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Doss dei Corvi (1474m) - Marzola (1737m) - Hausberge von Trient


Published by gero , 23 April 2017, 17h42.

Region: World » Italy » Trentino-South Tirol
Date of the hike:21 April 2017
Hiking grading: T2 - Mountain hike
Waypoints:
Geo-Tags: I 
Time: 7:30
Height gain: 1200 m 3936 ft.
Height loss: 1200 m 3936 ft.
Route:P Susa-Sportplatz - Doss dei Carvi - Marzola Nord - Sella della Marzola - Marzola Süd - Sella della Marzola - Malga di Susa - P Susa Sportplatz (13,3 km)
Access to start point:Von Trient hinauf ins Val Sugana; dort kurz hinter Pergina nach Süden, in den Ort Susa. Durch die malerische Ortschaft durch enge Gassen beschildert Richtung Dos dei Corvi - Campo Sportivo bis zum Sportplatz. Hier großer (gebührenfreier) Parkplatz.
Maps:Kompass Nr. 75 (Valsugana, Trento, Pine, Levico, Lavarone)

Wenn nördlich des Brenners der Winter mit heftigen Schneefällen und frostigen Temperaturen zurückkehrt, dann sollte man nach Südtirol schauen: kein Neuschnee, Frühling im Etschtal. Mich zieht es - wie so oft in dieser Jahreszeit - in das südliche Südtirol, mit Schnee möchte ich jetzt nichts mehr zu tun haben.

Wie schon Tef es hier beschrieben hat, kann man in Susa direkt an der Kirche parken - oder noch 200 Hm durch die typischen engen Gäßchen des lieblichen Ortes hinauf fahren, bis man am Sportplatz des Ortes bequem parken kann. Hier sind Start- und Endpunkt meiner heutigen Wanderung über den Marzolakamm, einem der vielen Hausberge von Trient.

Um es gleich vorweg zu nehmen: wieder einmal ein Beispiel für niedrige Berglein, die mit prächtiger Aussicht aufwarten! Wie es so meine Art ist, starte ich um 6:30 Uhr am besagten Sportplatz, der Weg geht gleich steil bergauf, kurz oberhalb an einem Ww nach recht in den Wald hinauf und dann immer den Ostrücken des Doss dei Corvi aufwärts (Steig Nr. 436). Der Wanderweg hat Mittelgebirgscharakter: immer durch Laubwald, der leider jeglich Aussicht verhindert. Nach 45 Min. passiere ich eine kleine Waldhütte, wer hier wohl wohnt? 1 Std. nach Abmarsch erreiche ich die Wegverzweigung Spiaz dei Quattro Soldi (990 m) - hier könnte man nach Norden zum Passo del Cimirlo und zur Malga Tomba wandern (Ww).

Etwa auf der Hälfte des Anstiegs zum Doss dei Corvi (1,5 Std.) kommt man erstmals an einem wirklich schönen Aussichtspunkt vorbei: hier hat man einen tollen Einblick in die Ostflanke des ganzen Marzolakammes.

Nach etwa 2 3/4 Std. erreiche ich mit dem Doss dei Corvi (1474 m) den ersten "Gipfel" des heutigen Tages: er ist durch ein großes Kreuz markiert, stellt eine Waldkuppe im Nordgrat des Marzolakammes dar, bietet aber prächtige Aussicht nach Osten, in das Val Sugana hinein und auf die gegenüberliegenden Fleimstaler Berge.

Nun geht es auf die Westseite, knapp unterhalb des Marzolakammes führt der Steig im Schatten des Waldes entlang, es ist zapfig kalt, der Boden ist gefroren. Nach 10 Min. treffe ich auf den Forstweg, der von Nordwesten herauf führt, diesen Weg geht es nun weiter bergauf (Ww, Steig 411). 30 Min. nach dem Doss dei Corvi zweigt Steig Nr. 411A zur L'Omenet und zum Marzola-Nordgipfel ab (Ww). Ich erreiche nach 15 Minuten den Felszahn namens L'Omenet: er ist auf einem kleinen Nebensteig gut erreichbar, und nach wenigen Minuten stehe ich am Fuß des etwa 10 m hohen Felsturmes; er ist durch einen kleinen Steinmann verziert. Ob man dort hinauf kommt? Die Kletterei sieht machbar aus, ich schätze Grad II - ABER: sie ist enorm ausgesetzt! Auf abschüssigen Schrofenbändern stehend, mache ich ein Foto von den letzten paar Metern - und traue mich nicht hinauf, denn wenn man dort ausrutscht, dann geht es mindestens 100 m in freiem Fall hinab Richtung Susa. Lieber nicht, das ist mir zu heikel!

Bis zur Marzola Nord (1337 m) ist es nun nicht mehr weit: der bislang dichte Wald weicht plötzlich zurück, man steht auf einer Wiese unterhalb des Gipfelkreuzes und nach 5 Minuten droben auf dem Nordgipfel der Marzola (1 Std. ab Doss dei Corvi). Hier wird nun in punkto Aussicht alles nachgeholt, was der bisherige Waldweg verhindert hat: weit droben im Norden glänzen die Firne des Alpenhauptkammes mit Zillertalern, Stubaiern und Ötztalern. Es folgen die Ortleralpen, dann die Türme der Brentagruppe gleich gegenüber, und schließlich die Gletscher der Adamellogruppe mit deren Schaustück, dem Monte Care Alto (die Presanella ist durch die Brenta verdeckt). Das Etschtal zieht mächtig durch die Lande, der Hauptort Trient ist ein riesiges Häusermeer.

Nach Süden und Osten sind es die Vicentiner und Fleimstaler Berge mit der mächtigen Furche des Val Sugana, die den Blick einfangen. Über allem spannt sich blauer, südtiroler Himmel - einfach prächtig, alpiner Hochgenuß.

Der Marzolakamm senkt sich nun nach Süden etwa 40 m ab, erreicht dort die Sella della Marzola (1692 m, 10 Min, großer Ww), und von dort geht es durch Latschenfelder wieder das gleiche Stück hinauf zur Marzola Süd (1736 m). Auch von hier der gleiche, großartige Blick, nun noch etwas näher die südseitig gegenüberstehenden Berge um die Cima Vigonala, in deren steilen Nordseiten letzte kleine Schneereste liegen. Auch hier verweile ich knapp eine halbe Stunde, bevor ich mich dem Abstieg zuwende.

Selbiger führt ab der Sella della Marzola direkt durch die Ostflanke des Marzolakammes hinunter; er ist am Sattel als Steig Nr. 433 ausgeschildert. Er quert zunächst die Flanke in moderatem Gefälle, dann führt er durch Latschen und Buschwerk sehr steil in kurzen Kehren abwärts. Beim Wiedereintritt in den Wald kommt man an den Terra Rossa vorbei, von dort ein letzter schöner Bilick nordwärts in die Ostflanke des Bergkammes und über Pergine Valsugana hinüber ins Fersental. Später trifft der Steig auf eine Forststraße, sie windet sich hinüber Richtung Malga di Susa und führt direkt an den Ausgangspunkt der Bergtour, dem Campo Sportivo von Susa, zurück.

FAZIT: eine schöne Bergtour mit großartigen Ausblicken im Gipfelbereich, die auf Grund der vielen waldigen Abschnitte Mittelgebirgscharakter hat. Sie empfiehlt sich wegen der eher mäßigen Höhenlage für Zeiten, in denen höhere Touren noch nicht erstrebenswert sind.

Hike partners: gero


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Geodata
 35012.gpx Wanderung über den Marzola-Kamm

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