Herzogenhorn 1415 m - Winterauftakt


Published by alpstein , 3 December 2021, 18h02.

Region: World » Germany » Südwestliche Mittelgebirge » Schwarzwald
Date of the hike: 3 December 2021
Snowshoe grading: WT2 - Snowshoe hike
Waypoints:
Geo-Tags: D 
Height gain: 500 m 1640 ft.
Height loss: 500 m 1640 ft.
Access to start point:über A81 - B31 - B317 bis Feldberg-Bärental - B500 - Äule - Bernau - Bernau-Hof PP im Dorf oder weiter oben beim Skilift
Maps:Kompass Feldberg-Todtnau

Vor einer Woche noch fast sommerlich unterwegs, haben die Schneefälle der letzten Tage heute keine andere Wahl gelassen, als die Schneeschuhe aus dem Keller zu holen. Das Ziel war der Schwarzwald und die Schneelage war besser, als ich sie erwartet hatte. Auf eine gesetzte, aber noch nicht gefrorene Unterlage hat Frau Holle nochmal 25 cm Pulverschnee ausgeschüttet. Mit 35 cm im Tal bis gegen 60 cm Gesamthöhe in vom Wind nicht beeinflussten Lagen, scheint eine gute Grundlage für den Tourenwinter gelegt. Leider ist die Wetterbesserung im Hochschwarzwald erst während meines Abstiegs eingetroffen.

Bei -8 Grad bin ich im noch verschlafenen Bernau-Hof (930 m) in einer prächtigen Winterlandschaft angekommen. Ein paar Meter die Straße hoch, konnte ich am Skilift die Schneeschuhe montieren. Über den frisch eingeschneiten Rodelweg machte ich mich auf den Weg. Dass die Schneelage schon so gut ist, hatte ich gar nicht erwartet. Kräfteschonend kam ich voran, was sich aber noch ändern sollte. Die Südschneise lies ich aus gutem Grund links liegen. Aber ab dem Kohlplatz (1210 m) blieb mir eine anstrengende Spurarbeit nicht erspart, da ich für die bereits gesetzte, aber noch nicht tragende Schneedecke wohl zu schwer war. So war das Fortkommen bis zum Oberen Hofmättle recht beschwerlich.

Die Hoffnung auf eine rasche Wolkenauflösung erfüllte sich nicht, im Gegenteil wurde der Nebel immer dichter und im freien Gelände am Gipfelsüdhang kam noch Südwestwind dazu. Immerhin brach ich hier nicht mehr bei jedem Schritt ein. Das Gipfelkreuz erblickte ich erst auf den letzten 20 Metern. Ein älterer Schweizer Herr war schon da, der in Begriff war eine Funkanlage aufzubauen. Der Kälte wegen habe ich ihn nicht darum beneidet. Unsere Blicke richteten sich nach oben, wo man blauen Himmel durchschimmern sah. Es schien nur eine Frage der Zeit zu sein, bis Aufhellungen kommen sollten. Schließlich dauerte es mir aber doch zu lang und ich machte mich an den Abstieg.

Angesichts der schlechten Sichtverhältnisse verwarf ich den Plan, über die Glockenführe unter dem Wechtenkessel durchzugehen. Also wieder über den Südhang runter. Am Oberen Hofmättle schlug ich die Richtung über die Südschneise ein, wo weiter unten auf einer Bank auch noch eine Vesperpause drin lag. Bei immer schönerem Wetter kam ich schließlich nach Bernau-Hof zurück.

Fazit: Eine Stunde später losmarschiert, hätte ich am Gipfel bessere Verhältnisse gehabt. Dennoch war es ein schöner Winterauftakt in einer bezaubernden Winterlandschaft.

Hike partners: alpstein


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