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Vom Zuckerhütl (3505m) bis zur Stubaier Wildspitze (3341m)


Published by Chiemgauer , 11 July 2016, 22h25.

Region: World » Austria » Zentrale Ostalpen » Stubaier Alpen
Date of the hike: 8 July 2016
Hiking grading: T6- - Difficult High-level Alpine hike
Mountaineering grading: PD
Climbing grading: II (UIAA Grading System)
Waypoints:
Geo-Tags: A   A-T   I 
Time: 3 days
Height gain: 4980 m 16334 ft.
Height loss: 4980 m 16334 ft.
Route:47,9 km
Access to start point:Über Inntalautobahn/Brenner bis ans Ende des Stubaitals
Accommodation:Dresdener Hütte, Müller Hütte, Becherhaus, Siegerlandhütte, Hildesheimer Hütte
Maps:Kompass Nr. 83

Da ein Freund demnächst seinen 1000sten unterschiedlichen 3000er schaffen „muss“ hat er uns folgende Runde herausgesucht in dem es auch für ihn einige neue Ziele gab. Ich fasse mich mal kurz mit dem Großteil der Runde und konzentriere mich auf die hier noch nicht beschriebene Stubaier Wildspitze.

 

Am ersten Tag Aufstieg von Mutterbergalm über Dresdner Hütte und Fernauferner zum Lange-Pfaffennieder. Auf der anderen Seite führt ein Seil durch steiles brüchiges Gelände (eine Stelle sicher mind. III; denke diese Variante wird über kurz oder lang nicht mehr gangbar sein) auf den Sulzenauferner. Über diesen zum Zuckerhütl. Von diesem über Wilden Paff, Müllerhütte und einem Abstecher zum Wilden Freiger auf das Becherhaus.

Am zweiten Tag über Übeltalferner zur Botzerscharte. Direkter Abstieg zum Botzerferner sehr brüchig und steil, deswegen ersten Aufschwung am Grat und einfacher (I) auf Botzerferner queren. Danach über diesen bis zum Grat hoch und relativ einfach zum Gipfel. Zurück zur Botzerscharte, einen kleinen Zacken rechts umgehend, direkt am Grat (I, am Ende brüchig) zur Könighofspitze. Von dieser über Übeltalferner in Schwarzwandscharte (kurzes Stück 40° oder noch etwas steiler) mit Abstecher zur Hofmannspitze. Da leider alles im Nebel müssen wir Schwarzwandspitze, Hohes Eis und Sonnklarspitze auslassen und Steigen über den ab jetzt markierten Weg und zwei Scharten zur Siegerlandhütte ab und von dieser weiter zur Hildesheimer Hütte. Anstrengender Abstieg mit fast 900Hm Gegenanstieg.

Am dritten Tag dann bei Traumwetter von der Hütte zum Schussgrubenkogel und weiter über Kleinen Isidor zur Schaufelspitze. Von dieser bis zur Bildstöckljoch, wo das Highlight der Tour folgt, der Grat zur Stubaier Wildspitze. Zuerst am Rücken geht es zu Beginn in die linke Flanke und danach steil (II) auf den Grat, wo ein kurzer (2m) brösliger Grat wartet, der mutig begangen wird oder wie ich sicher als Reitgrat zu meistern ist. Drei Bohrhaken (die einzigen auf der Tour) würden ein Sichern an der (für mich) Schlüsselstelle ermöglichen. Danach so lange wie möglich (auch wenn vielleicht Steinmänner bereits in die Flanke leiten) am Grat entlang bis einige „bösartige“ Blöcke mutmaßlich den Weg versperren (laut Infos im Netz soll es weiter am Grat allerdings nur eine III- haben). Auch hier leiten Steinmänner nach links in die Flanke. Kurze brüchige Rinne nach unten wird über Bänder und kurze Aufschwünge bis unter das Gipfelkreuz gequert, wo es eine brüchige Rinne zu diesem Hoch geht. Durchgehend Steinmänner und eine Stange machen ein versteigen nahezu unmöglich. Für Stubaier Verhältnisse ist der Fels an den entscheidenden Stellen gut fest in der doch eher brüchigen Flanke. Sowohl Grat wie auch Flanke fallen auf beiden Seiten weit ab, so dass hier fast durchgehend T5+ bis Stellen T6- hat. Gehglände und Klettereien bis II wechseln sich ziemlich gleichmäßig ab.

Abstieg über Aufstiegsweg zum Bildstöckljoch und über Skiabfahrten und Dresdner Hütte zurück zum Auto.

 

Wunderschöne Runde über relativ einfache (wenigstens bei den aktuellen Verhältnissen) Gletscher die mit der Stubaier Wildspitze zum Abschluss doch noch einiges an Nervenkitzel bietet.


Hike partners: Chiemgauer


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