreicht. Obwohl dieser Gipfel unmittelbar neben dem Pilatus liegt und zeitlich gesehen schneller erreichbar ist, erhält dies im Verhältnis kaum Besuch.

Da ich mich alleine auf dem Gipfel befinde, nutze ich die Zeit zu einer zweiten etwas längeren Pause und betrachte von weitem den Trubel auf dem Pilatus.

 

Den Abstieg vom Matthorn ist, folgt man dem Wanderweg, in zwei Varianten möglich.

Variante 1: Zurück zum Chilchsteine, weiter je nach Ausgangspunkt

Varainte 2: Nach Süden zur Alp Ober Ruessi, weiter je nach Ausgangspunkt

 

Ich wähle eine dritte Variante, eine teilweise Weglose Variante zu meinem Ausgangspunkt der Lütoldsmatt.

Ich halte die Höhe und wandere vom Matthorn südwestwärts. Mein Weg führt über P.1943 und anschliessend durch das Chlusband.

 

Erst über Bergwiesen, anschliessend durch lichten Wald geht es in leicht steiler werdenden, weglosem Gelände abwärts bis man am Ende des Chlusbandes wieder auf einen Bergwanderweg. Diesem folge ich kurz nach Norden bis zu einer befestigten Fahrstrasse. Dieser folge ich durch die sehr abwechslungsreiche Landschaft erst nach Süden bis zur Alp Langematt Schwandi P.1329, nun westwärts bis zur Lütoldsmatt P.1149. Eine tolle Wanderung mit verschiedensten Schwierigkeitsgraden in eine sehr abwechslungsreichen und reizvollen Landschaft geht zu Ende.

 

Startpunkt

Lütoldsmatt 1149m

 

Ziel

Widderfeld 2076m, Tomlishorn 2128m, Pilatus Esel 2118m, Matthorn 2041m

 

Anforderungen

Die Anforderungen liege mehrheitlich im Bereich von T3 einzelne kurze Passagen bis T5.

Schlüsselstelle: Aufstieg vom Birchboden zum Widderfeld, Felsband zwischen P.1987 und Gemsmättli, Felsband im Aufstieg zum Matthorn. (kurze T4-T5 Passagen; Fels I-II)

 

Material

Übliche Bergwanderausrüstung genügt.

 

Zusätzliche Info

http://www.alporama.ch/gv2/get/get_alpSenntenDetail.asp?idAlpen=342

http://www.pilatus.ch/

 

Fazit

  • Tolle Wanderung mit verschiedensten Schwierigkeitsgraden
  • Tolle, sehr abwechslungsreiche und reizvolle Landschaft
  • Sensationelle Ausblick in die verschiedensten Täler rund um den Pilatus
  • Mit etwas Glück können Adler Gemsen und Steinböcke beobachtet werden
  • Im Frühling wunderschöne Flora
  • Recht häufig begangen
  • Am Tomlishorn und Pilatus sehr viele Wanderer und Tagestouristen
  • Für Hunde meist kein Problem im Aufstieg zum Widderfeld benötigen sie Hilfe
  • Vorsicht Wildschutzzonen und deshalb auf Wild. Im Zweifel anleinen!
  • Wanderung kann beliebig ausgebaut oder verkürzt werden
  • Einkehrmöglichkeit in der Lütoldsmatt und Pilatus.

 

Genaue Route

Lütoldsmatt P.1149, Schybach, Schy P.1336, Birchboden P.1616, Schyflue, Widderfeld P.2076, Gemsmättli, P.2054, P.1999, Tomlishorn P.2128, Pilatus 2106, Pilatus Esel P.2118, Pilatus 2106, Chilchsteine P.1865, Matthorn P.2041, P.1943, Chlusband, Meisibach, Langenmatt Schwandi P.1329, Lütoldsmatt P.1149

 

Alternativ:

Am Pilatusmassiv besteht eine Vielzahl von Wandermöglichkeiten in diversen Längen und Schwierigkeitne.

Mittaggpüpfi, Langis  


Hike partners: Lulubusi


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