Pizzo Sascola vom Val di Campo her – der unglaubliche Weg von Alpe Cauradisc
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Wer von Cevio ins Seitental des Maggiatales – dem Val di Campo nach Bosco Gurin – mit dem Postauto sich hochchauffieren lässt, findet die Strasse kurvig und eng. Wer hingegen von Collinasca zu Fuss (und Hände) die rund 1500m „Alpe di Cauradisc“ hinaufgekraxelt ist, empfindet die Talstrasse als absolute Luxusqualität!
Wir entsteigen dem Postauto bei der Posthaltestelle Collinasca und besuchen das hübsche und saubere Dorf Collinasca 761m. Nun am andern Ende des Dorfes nach der Kirche hinunter zur Rovana. Über die alte romanische Brücke auf die andere Talseite wenige Meter der Talstrasse entlang dann links hinauf direkt nach Da l’Ovi di Büzz 793m.
Oberhalb der Häuser geht‘s 200hm auf der bewaldeten Rippe gegen den Orsalii-Graben weglos hinauf. Richtungswechsel: Die nächsten 100hm queren wir unter der Felswand ganz nach links hinauf und erreichen auf zunehmend sichtbarerem Pfad einen markanten, gegen oben geschlossenen Graben. Merkpunkt: Inschrift an der linken Felswand. Genau hier ist die heikelste obligate Schlüsselstelle (T5+/III). Hinter besagter etwa 3 m hohen Felsrippe (welche ursprünglich ziemlich sicher mittels Holzbrücke überwunden wurde), geht nun ganz munter der Weg weiter – als sei nichts gewesen! Wir erreichen das bewaldete Plateau. Nach einigem Suchen finden wir ziemlich links die Alpe Cauradisc, Corte di Fondo 1195m. Einige gut erhaltene Ruinen lassen auf eine einst blühende Alpwirtschaft schliessen. Schwache Wegspuren vom Steinbruch her. Oberhalb der Ruinen beginnt der Weg auf einer zwischen zwei Steinplatten eingezwängte Steintreppe um dann entschieden nach SW (rechts) abzudrehen. Auf einer steilen Waldrippe steigen wir dann durch eine steinwanddurchsetzte, bewaldete Rippe (LK gibt dieses Labyrinth nicht an) vorerst vertikal, später über der Felswand gegen rechts an den Rand des Orsalii-Grabens. Hier erscheinen viele Steintreppen. Weiter auf einer weniger steilen Rippe zur Alpe di Cauradisc, Corte di Mezzo 1602m. Ein Hüttchen ist recht gut unterhalten.
Etwas mehr wie hundert Höhenmeter über Corte di Mezzo erreichen wir in Direttissima eine unterhaltene und freie Anhöhe von einer Hektare Grösse, Alpe Cauradisc, Corte di cima 1720m. Einige gut sichtbare Alpgebäude sind unter einen Felsvorsprung gebaut worden und zerfallen, andere etwas nordöstlich in der Tiefe. Diese Alp ist mit grosser Wahrscheinlichkeit von „oben her“, das heisst von der Alpe Sascola, über Portina bestossen worden.(siehe Siegfriedkarte).
Nun wird es immer steiler und wir verlassen die Waldzone. Zwischen Gräben und Rippen, ganz oben (1940m) auf einer nach Westen orientierten Flanke (rechts herum) windet sich der Aufstieg (Wegspuren werden sehr bescheiden) direkt auf die SW-Rippe des Pizzo Sascola Pt. 2045.4 hinauf und über diese auf den Triangulationspunkt mit Schweizerfahne und Gipfelbuch. In den letzten Sonnenstrahlen erscheinen die Berge unvergesslich eindrücklich.
Nach kurzer Gipfelrast treten wir den langen Heimweg an. Unproblematisch und grösstenteils weglos erreichen wir Alpe Sascola, Corte Grande 1730m (kein Wasser!?!), wo wir vorerst waagrecht zum Wald weiter wandern, um ohne grossem Federlesens zum rot/weiss-markiertem Wanderweg „Cevio – Lago di Sascola“ abzusteigen. Den See können wir leider aus Zeitgründen nicht besuchen.
In Rotonda 1275m ereilt uns die Dunkelheit. Doch zum Glück können wir unsere Wasservorräte wieder ergänzen. Im Schein der Stirnlampe erreichen wir Morella 1220m und nach beinahe unzählbaren Spitzkurven in angenehmen Gefälle endlich, endlich Rovana 430m.
Ein lange gehegter Wunsch ging in Erfüllung.
Danke Frank und Christine.
Wir entsteigen dem Postauto bei der Posthaltestelle Collinasca und besuchen das hübsche und saubere Dorf Collinasca 761m. Nun am andern Ende des Dorfes nach der Kirche hinunter zur Rovana. Über die alte romanische Brücke auf die andere Talseite wenige Meter der Talstrasse entlang dann links hinauf direkt nach Da l’Ovi di Büzz 793m.
Oberhalb der Häuser geht‘s 200hm auf der bewaldeten Rippe gegen den Orsalii-Graben weglos hinauf. Richtungswechsel: Die nächsten 100hm queren wir unter der Felswand ganz nach links hinauf und erreichen auf zunehmend sichtbarerem Pfad einen markanten, gegen oben geschlossenen Graben. Merkpunkt: Inschrift an der linken Felswand. Genau hier ist die heikelste obligate Schlüsselstelle (T5+/III). Hinter besagter etwa 3 m hohen Felsrippe (welche ursprünglich ziemlich sicher mittels Holzbrücke überwunden wurde), geht nun ganz munter der Weg weiter – als sei nichts gewesen! Wir erreichen das bewaldete Plateau. Nach einigem Suchen finden wir ziemlich links die Alpe Cauradisc, Corte di Fondo 1195m. Einige gut erhaltene Ruinen lassen auf eine einst blühende Alpwirtschaft schliessen. Schwache Wegspuren vom Steinbruch her. Oberhalb der Ruinen beginnt der Weg auf einer zwischen zwei Steinplatten eingezwängte Steintreppe um dann entschieden nach SW (rechts) abzudrehen. Auf einer steilen Waldrippe steigen wir dann durch eine steinwanddurchsetzte, bewaldete Rippe (LK gibt dieses Labyrinth nicht an) vorerst vertikal, später über der Felswand gegen rechts an den Rand des Orsalii-Grabens. Hier erscheinen viele Steintreppen. Weiter auf einer weniger steilen Rippe zur Alpe di Cauradisc, Corte di Mezzo 1602m. Ein Hüttchen ist recht gut unterhalten.
Etwas mehr wie hundert Höhenmeter über Corte di Mezzo erreichen wir in Direttissima eine unterhaltene und freie Anhöhe von einer Hektare Grösse, Alpe Cauradisc, Corte di cima 1720m. Einige gut sichtbare Alpgebäude sind unter einen Felsvorsprung gebaut worden und zerfallen, andere etwas nordöstlich in der Tiefe. Diese Alp ist mit grosser Wahrscheinlichkeit von „oben her“, das heisst von der Alpe Sascola, über Portina bestossen worden.(siehe Siegfriedkarte).
Nun wird es immer steiler und wir verlassen die Waldzone. Zwischen Gräben und Rippen, ganz oben (1940m) auf einer nach Westen orientierten Flanke (rechts herum) windet sich der Aufstieg (Wegspuren werden sehr bescheiden) direkt auf die SW-Rippe des Pizzo Sascola Pt. 2045.4 hinauf und über diese auf den Triangulationspunkt mit Schweizerfahne und Gipfelbuch. In den letzten Sonnenstrahlen erscheinen die Berge unvergesslich eindrücklich.
Nach kurzer Gipfelrast treten wir den langen Heimweg an. Unproblematisch und grösstenteils weglos erreichen wir Alpe Sascola, Corte Grande 1730m (kein Wasser!?!), wo wir vorerst waagrecht zum Wald weiter wandern, um ohne grossem Federlesens zum rot/weiss-markiertem Wanderweg „Cevio – Lago di Sascola“ abzusteigen. Den See können wir leider aus Zeitgründen nicht besuchen.
In Rotonda 1275m ereilt uns die Dunkelheit. Doch zum Glück können wir unsere Wasservorräte wieder ergänzen. Im Schein der Stirnlampe erreichen wir Morella 1220m und nach beinahe unzählbaren Spitzkurven in angenehmen Gefälle endlich, endlich Rovana 430m.
Ein lange gehegter Wunsch ging in Erfüllung.
Danke Frank und Christine.
Tourengänger:
Seeger

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