stürmisch im Bisistal unterwegs: Hängst - Pfaff - Glattalphütte


Publiziert von Felix , 5. Juli 2021 um 14:04. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Schwyz
Tour Datum:20 Oktober 2019
Wandern Schwierigkeit: T3+ - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-SZ   Ortstockgruppe 
Zeitbedarf: 5:00
Aufstieg: 1030 m
Abstieg: 1030 m
Strecke:Parkplatz LSB Glattalp - P. 1137 - Saali, P. 1137 - P. 1328 - (Feldmoos) - Melchberg, Hütten + Kreuz - Hängst - Pfaff - Grossbodenkreuz - Pfaffer Kreuz - Grossbodenkreuz - Böden - Glattalphütte - P. 1856 - P. 1787 - In den Chrümpfen - P. 1502 - P. 1360 - Eigeli - Parkplatz LSB Glattalp
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PW via Huttwil - Ettiswil, Autobahn Sursee - Schwyz, Rickenbach - Muotathal und Schwarzenbach nach Sahli
Kartennummer:1172 - Muotathal, 1173 - Linthal

Beim Parkplatz der LSB Glattalp, auf Sahli, P. 1147, beginnt die heutige (teils alpine) Bergwanderung - bei vorwiegend bedecktem Himmel, mit gelegentlich sonnigen Abschnitten, und im Gipfelbereich mit teils stürmischem Wind.

Via Saaliboden, P. 1137, wandern wir auf der Zufahrtsstrasse erst kurz talauswärts bis Saali, P. 1137; hier biegt unser WW über die (niedrige) Staumauer des Speichersees des Kraftwerks Seeberg ab.

 

Erst gemächlich (kurz im Wald), dann etwas ansteigend über einen Wiesenhang, steigen wir an zu P. 1328; hier wenden wir uns auf dem Alpsträsschen für wenige Meter nach S, bis der WW auf Feldmoos, auf 1339 m, Richtung Hang abzweigt. Nur wenige Meter weiter und höher (auf 1346 m) beginnt der nun als AWW ausgeschilderte Steig.

Oft sehr steil leitet dieser unter der beeindruckenden felsigen Westflanke unseres (ersten) Gipfelzieles vorerst im grasigen Terrain höher.

 

Auf der nun anschliessenden Grasrampe gewinnen wir weiter an Höhe; auf ~ 1645 m halten wir inne für eine kurze Rast. Nach dieser wechseln wir über eine felsige Rinne in meist schrofiges Gelände über; flachere, attraktive Bandpassagen wechseln ab mit steilen Aufstiegen im oft 45° aufweisenden Hang. Ein Querblick ins hintere Bisital offenbart uns mit einem erfreulichen Sonneneinfall dessen Schönheit - mit Waldisee, dem bald zu begehenden Alpler Stock sowie der herausfordernden Schächentaler Windgälle.

Noch vor Erreichen der Hochfläche des Melchberges legt sich der Hang zurück, und wir betreten bei stimmungsvoller Ambiance das Alpgebiet bei den Hütten- und nehmen gleich auch das nahe Kreuz mit.

 

Wir gehen nun unseren Gipfel in südlicher bis südöstlicher Richtung weglos an; ohne grössere Schwierigkeiten steigen wir im Grashang hoch zum Hängst - bereits hier von kräftigem Wind begleitet.

Oberhalb der gegen S steiler abfallenden Schutt-Fels-Flanke verläuft eine Gratspur annähernd flach (nach E) zur Einmündung in den BWW im Sattel (auf gut 2000 m).

 

Weglos über Alpweiden gilt es nun - bei zunehmender Windstärke - zu den Gipfelinstallationen des Pfaff‘ hinauf zu schreiten; hier ist gutes Stehvermögen gefordert, bläst nun der Wind stürmisch.

Ist unser Halt hier entsprechend von kurzer Dauer, ist der Ausblick (mit einzelnen sonnigen Lücken) insbesondere Richtung Ortstock, hinunter auf die Glattalp und wiederum zur Schächentaler Windgälle ein stimmungsvoller.

 

Über interessante Felsformationen marschieren wir weiter - und hinunter zum Übergang Grossbodenkreuz. Selbstverständlich statten wir dem nahen Pfaffer Kreuz auf guter Wegspur auch einen Besuch ab - das Kreuz selbst ist Opfer eines Umfalls geworden …

Zurück am Grossbodenkreuz folgen wir dem BWW hinunter über die bereits bräunlich verfärbte Grasnarbe von Böden zur Glattalp.

 

Aus der Höhe ist gut erkennbar, welch prächtige, ebene Felsbänder sich vor der Glattalphütte in der Ebene hinziehen; an ihnen vorbei erreichen wir die (bald in den Um- und Erweiterungsbau gehende) Hütte.

Nach dem Einkehrschwung verlaufen einige wenige Meter noch als BWW (oberhalb der Bergstation LSB Glattalp) und leitet uns danach länger, an P. 1856 vorbei, der WW Richtung Talboden.

 

Erst im eher felsigen Bereich, dann - nach In den Chrümpfen - auf zunehmend grasigeren Abschnitten, gelangen wir zu P. 1502; hier leitet ein weiterer WW zum Abstieg hinunter zur malerischen, sumpfigen Schwemmebene auf Milchbüelen. Beim entsprechenden Wegpunkt, P. 1360, unweit des Schattgadenhüttlis, queren wir den Milchbüelenbach - ihn werden wir später wieder antreffen …

 

Wir folgen dem WW eine Zeitlang in NW-Richtung, bis wir oberhalb der Hütte Eigeli weglos, über leicht ruppiges Gelände, zu dieser absteigen.

Hier gilt es nun, den südöstlich gelegenen Einstieg zu einem unscheinbaren Weglein zu finden - und nach erfolgreicher Suche zum Milchbüelenbach abzusteigen. Auf schmalem, nassem Holzsteg queren wir diesen, und legen im herbstfarbenen Wald, dann ausgangs über Alpgras, die letzten Meter hinunter zur Alpwirtschaft und dem Parkplatz LSB Glattalp auf Sahli, P. 1147, zurück.

 

2 h 20 min (inkl. ¼ h Pause) bis Hängst

▲▼ 1 h bis Glattalphütte

1 h bis Milchbüelen

¾ h bis Sahli

 

unterwegs mit Jumbo und Urs


Tourengänger: Ursula, Felix, Baergheidi, piluhikr


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