Ofen und Laaxer Stöckli


Published by Frangge , 15 July 2019, 22h32.

Region: World » Switzerland » Glarus
Date of the hike: 6 July 2019
Hiking grading: T4 - High-level Alpine hike
Waypoints:
Geo-Tags: CH-GL   CH-GR   Segnas-Vorabgruppe 
Time: 7:00
Height gain: 2250 m 7380 ft.
Height loss: 1000 m 3280 ft.

Eigentlich war für das Wochenende eine zweitägige Tour geplant. Für den Sonntag war das Wetter dann leider nicht bergtauglich, und so haben wir umdisponieren müssen. Von früheren Touren ist mir die Gegend hinter Elm in guter Erinnerung und so begeben wir uns in das Revier von PStraub und Schlomsch.

Gleich vorweg: Mir ist aufgetragen worden, die Wanderung von Elm ins Skigebiet Flims/Laax als Genusstour zu beschreiben. Wir haben die Tour genossen. Recht streng fand ich sie trotzdem.

Gegen acht Uhr sind wir in Elm gestartet und zu Fuss auf Richtung Nideren und dann dem Wanderweg folgend zur Martinsmadhütte. Bis hier maximal T3. Wasserfälle, riesige Felsfalten in der Tschinglenschlucht und die mächtigen Felswände vor dem Bündnerbergjoch prägen das Bild bis hierhin.

An der Martinsmadhütte werden wir herzlich empfangen und müssen uns nicht zu Kaffe und Kuchen überreden lassen. Das Tempo war schon nicht allzu niedrig, die Pause ist recht willkommen.

Der weitere Weg führt über das Ofenrus in den Grischsattel. Dieses Stück ist gut blau-weiss markiert (auf map.geo nicht ersichtilch) und bestens mit Ketten abgesichert. Es gilt nur noch kleinere Schneefelder in nicht heiklem Gelände zu überwinden. T4 zwischen der Hütte über Ofen und Laaxer Stöckli bis ins Bündnerbergjoch.

Im Grischsattel gehen wir noch auf edn Vorgipfel vom Ofen (Pt 2818). Dort machen wir unsere Mittagspause und konsultieren die Wetter-App um festzustellen, dass es noch eine gute Weile trocken bleiben würde. Das sieht nördlicher schon ganz anders aus...

Der Abstecher auf den Ofen geht noch über ein Schneefeld. Auf der Gegenseite ist der Grat und Alpinwanderweg zum Laaxer Stöckli schneefrei und wir kraxeln an Polsterblumenwiesen vorbei zum Gipfel. Im Abstieg von diesem in das Bündnerbergjoch hat es wieder ein paar Schneefelder, die da flach kein Hindernis darstellen. Dem Wanderweg über Pt 2271 folgend machen wir uns auf den Weg zur Seilbahnstation Crap Sogn Gion.

Nach der Talstation Crap Masegn gibt es noch einen Gegenanstieg - hier muss ich meine Definition von Genuss doch schon sehr grosszügig auslegen. Dennoch ab dem Bündnerbergjoch ein T2.

Glücklicherweise kommen wir noch vor dem Gewittersturm ins Dorf und auf das Postauto.

Das Thema der Wanderung war an diesem Tag Nord vs Süd. Einerseits wegen des Wetter tiefgrau bis schwarz im Norden und freundlich südlich. Aber auch landschaftlich ist es ein Kontrast. Im Norden steil und voll von Geröll und jenseits des Grischsattels weitläufig und flacher im Skigebiet. Dort hat es selsbt auf moderaten Höhen noch recht viel Schnee.

Geologisch ist die Wanderung auch sehr interessant. Dicke Falten in den Wänden der Tschinglenschlucht, Martinsloch, Glarner Hauptüberschiebung, viel buntes Gestein uns sicher noch viel mehr gibt es zu sehen. Das war dann am Schluss doch mehr als ein Trostpflaster, auch wenn ich (wir) sehr wehmütig nach Westen zum Tödi geschaut haben.


Hike partners: Frangge


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