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Mont Fort 1971


Published by FJung , 7 May 2017, 19h42.

Region: World » Switzerland » Valais » Unterwallis
Date of the hike: 4 April 1971
Waypoints:
Geo-Tags: CH-VS 
Time: 1 days

Unsere Kollegen von Montreux würden nicht vor 10 Uhr in der Hütte eintreffen, und so beschlossen wir, zurückgekommen von der Rosablanche, der mörderischen Hitze aus dem Weg zu gehen und schon am Morgen den Gipfel zu besuchen. 
Das Wetter war wieder herrlich, den Weg bis zum Fuß des Gentianes kannten wir bereits, und diesmal konnten wir noch im Schatten gehen. Alles sah leichter, unbeschwerter aus, und am Col des Gentianes angekommen, beratschlagten meine Kollegen, welches nun der  Gipfel sei. Ich hatte den Gipfel noch gut in Erinnerung von der Besteigung mit Reinhad, und so war dieses kleine Problem schnell gelöst.
Bald ging es steilbergan, wir mußten oft queren, und Emile hatte hier Schwierigkeiten mit seiner Bindung, während Claude mit seinen Harscheisen gut vorankam. Auch ich fühlte mich in blendender Laune, der anstieg machte keine Schwierigkeiten, und voller guter Laune packten wir kurz unter dem Gipfel unsere Rucksäcke aus und nahmen einige Kalorien zu uns, schauten hinüber auf den Gletscher der Rosablanche, den wir hinabgefahren waren, und bewunderten wieder das herrliche Panorama.
Es kam nun aber doch ein kalter Wind auf, und wir flüchteten hinter einige Felsen. Gerne hätte ich noch den Gipfel besucht, der sich nur wenige Meter von uns entfernt emporhob, aber die anderen hatten keine Lust und bereiteten sich schon wieder auf die Abfahrt vor. Unten auf dem Gletscher sahen wir einige Personen zu uns hinaufsteigen. Waren es die Kollegen von Montreux? Wir fuhren hinab, machten Schwünge, wie es uns gefiel, und bei der Gruppe machten wir Halt.  Es waren unsere Kollegen, sie schwitzten nun unter der Sonne. Wir wünschten ihnen noch einen schönen Aufstieg und legten uns beim Col auf die heißen Steine und hielten nun Vesper, zogen unsere Kleider aus und ließen uns bräunen. Es war schön, dabei zuzuschauen, wie die anderen hinaufstiegen und immer kleiner wurden, denn wir hatten diese Tour nun ja schon hinter uns.
Als wir braun genug geworden waren, kamen sie auch wieder hinunter, diesmal wäre ich gerne bei ihnen gewesen, wenn sie auf dem Schnee hinabgleiteten. Aber vorher stand die Mühe und Schweiß. 
Gemeinsam setzten wir den Weg über den Glac. de Tortin fort, wieder war der Schnee herrlich.
Nun ging es sehr steil bergab, jeder zeite sein Können, und dann kamen wir auf die Piste, die vom Col de Chassoure hinabaführte. Über Buckel und ausgewetzte Kurven fuhren wir nun weiter, bemitleideten die Skifahrer, die bisher nur Pisten kennengelernt hatten, und mit der Gondel ließen wir uns wieder nach Les Attelas bringen, wo nun noch die herrliche Abfahrt über Les Ruinettes nach Verbier bevorstand.
Zuerst war der Schnee noch herrlich, aber je tiefer wir kamen, um so tiefer wurde auch der Schnee.
Aber so schlimm war das auch nicht!
Wir hatten ein volles Wochenende hinter uns, vor uns leuchteten die Gletscher des Montblanc und  Grand Combin, und als wir in Verbier in einer Gaststätte saßen und die letzten Strahlen der Sonne genossen, war unser Kopf immer noch heiß und unser Herz immer noch frisch. 

Hike partners: FJung


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