Grenzwanderung Schweiz * Kaiserstuhl - Zurzach


Published by laurentbor , 21 April 2016, 21h40.

Region: World » Switzerland » Aargau
Date of the hike:10 April 2016
Hiking grading: T1 - Valley hike
Waypoints:
Geo-Tags: CH-AG 
Time: 3:15
Height gain: 151 m 495 ft.
Height loss: 179 m 587 ft.
Route:12.1 km

Der gesamte Abschnitt der Aargauer Landesgrenze verläuft entlang des Rheins. Von Kaiserstuhl bis Kaiseraugst führt die "Via Rheana" entlang des mächtigen Flusses durch Wälder, Wiesen und immer wieder historische Orte. Eine gemächliche aber abwechslungsreiche Strecke liegt vor uns.

In Kaiserstuhl, dem hübschen kleinen Städtchen, startet diese Etappe mit einem schönen Trampelpfad am Steilufer des Rheins. Hier führt der Weg dicht am Wasser entlang, wie durch einen Tunnel geht es unter ausladenden Baumkronen westwärts.

Bei der Einmündung des Fisibachs in den Rhein sieht man einen eigenartigen Infanteriebunker mitten im Rhein stehen, verbunden durch einen Fussgängersteg. Hier wurde 1938 auf den Ruinen der Burg Schwarzwasserstelz eine Befestigungsanlage für die Schweizer Armee erstellt. Überhaupt finden sich hier am Rhein unzählige Bunker, manchmal prominent am Weg, manchmal versteckt unter dem Dickicht des Waldes. Sie sind stille Zeitzeugen an den Zweiten Weltkrieg, als hier Soldaten auf dem Grenzpfad unterwegs waren.

Bei Rümikon geht der Weg nun immer öfters hoch auf die Ebene um zwischenzeitlich wieder zum Rhein abzusteigen. Von der Römischen Warte Sandgrube sieht man auf der Wanderung nichts - doch immer wieder locken Rastbänke zum Verweilen und zum Blick auf Fluss, Wald und Vögel. Das Dorf selber lassen wir links liegen, passieren nur die kleine Bootsanlegestelle aus Holz und den Schilfgürtel.

Nun folgt ein sonniger Abschnitt über blühende Wiesen (zumindest jetzt im Frühling) und der schöne kleine Auenwald beim Chessel. Hier mündet der Tägerbach in vielen kleinen Nebenarmen in den Rhein und hat ein grünes Refugium für Vögel, Fische und seltene Blumen geschaffen. Jetzt im Frühling leuchten die gelben Sumpfdotterblumen durch den lichten Frühjahrswald.

Bei Mellikon führt eine schräge Brücke über ein Tobel zur winzigen Dorfbadi und weiter über Wiesen entlang der doch stark befahrenen Hauptstrasse. Trotz des Lärms ist der Weg kurzweilig, denn der Trampelpfad windet sich immer wieder zwischen Bäumen hindurch, kurz ans Wasser um dann wieder hochzusteigen auf die Wiese. Bald erreicht man das Kraftwerk Reckingen wo der Wanderweg direkt zur Anlage hochführt um dann auf einer Schiffsrampe zum Ufer zurückzukehren. Bereits seht man das badische Reckingen und linksrheinisch das Dorf Rekingen (ohne c geschrieben).

Wir überlegen kurz ob wir zum Dorfplatz gehen sollten um zu schauen ob eine Gartenbeiz offen hätte, entscheiden uns dann aber bis nach Zurzach zu wandern. Der Abschnitt beim Rainächer ist von der Industrieanlage des Chemiekonzerns Solvay geprägt.

Bald tauchen auf der deutschen Seite die schönen Häuser des Ortes Rheinheims auf. Nun ist Zurzach nicht mehr weit. Vorbei am bereits gut gefüllten Freibad geht es über die Hauptstrasse zum Kirchenhügel hinauf. Hier steht die Kapelle der heiligen Verena, die nach vielen Prediger- und Wanderjahren 320 n. Chr. hier gestorben sein soll. Wir steigen hinab in den historischen Marktflecken, der leider durch viel Durchgangsverkehr geplagt wird und finden ein Sonnenplatz in der Gartenbeiz.



Hike partners: laurentbor


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