Mönch 4107m


Published by Freeman , 30 July 2012, 22h57.

Region: World » Switzerland » Bern » Jungfraugebiet
Date of the hike:24 July 2012
Mountaineering grading: AD-
Waypoints:
Geo-Tags: CH-BE   CH-VS 
Time: 6:00
Height gain: 640 m 2099 ft.
Height loss: 480 m 1574 ft.
Route:Kleine Scheidegg - Jungfraujoch - Mönch - Mönchsjochhütte
Access to start point:cff logo Kleine Scheidegg
Access to end point:cff logo Jungfraujoch
Accommodation:Mönchsjoch Hütte
Maps:1:25'000 Blatt 1249 Finsteraarhorn

Der Mönch, ein Wahrzeichen im Berner Oberland und Mittelpunkt des Dreigestirn, oft bestiegen und noch öfter fotografiert und bestaunt von unzähligen Touristen auf der Kleinen Scheidegg.

Drei Routen führen über die markanten Grate zum Gipfel sowie verschiedene Routen durch die Südwand, Westwand, Nordwand, Nordwestbollwerk und die Nordwandrippe. Über den Südwestgrat, Südostgrat, Nordostarm des Südostgrates und den Nordostgrat müssen nur relativ wenig Höhenmeter überwunden werden, wobei der Westgrat und der Südostgrat (Normalroute) sehr häufig begangen werden.

Wir entscheiden uns für den Südarm des Südostgrates (Normalroute) obwohl mich der Aufstieg über den Südwestgrat ebenfalls sehr gereizt hätte.

Nun gut, wir starten bei der Kleinen Scheidegg und fahren erst einmal mit der ersten Fahrt der Jungfraubahn auf's Jungfraujoch. Wie alle Fahrgäste strömen wir bei den Stationen 'Eigergletscher' und 'Eismeer' zu den grossen Fenstern und beäugen die Eiger Norwand, das 'Ischmeer' auf der Südseite des Eigers mit Blick zum Mittellegigrat.

Vom Stollenausgang wandern wir auf der breiten Piste Richtung Mönchsjochhütte. Beim Südarm des Südostgrates, unweit der Mönchsjochhütte machen wir uns bereit, deponieren unnötiges Material und beginnen den Aufstieg.

Über Geröll und einfache Felsstufen erreichen wir den ersten Firngrat. Es folgt eine wenig ansteigende Gratpartie. Der Grat wird steiler. Nach einer weiteren Felsstufe gelangt man auf den steilen Firngrat der zum Vorgipfel hochführt. Nun 'balanciert' man über den Ostgrat bis zum Gipfel.

Trotz wenig Platz auf dem Gipfel versuche ich die Aussicht zu geniessen und ein-zwei Happen zu essen. Nur zu kurz ist unsere Gipfelrast. Wenn ich alleine unterwegs bin, dann geniesse ich den Gipfel in aller Regel rund eine Stunde. Wozu bin ich denn hier hoch gekommen? Um Gott näher zu sein? Das war einmal...!

Beim Abstieg spielten sich dramatische Szenen ab! Mittag ist bereits Geschichte, die Sonne brennt, die Temperaturen sind für 4000 Meter hoch und der Schnee weicht sich unaufhaltsam auf. Schon beim Aufstieg ist mir ein asiatisches Duo aufgefallen. Stetig waren sie uns im Nacken. Irgendwann an einer günstigen Stelle habe ich sie vorgelassen. Zu meiner Verwunderung waren sie unangeseilt. Auf dem Gipfel konnte ich beobachten, wie sie dann doch noch ein Seil hervorgenommen haben. Wenig unterhalb des Vorgipfels auf dem schmalen Grat im weichen Schnee geschah es dann..., die eine Person rutschte aus und stürzte 5 bis 6 Meter seitlich in die Tiefe. Glücklicherweise konnte sie vom Seilpartner aufgefangen werden. Bange Sekunden erschienen mir wie eine Ewigkeit. Kopf über hing sie im Seil. Der Seilpartner auf dem Grat rief ihr zu. Ich befürchtete, dass auch er vom Seilzug über den Grat in die Tiefe gezogen werden würde. Ich schrie ihm zu auf die andere Seite 'zu springen'... Er konnte sie halten, Gott sei gedankt!

Mit der ersten Bahn hoch auf's Joch und den Mönch in einer Tagestour 'im Sack' ist wohl möglich. Doch bei Sonnenschein und warmen Temperaturen ist dies ein zweischneidiges Schwert! Besser übernachtet man in der Mönchsjochhütte und besteigt den Mönch bei geeigneten Verhältnissen.

Tour mit der SAC Sektion Lägern und unserem Bergführer Tom von ARCTA Bergsport Brugg.

Hike partners: Freeman


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Comments (4)


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Lulubusi says:
Sent 31 July 2012, 07h04
Der Sturtz konnte hier definitiv nur mit Glück aufgehalten werden. Ohne Seil kann man drüber diskutiern, aber noch dazu mit falscher Seiltechnik ist noch viel Gefährlicher.
Na ja zum Glück ist alles gut ausgegagnen.

Übrigen schöne Tour mit tollen Bildern

Grüsse
Lulubusi

Freeman says: RE: Glück
Sent 31 July 2012, 08h38
Warum mit Glück und war es die richtige oder die falsche Seiltechnik?
Ich hab's von oben nicht sehen können.

Gruss Freeman

Lulubusi says:
Sent 2 August 2012, 09h26
Wenn jemand auf solcheinem Grat 5-6m in ein Seil fällt, war es klar die falsche Seiltechnik.

Man geht hier angeseilt am kurzen Seil. höchstens 1m distanz zu einander! (so kann ich den Seil zweiten halten bevor er fällt) und ca. 5 Meter in der Hand. Sprich wenn ich den Sturtz nicht halten kann lasse ich das Seil fall und flüchte, wie du richtig gerufen hast, auf die andere Gratseite.

Ein Sturtz so zu halten wenn der eine bereits am rutschen ist, ist nur noch Glück. (wenn ich nicht die andere Gratseite nutze.

Freeman says: RE: Glück oder Können
Sent 2 August 2012, 17h33
Naja, vielleicht hat er es ja genau so gemacht...
Du hast ja auch 1m + 5m.

In der Theorie ist alles immer sehr einfach.

Und ob du, ich, wir... in einem solchen Fall genügend Reflex und Umsetzung haben, möchte ich echt nicht ausprobieren ;o)

Er hat sie auf alle Fälle gehalten.

Gruss Freeman


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