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Hüttkopf und Brandegg, hoch über dem riesigen Nebelmeer


Published by Krokus , 1 January 2020, 14h58. Text and phots by the participants

Region: World » Switzerland » Zürich
Date of the hike:30 December 2019
Hiking grading: T1 - Valley hike
Waypoints:
Geo-Tags: Zürcher Oberland   CH-ZH 
Time: 6:30
Height gain: 650 m 2132 ft.
Height loss: 800 m 2624 ft.
Route:17 Km
Access to start point:Mit S26 bis Gibswil
Access to end point:Mit S26 nach Gibswil und Bus Richtung Rapperswil


Auf dem Radweg wandern wir in klirrender Kälte unter blauem Himmel von Gibswil zum Fistel und auf der Tannenstrasse  bis Gruoben. Über den steinhart gefrorenen, raureifüberzogenen Wiesenrücken erreichen wir den Langenberg, wo wir miterleben können, wie eine Tanne fachgerecht gefällt wird, richtige Massarbeit.

Wir steigen hinauf zum Hasenböl, erfreuen uns an einem in grazilem Lauf dem Wald zustrebenden Reh und der fantastischen Aussicht aufs Nebelmeer und die Alpen. So erreichen wir bei Tannen den Gratweg auf den Hüttkopf. Aber schon auf 1010 Metern verlassen wir diesen ostwärts. Auf der Karte ist ein bedingt fahrbarer Weg eingezeichnet, den wir auskundschaften möchten. Die ersten 1,5 Km sind wirklich fahrbar für ein schmales Allradfahrzeug wie Schilter oder Einachstraktor, dann wird es ruppiger, gestürzte Bäume müssen überstiegen werden, dann ist da nur noch ein schmales Weglein. 400 Meter weiter östlich stehen wir vor einer tiefen Bachrinne, weglos hinuntersteigen im gefrorenen Gelände und über die eisgepanzerten Steine wollen wir nicht, auch ein Umgehen des Rutsches weit oben kommt nicht in Frage, weil wir nicht wissen, was uns später noch erwartet. So wandern wieder zurück zum Gratweg und wärmen uns erst mal an der Sonne auf. Ohne Jacken und Mützen geht’s weiter dem Hüttkopf zu. Eisige Stellen im Aufstieg können gut im ungespurten Gelände umgangen werden.

Heute sind wir nicht allein auf dem Gipfel. Etliche Wanderer geniessen das 360° Panorama mit dem immensen Nebelmeer und die warme Wintersonne.  Wir wandern hinüber zur Scheidegg. Jedes freie Plätzchen ist mit Autos besetzt, also kein gemütliches Kaffeetrinken im Restaurant. Wir ziehen das  Brandegg-Wasserreservoir für die Mittagspause vor, ein wunderbarer Ort, weg vom Getümmel beim Gasthaus.

Der Südwestgrat der Brandegg scheint aper und eisfrei zu sein, so wählen wir diesen interessanten Grat über den Ramsel P 1135 und P 1035 für den Abstieg nach Hischwil. Der ganze Grat ist wirklich sehr gut begehbar, einzig der letzte Wiesenhang oberhalb Hischwil ist ein Tanz auf rohen Eiern. Die oberste Humusschicht ist zu einer schlammigen Masse aufgetaut und klebt in Stollen an den Schuhen. Den nächsten Weidedurchgang benutzen wir dann als Schuhabstreifer.

Von Hischwil über Boden bis Hinter Erli nähern wir uns immer mehr dem Nebel. Ein Graureiher fliegt graziös auf die Wiese beim Erliweiher und über unseren Köpfen setzt ein Gleitschirmflieger zur Landung an. Dem Haltbergbächli entlang kommen wir hinunter an die Jona. Feuchter Nebel hüllt uns ein, Jacke, Handschuhe und Mütze sind wieder gefragt.

Über die Holztreppe steigen wir hinunter zum Wasserfall. Die Jona stürzt hier mit enorm viel Wasser wohl 20 Meter über einen Gubel herunter. Daneben verzieren Eiszapfen das Gubeldach. Und gleich daneben fliesst in vielen Cascaden das Breitenrietbächli in die Jona, die sich dann in reissendem Lauf durch einige Felsspalten zwängt und in einem tiefgrünen Pool zur Ruhe kommt. Links der Jona führt der Weg unterhalb dem spektaktulären  Bahntrasse der Tösstalbehn weiter durchs Tobel bis zur Tösstalstrasse. Durchs Dorf Wald erreichen wir den Bahnhof, wo gerade Bus und Zug wegfahren. Macht nichts, die letzte Tour in diesem Jahr muss mit einem Kaffi fertig begossen werden. Und warten muss man nicht mehr lange, denn die S26 hat jetzt Halbstundentakt!

Hike partners: CampoTencia, Krokus


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