Nepal: Gokyo-Khumbu-Trek; Teil 4 - Schluss


Published by Linard03 Pro , 4 January 2020, 11h00.

Region: World » Nepal » Khumbu
Date of the hike:14 November 2019
Hiking grading: T2 - Mountain hike
Waypoints:
Geo-Tags: NEP 
Time: 4 days
Height gain: 1250 m 4100 ft.
Height loss: 2000 m 6560 ft.
Route:Dingboche - Chukhung - Island Peak Base Camp - Dingboche - Tengboche - Namche Bazar

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Es läuft nichts mehr nach Plan und die optionale Besteigung des Island Peak werden nur noch 2 Teilnehmer wahrnehmen können …
 
Dingboche (4400m) – Chukhung (4700m) – Island Peak Base Camp (5070m)
 
Ich hatte wie ein Murmeltier geschlafen, herrlich! Ausschlafen, gemütlich an der Sonne frühstücken und dabei den vierthöchsten Berg der Welt (Lhotse) im Blickfeld haben; was will man mehr? Der Tag liess sich jedenfalls sehr gut an …
 
Etwas später erkundeten wir zu dritt den Ort und gönnten uns in einem hervorragenden Café – eben einen weiteren Kaffee ;-). Erst nach 12 Uhr machten wir uns wieder abmarschbereit, um den relativ kurzen Weg nach Chukhung unter die Füsse zu nehmen (ca. 2 Std.).
 
Eine Person stieg hingegen direkt weiter ab; wir werden sie jedoch später wieder treffen. Somit waren wir (momentan) noch zu sechst unterwegs. In dieser Lodge war einiges los: entweder kamen Leute vom Island Peak Base Camp zurück und brachen zu ebendiesem Camp auf. Oder kamen von der Besteigung des Aussichtsberges Chukhung Ri (5550m) zurück.
 
Bei der abendlichen Jass-Runde kündigte sich das Unheil an, welches schliesslich in einer Horror-Nacht endete: meinem Zimmergenossen, welcher nun bereits seit zwei Wochen hustete und die letzten Tage mit schwindenden Kräften zu kämpfen hatte, ging es nun sichtlich immer schlechter.
Dass sich seit heute Nachmittag auch bei mir ein leichter Reizhusten meldete, ignorierte ich zu diesem Zeitpunkt noch …
 
Die Nacht wurde dann zum Tage (damit dies gleich klar gestellt ist: ich möchte an dieser Stelle weder den Bericht künstlich dramatisieren noch irgendetwas übertreiben oder schreiben, was nicht stattfand!):
der Kollege hustete nun ununterbrochen; später röchelte er nur noch, bekam keine Luft mehr. Ich kriegte es mit der Angst zu tun und dachte, ihm hätte „die letzte Stunde geschlagen“. Als dann schliesslich auch der Kollege meinte, jetzt müsse ich den Bergführer wecken, zögerte ich keine Sekunde mehr. Das stärkste Diamox musste her und der Kollege durfte nur noch im Sitzen schlafen bzw. dösen.
 
Auf Anraten des Bergführers verzog ich mich um ca. 3 Uhr in den Aufenthaltsraum der Lodge, um wenigstens noch etwas schlafen zu können. Damit war aber auch bereits um 5 Uhr wieder Schluss, denn die ersten Gäste kamen zum Frühstücken – die wollten wohl auf den Chukhung Ri …
Ich war jedenfalls ziemlich gerädert, als wir uns zum Frühstück wieder trafen. Der Entscheid (von BF & den local guides) war dann schnell gefällt. Eine Stunde später kam der Helikopter und flog mein Zimmerkollege nach Lukla ins Spital.
 
Bei etwas bedecktem Himmel brachen wir also noch zu fünft in Richtung Base Camp auf. Mit dabei waren jetzt auch noch zwei weitere Guides, welche uns auf den Island Peak führen sollten (einer der Guides schien ein echter Profi zu sein; war schon 8-9 mal auf dem Everest und allein in dieser Saison bereits 17x auf dem Island Peak …).
In der Hälfte der Strecke gab noch eine weitere Person auf; sie war etwas von Durchfall geschwächt, hustete ebenfalls und strich die Segel („der Berg will mich nicht; für mich ist hier Schluss“). Sie wanderte alleine zurück zur Lodge.
 
Noch zu viert waren wir unterwegs, wobei sich jetzt auch bei mir sofort der Reizhusten meldete, sobald es etwas steiler hinaufging. Dazu auch noch Halsschmerzen. Ich lutschte Hustenbonbons und verdrängte erst mal die Erkältung; das wird schon gehen …
Der Pfad führte vorerst alles der Moräne entlang, bis wir eine Hochebene erreichten und nach insgesamt ca. 3 Std. auch das Island Peak Base Camp (5070m).
 
Das Mittagessen war vom Allerfeinsten (überhaupt wurde hier oben das beste Essen des ganzen Trekkings serviert!): Gschwellti, dazu Salat (!), Teigwaren … - und als Dessert gab’s eine riesige Torte!! Der Chefkoch des Base Camps verdiente sich das höchste Lob.
 
Aber während des Essens kreisten meine Gedanken längst um die bevorstehende Island Peak-Besteigung. Der Husten verschlimmerte sich von Stunde zu Stunde, die Halsschmerzen ebenfalls. Würde es so Sinn machen? Mit zunehmender Höhe wird alles noch verstärkt bzw. schlimmer, das war klar …
 
Während Sonja wieder zur Lodge abstieg (für sie stand die Besteigung nie zur Debatte), musste ich einen Entscheid fällen, welcher schmerzte: während sich die anderen beiden für das Jümarn-Training und Anpassen der Steigeisen bereit machten, teilte ich unserem BF mit, dass ich schweren Herzens auf die Besteigung verzichten werde.
 
Es hat nicht sollen sein … Schade, denn ich war bis am Vortag fit, hatte keinerlei Beschwerden bis dahin, nicht mal Kopfschmerzen. Zudem hätten auch die Bedingungen am Island Peak gepasst (kaum Wind, guter Trittschnee, etc.).
Aber eben; hätte, wäre … Es war nun halt mal so; ich wollte kein Risiko eingehen und auf halber Höhe umkehren war auch keine Option. Zudem hatte ich auch meiner Familie versprochen, null Risiko einzugehen.
 
Somit kroch ich überaus enttäuscht in meinen Schlafsack, während die beiden letztverbliebenen Kollegen am Fixseil-Training teilnahmen … Es war relativ offensichtlich, dass mich der Zimmerkollege angesteckt haben muss – zumindest ist das die naheliegendste Erklärung, auch wenn ich ihm keinen Vorwurf machen möchte. Er hat seine Erkältung selbst total unterschätzt.
 
Jedenfalls war ich wütend und enttäuscht zugleich; fühlte eine grosse Leere: ich hatte alles getan, um gesund zu bleiben. Ich war fit und hatte keine Beschwerden. Obwohl ich das Gelingen des Trekkings nie von der Island Peak-Besteigung abhängig gemacht hatte, war ich in diesem Augenblick untröstlich. Selbst die schöne Abendstimmung über dem Island Peak mochte mich jetzt nicht mehr aufzuheitern …
 
Nach einem nochmals hervorragenden Nachtessen war um 18 Uhr bereits Nachtruhe, da die potentiellen Gipfelanwärter um 23.45 Uhr wieder aufstehen mussten …
 
Island Peak Base Camp (5070m) – Dingboche (4400m)
 
Um 1 Uhr waren auch die letzten Bergsteiger weg (heute sollten ca. 50 Leute den Island Peak besteigen, wobei es leider auch einen tödlichen Absturz gab …).
Ich hatte gut geschlafen, trotzdem machten mir der Husten und die Halsschmerzen arg zu schaffen. Ich kaute lustlos an meinem Frühstücks-Honigtoast, als ich vernahm, dass Marco & Christoph den Island Peak erreicht hatten – Herzliche Gratulation!
 
Um ca. 9 Uhr wanderte ich alleine los, um zunächst nach Chukhung abzusteigen. Selbst kleine Gegenanstiege brachten mich schnell ausser Atem und lösten neue Husten-Reize aus. Der Weg zog sich in die Länge, als ich um ca. 11 Uhr die Lodge von Chukhung erreichte.
Eine kurze Ess- und Trinkpause, danach ging’s für mich gleich weiter. Inzwischen fühlte ich mich saft- und kraftlos; selbst im Abstieg. Total erschöpft erreichte ich um ca. 12.30 Uhr die Lodge in Dingboche. Sofort legte ich mich ins Bett und schlief den Rest des Nachmittages.
 
Auch für die Island Peak-Besteiger wurde es ein langer Tag: 6 Std. Aufstieg, 4 Std. Abstieg und anschliessend noch ca. 3 Std. Abstieg nach Dingboche …

Am Abend dann doch noch ein Highlight: es wurde ein Fondue serviert - und das auf 4400m! Der Hüttenwart bereitete die aus der Schweiz mitgebrachte Fondue-Mischung auf dem Ofen zu. Ihr hättet die Stielaugen und die neidischen Blicke der Franzosen-Gruppe am Nebentisch sehen sollen; denen lief das Wasser nur so im Munde zusammen … ;-)).
 
Dingboche (4400m) – Namche Bazar (3500m) – Lukla (2880m)
 
Heute sollte es ein schwieriger Tag für mich werden …
Zunächst ein leichter Abstieg ins Tal hinunter. Bei jedem kleinen Gegenanstieg nimmt mir der BF den Rucksack ab, um Energie zu sparen. Unglaublich, wie einen eine Erkältung in dieser Höhe schwächen kann!
 
Die ca. 150Hm hinauf nach Tengboche waren dennoch eine Qual; auch ohne Rucksack. Das ständige Husten, ausgelöst durch die Anstrengung, raubte einem alle Energie. Mit Mühe ass ich eine Suppe, danach schlief ich beinahe am Mittags-Tisch ein. Während die anderen das Gompa-Kloster besuchten (eines der eindrücklichsten und grössten Kloster im Khumbu-Gebiet), machte ich mich bereits an den Abstieg, zusammen mit dem BF.
 
Als wir den Fluss und somit die Talsohle erreicht hatten, organisierte unser Chef-Sherpa ein Pferd für mich. Es standen ca. 300Hm nach Namche an, die ich unmöglich schaffen würde. Nur 300Hm … - aber es ging nicht mehr …
In diesem Augenblick empfand ich weder Schmach noch sonst etwas; war einfach nur froh, dass ich irgendwie nach Namche rauf kam …
 
Das Pferd brachte mich über steile Pfade traumwandlerisch sicher und in ca. 2 - 2 ½ Std. (das Zeitgefühl hatte ich verloren) hinauf nach Namche Bazar, welches wir um ca. 16.30 Uhr erreichten. Bei unserer Lodge angelangt wartete auch bereits einer unserer Guides, welcher mich hinauf zum Spital begleitete (ich blieb dabei gleich auf dem Pferd …).
Der Arzt meinte dann, dass der Hals schlimm aussehen würde, verschrieb mir Antibiotika, Hustensaft und anderes … Ich dürfe jetzt nicht mehr weiter aufsteigen, hinunter sollte es eigentlich gehen … (?)
 
Später gab’s dann in unserer Lodge einen Apéro mit Weisswein & Käse, wobei ich bei all den Medis mit Orangensaft vorlieb nehmen musste …
Am nächsten Tag ging nichts mehr: ich fröstelte, war ohne jeglichen Antrieb und benötigte eine Ewigkeit, um meine Sachen zu packen. Ich kam kaum die Treppe hinunter zum Frühstücksraum und brachte keinen Bissen runter, während die anderen einen Helikopter-Panoramaflug unternahmen.
 
Ich wollte es nicht wahrhaben, aber bald war klar – das war’s … Ich teilte dem BF mit, dass ich hier die Reissleine ziehen würde und ein Helikopter nach Lukla zu organisieren wäre. Ich schaffte es kaum noch hinauf zum Heli-Landeplatz, musste dauernd stehenbleiben um Luft zu holen. In lediglich 4 Flugminuten (statt zwei Tage wandern …) erreichten wir Lukla. Einchecken in der Lodge und danach umgehend ins Spital.
Der Arzt meinte, es sei der einzig richtige Entscheid gewesen und verschrieb zwei Tage Bettruhe, keine Anstrengung mehr.
 
Die „tiefe“ Lage (2880m) half enorm, das Ausruhen ebenfalls. Ich gönnte mir zudem die erste Dusche; Lust auf Gespräche mit anderen Lodge-Gästen hatte ich jedoch (noch) nicht … Am andern Tag ging’s endlich viel besser; am Nachmittag trafen auch die anderen unserer Gruppe ein. Am Abend fand das Trägerfest statt, wo unsere Träger den hoch verdienten Lohn erhielten, welcher von uns noch aufgebessert wurde.
 
Lukla – Kathmandu
 
unser Flug war „ca. 7.30 Uhr“ vorgesehen. Allerdings wurde uns mitgeteilt, dass im Tal unten Nebel herrsche und somit derzeit noch keine Flüge durchgeführt werden können. Spielt keine Rolle, wir sitzen noch gemütlich in unserer Lodge und trinken The …
Es sind ja schliesslich nur ca. 50m Fussweg ins Flughafengebäude, einchecken, boarding time, etc. ist so ziemlich alles dasselbe … ;-)
 
Plötzlich ging’s schnell, die ersten Flieger kamen rein und flogen auch schon bald wieder los. Es wirkte wiederum wie ein grosses, organisiertes Chaos: ca. 100 Leute warteten in einem Raum auf ihren Flug. Jemand kam dann jeweils rein und schrie die nächste Flugnummer auf. Sofort drängten besagte Passagiere aufs Flugfeld, stiegen ein und flogen weg …
 
Problemlos gelangten wir so zurück zum Provinzflughafen Manthali. Gar keine Vorfreude herrschte bei mir beim Gedanken, dass jetzt wiederum 4-5 Std. Busfahrt anstanden … Aber irgendwie überstanden wir auch dieses Mal den Schüttelbecher über die abenteuerlichen Passtrassen und –Pisten, genehmigten uns ein letztes Mittagessen (wiederum in Dhulikhel).
 
Etwas später erreichten wir unser Hotel im Zentrum von Kathmandu.
Wer noch nie in einer indischen Stadt war, mag vom allgemeinen Chaos, insbesondere vom Verkehr, dem Gewusel, etc. überrascht oder gar schockiert sein. Ich sah allerdings keinen Unterschied zu Mumbai, Delhi, Kalkutta und vielen anderen Städten, wo ich schon unterwegs war.

Die erste „richtige“ Dusche; schlafen ohne Schlafsack! Es fühlte sich irgendwie komisch an ... Für die einen war Shopping angesagt, für andere ein Café-Besuch. Am nächsten Tag durften wir auf einer geführten Tour die beiden wichtigsten Stupa’s (Grabmähler) der Stadt besichtigen: Swayambhunath, der sog. „Affentempel“ sowie Bodnath / Boudhanath, eines der weltweit grössten Bauwerke dieser Art. Bodnath ist zudem UNESCO Weltkulturerbe.
 
Nach dieser Tour strömten die meisten nochmals in die Gassen von Thamel. Das Viertel mitten in Kathmandu ist DIE touristische Hochburg. Es lohnt sich jedoch, auch ein paar Schritte ausserhalb dieses Viertels zu machen, wo man die eigentliche Altstadt findet. Am Abend fand schliesslich noch ein Abschlussessen mit unserem Chef-Guide statt.
 
Am nächsten Tag wurden die letzten Shopping-Aktivitäten erledigt - dann war Schluss. Via Doha flogen wir zurück nach Zürich. Ein für mich grossartiges Abenteuer ging zu Ende.

Monica, Nicole, Regula, Sonja, Christoph, Daniel, Marco & Roman: es hat grossen Spass gemacht, mit Euch unterwegs zu sein!
 
Fazit:
 
Was ich bereits in der Einleitung des 1. Teils geschrieben hatte, wiederhole ich an dieser Stelle nochmals: mit diesem Trekking ist für mich ein Lebenstraum in Erfüllung gegangen. Ich habe die 8000er gesehen, konnte bei überwiegend herrschendem Kaiserwetter unzählige, formschöne 6000er und 7000er bestaunen, durfte schöne Begegnungen mit Einheimischen erleben – kurzum: viele Eindrücke, welche ich für immer bewahren werde.

Auch wenn ich noch zwei Tage lang der verpassten Besteigung des Island Peak nachgetrauert (und danach abgehakt) hatte: unter dem Strich ging alles in Erfüllung; es war das erhoffte Abenteuer, es hat alles hat gepasst!
 
Die Tour war hervorragend organisiert und unsere lokalen Guides zeigten während des „Zerfalls“ unserer Gruppe ein hohes Mass an Flexibilität – nicht selbstverständlich! Aber sie fanden für jedes Problem eine gute und schnelle Lösung, was mich sehr beeindruckte. Sollte es ein nächstes Mal geben, würde ich deshalb wiederum mit derselben Organisation unterwegs sein.
 
Schluss-Bemerkungen bzw. was ist sonst noch aufgefallen?

  • was früher offensichtlich eher noch der Fall war, habe ich glücklicherweise nirgends gesehen: Kinder, welche als Träger unterwegs sind (es wirkt für uns schon als Zumutung, welche Lasten die erwachsenen Träger schleppen …)
  • Essen: die Speisekarten sind praktisch in allen Lodges identisch – die Auswahl somit ziemlich eingeschränkt und bei zwei warmen Mahlzeiten pro Tag wiederholt sich das Essen entsprechend …
  • wer bereits Mühe mit den Toiletten-Einrichtungen auf unseren Alpen-Berghütten hat, der sollte womöglich ein solches Trekking meiden …
  • wer mit dem eigenen Schlafsack nicht genug warm hat: in den meisten Lodges gibt’s auf den Betten zusätzlich dicke Decken
 
Zahlen:

11. Tag: ↑393m, 4.7km, 2 Std.
12. Tag: ca. ↑400m
13. Tag: ca. ↓700m
14. Tag: ca. ↑450m, ↓1300m

(12.-14. Tag: leider keine genauen Zahlen mehr …)

Hike partners: Linard03


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Comments (6)


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Baldy und Conny Pro says: nochmals ganz
Sent 4 January 2020, 20h11
herzlichen Dank für Deine seriösen Beschreibungen und den traumhaften Fotos.
Einfach nur faszinierend.
Merci vielmol.
Gruess Angelo und Conny

P.S. Weiterhin alles gute auf Deinen Gipfeln, Zielen ob in der Nähe oder aus der fernen Welt

Linard03 Pro says: RE:nochmals ganz
Sent 5 January 2020, 09h45
Hoi zäme,
vielen Dank Euch beiden für die netten Worte. Es freut mich, wenn ich Euch auf meine Rückblende mitnehmen durfte.
Bestimmt gibt es weitere Ziele, aber momentan bin ich immer noch am Verdauen der Nepal-Reise - es waren derart viele Eindrücke ...

Euch beiden wünsche ich ebenfalls alles Gute & weiterhin unfallfreie Touren!

Gruess,
Richard

aBart says:
Sent 5 January 2020, 23h24
Danke für die ausführlichen Berichte. Bei so vielen Ausfällen scheint, diese Tour ja fast nicht machbar. Keinen Ruhetag unterwegs ?
Wie wurde dann der Helikopter verrechnet ? Nehme nicht an, dass da die Rega kam.
Grüsse
Andre

Linard03 Pro says: RE:
Sent 6 January 2020, 11h41
Gern geschehen …

> Bei so vielen Ausfällen scheint, diese Tour ja fast nicht machbar
Die Tour ist sehr wohl gut machbar. Ich denke, es war eher aussergewöhnlich, dass so viele Ausfälle zu beklagen waren. Allerdings haben wir von einer anderen Gruppe erfahren, dass dort keiner verschont wurde und ALLE Teilnehmer mit Durchfall und Erkältung zu kämpfen hatten …
Aber ich möchte trotzdem nochmals betonen, dass die Tour gut machbar ist, wenn man gewisse Grundregeln diszipliniert einhält, so banal sie auch tönen mögen.

Ganze Ruhetage gab’s tatsächlich nicht, ist auch nicht üblich. Wenn wir 2x am selben Ort übernachtet hatten (und das kam auch nur 2x vor), dann wurde dieser „Ruhetag“ für eine Akklimatisationstour genutzt.

Bezgl. Helikopter ist wohl klar, dass dies jeder selber berappen muss; Kreditkarte genügt ... Man kann dann versuchen, das Geld von der Krankenkasse zurückzufordern ...

Anders als z.B. in Südamerika gibt es in den Hochtälern von Nepal keine Strassen. Es gibt daher bei Erkrankungen oder Unfällen grundsätzlich nur 2 Optionen: entweder ein tagelanger Marsch zum nächsten Arzt / Spital oder eben der Helikopter …
Und wie auch schon beschrieben, das Helikopter-Business in der Khumbu-Region ist gross und auch gut organisiert. Innerhalb weniger Minuten (natürlich je nach Entfernung) nach Anforderung ist ein Helikopter vor Ort.

Gruss, Richard

aBart says: RE:
Sent 6 January 2020, 21h53
Danke für die Info. Grüsse Andre

Linard03 Pro says:
Sent 6 January 2020, 22h21
allen vielen Dank für die netten Rückmeldungen; insbesondere auch per PN - das hat mich sehr gefreut!!


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