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Vom Haggenspitz via Nordkamin auf den kleinen Mythen


Published by Resom , 3 November 2016, 11h22.

Region: World » Switzerland » Schwyz
Date of the hike:30 October 2016
Hiking grading: T5+ - Challenging High-level Alpine hike
Climbing grading: III (UIAA Grading System)
Waypoints:
Geo-Tags: Mythengruppe   CH-SZ   Alptaler Berge 
Time: 6:00
Access to start point:Mit dem Postauto ab Einsiedeln nach Brunni.

Einmal mehr zeigt sich der Herbst von seiner besten Seite und wir besprechen am Vorabend der Tour unser Vorhaben, den Haggenspitz und den kleinen Mythen zu besteigen. Etwas eingeschüchtert von diversen Berichten auf Hikr packen wir Helm, Klettergurt, HMS und Verschlusskarabiner, Expressen, Bandschlingen und ein Seil ein. Wir wollen für alles gewappnet sein!

Los geht es in Brunni, von wo aus wir auf einem gemütlichen Wanderweg in ca. 40 Minuten in die Haggenegg aufsteigen. Dort führt dann ein unscheinbarer Weg durch den Wald zum Fuss des Haggenspitz. Noch im Wald wird der Pfad plötzlich steil und wir beginnen relativ rasch zu kraxeln. Am Klettergarten Schärsack angelangt, können wir uns nur noch auf allen Vieren fortbewegen. Herrliches Kraxelgelände! Sobald man den Wald hinter sich gelassen hat, steht man vor der ersten steilen Felswand und der ersten ausgesetzten Traverse. Wir beschliessen hier uns anzuseilen. Die Traverse ist mit 3 Bohrhacken versehen. Wir waren mit unserem Vorgehen jedoch klar in der Minderheit. Nur gerade 2 von 5 Gruppen seilten hier an. Beim nächsten Hindernis bin ich dann aber definitv froh, ein Seil dabei zu haben. Der Müllerkamin bietet eine gute Aufstiegsmöglichkeit an recht ausgesetzter Lage. Mit genügend Bohrhacken ausgestattet ist der Durchstieg jedoch kein Problem. Die Kletterei dürfte knapp die III Grenze erreichen. Das war dann aber das letzte Mal, dass wir das Seil eingesetzt haben an diesem Tag. Es geht weiter Rauf bis zum Denkmal eines abgestürzten Bergsteigers. Dort folgt abgesehen vom Müllerkamin, der links umgangen werden kann, dann der steilste Aufstieg bisher. Hier wird schon mal der II Schwierigkeitsgrad erreicht und sichern ist meines Wissens nicht möglich.

Auf dem Gipfel angekommen herrscht dann Hochbetrieb. Wir entscheiden uns das grossartige Nebelmeer lieber auf dem kleinen Mythen zu geniessen und steigen zügig in den Griggelisattel ab. Auch hier wieder genialer Fels und witzige Kraxelstellen. Vom Griggelisattel aus sieht man dann auch schon den Nordkamin, wie er direkt auf dem Gipfel des kleinen Mythen führt. Zuerst folgen wir dem Wanderweg, gehen dann aber bald einmal rechts ab und weglos immer in Richtung Nordkamin. Der Fels ist hier gut gestuft. Einige Steine sind lose. Griffe doppelt prüfen und Dreipunktesicherung konsequent umsetzen. Insgesamt ist der Durchstieg aber das reinste Vergnügen. An einer Stelle wird der untere III Schwierigkeitsgrad kurz erreicht, ansonsten alles I - II.

Auf dem Gipfel folgt dann die wohlverdiente, ausgedehnte Mittagspause. Zu unserer Rechten der grosse Mythen und unter uns  ein sich endlos erstreckendes Nebelmeer. Einfach grandios!

Der Abstieg gestaltet sich dann wenig spektakulär. Zuerst in gutem Fels ein paar HMeter vernichten und dann rüber auf den Vorgipfel. Von dort duch eine Grasflanke runter in den Wald. Dann alles einem angenehmen Wanderweg entlang via Alpwirtschaft Zwüschet Mythen nach Brunni.

FAZIT: Grossartige Kraxeltour, die von der ersten Minute Action verspricht. Der Fels ist gut und Griffreich. Wenige Absturzstellen, die jeweils mit Bh versehen sind. Seil grundsätzlich aber nicht notwendig. Helm ist empfehlenswert, da es viele Leute am Berg haben kann und schon mal ein Stein lose ist.

Hike partners: Resom, jungens


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