Piz Tomül - viel Schnee Mitte April


Published by MunggaLoch , 16 April 2021, 17h38.

Region: World » Switzerland » Grisons » Safiental
Date of the hike:14 April 2021
Ski grading: PD+
Waypoints:
Geo-Tags: CH-GR 
Height gain: 1300 m 4264 ft.
Height loss: 1300 m 4264 ft.
Route:Parkplatz - aufwärts - aufwärts - Südostgrat - Piz Tomül - Ostflanke runter - abwärts - Parkplatz

Es ist schön, sich manchmal die Rosinen im Leben herauspicken zu können. So auch an diesem Mittwoch: Schönes Wetter in der Vorhersage, Neuschnee vom Montag und das trotzdem nur bei einer mässigen Lawinengefahr!

So starteten wir bei frischen -13° in diese Frühjahrstour Mitte April ;-)
Sobald wir an die Sonne kamen, wurde es aber wärmer. Oder lag es am Aufstieg? Kurz vor uns stieg eine grössere Gruppe (10 Personen) auf. Wir 13 Skitourengeher sollten die einzigen sein, die heute den Piz Tomül besteigen.

Manchmal sind wir drei vorne, aber mehrheitlich einer der beiden Bergführer der anderen Gruppe. Zwischendurch sank man beim Spuren so 30cm ein. Aber ich muss da ja nicht erklären, dass so das Spuren mühsam ist ;-) Dafür sah es neben der Spur fantastisch aus und es versprach eine steibende Pulverschneeabfahrt zu werden.

Der Aufstieg zieht sich hin. Nach etwa 2,5 Stunden erreichten wir den Südostgrat und glaubten, das mühsamste geschafft zu haben. Nur noch den Grat und den Gipfelhang ;-) Der Grat hatte es aber noch in sich. Eine Stelle war sehr abgeblasen und ich war froh, ging dort der Bergführer vor. Er machte dies in der Flanke. Und ausrutschen hätte schmerzhafte Folgen gehabt. Die Harscheisen gaben etwas Sicherheit. Ich selber wäre wohl über den Grat aufgestiegen, halt mit den aufgebundenen Skis.

Dafür war das letzte Stück, so eine Art Gipfelhang recht schnell und leicht erstiegen.

Das Gipfelpanorama war schlicht fantastisch. Diverse höchste Berge von Kantonen waren zu sehen: Graubünden, Tessin, Glarus, St. Gallen, Bern, Obwalden und mit etwas Fantasie (oder elektronischer Hilfe) auch vom Wallis, die Dufourspitze!

Für die Abfahrt folgten wir wieder der anderen Gruppe mit den Bergführern. Alleine wären wir sicher wieder den Südostgrat gefolgt. So fuhren wir wie die 10er Gruppe durch den Osthang ab. Wenn man weiss wo, ist es auch nicht so ein Problem. Aber definitiv muss man die Lawinensituation im Auge haben, der Hang ist über 30° steil!

Leider entpuppte sich der Rest der Abfahrt nicht als soooo toll, wie ich es im Aufstieg gehofft hatte. Die Sonne weichte den Schnee ziemlich auf und es wurde schwer. Somit recht viel und recht schwerer Schnee.
Aber trotzdem waren ein paar schöne Kurven möglich, die wir sehr genossen!

Fazit: Mit fast 1300 Höhenmeter eine lange, aber bei diesen Bedingungen eine super Tour!



Anmerkung für Nachahmer: Für das Nachlaufen von Touren reicht das grammatikalische und inhaltliche Verständnis dieses Berichts nicht unbedingt aus. Nebst Respekt gegenüber der Natur ist auch Grundwissen (z.B. über die Schwierigkeitsstufen der T-Skalen oder Lawinengefahrenstufen) und eine seriöse Tourenplanung notwendig: Bin ich der Tour gewachsen? Ist meine Ausrüstung genügend? Lässt das Wetter und die Jahreszeit diese Tour zu?
Falls jemand mit meiner Tourenbeschreibung inhaltlich nicht zufrieden ist (besonders bezüglich Schwierigkeit), soll er sich bitte bei mir per Nachricht oder Kommentar melden! Wer Schreibfehler findet, darf sie behalten...

Hike partners: MunggaLoch


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