Steilenberg (1503 m), Schellenberg und Gamswand (1592 m): eine Extraportion Rotwand überm Soinsee


Publiziert von Vielhygler Pro , 31. Oktober 2015 um 19:25.

Region: Welt » Deutschland » Alpen » Bayrische Voralpen
Tour Datum:26 Oktober 2015
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: D 
Zeitbedarf: 6:00
Aufstieg: 1000 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Geitau, kurz vor Osterhofen und Bayrischzell. P kostenlos. Im Winter kostenpflichtig, wenn Loipen gespurt sind.
Unterkunftmöglichkeiten:Die Schellenbergalm ist von Juli bis September bewirtschaftet.
Kartennummer:LVA Mangfallgebirge 1 : 50 000 und AV BY 16 Mangfall Ost

Das große Rotwandgebiet ist mit erstklassigen und vielbesuchten Aussichtsgipfeln überaus reichlich gesegnet. Denjenigen Rotwandliebhabern, die hierher wiederkommen und gleichwohl etwas Neues erleben wollen, schüttet dieses wunderbare Voralpengebiet, auch was „zweitklassige" Aussichten von "stilleren Zielen" aus betrifft, ebenfalls ein wahres Füllhorn an lohnenden Wanderzielen aus…  

Heute soll es von Geitau aus auf drei im Osten des Rotwandgebiets gelegene Gipfel gehen. Der Steilenberg und der markant aufragende Rücken von SchellenbergGamswand werden wenig begangen, sind aber dennoch keine weglosen, verkrauteten Aussichts-Wackelkandidaten, sondern "richtige" Ziele und auf Wanderwegen einfach zu erreichen. Der höchste Punkt der Gamswand hat sogar ein kleines Kreuz mit Buch. Es gibt allerdings bisher nur einen einzigen Bericht, diesen aber gleich auf alle drei: in "Brombas Bergseiten". Die heutigen Ziele im Einzelnen:

Der Steilenberg (1503 m)
steht ganz freisichtig als breiter Gras- und Latschenbuckel östlich vor dem  Dürrmiesing (ganz ähnlich, wie der Kleinmiesing das vor der Aiplspitze tut).

Der Schellenberg (1552 m)
über dem Soinsee ist nur zu den Ruchenköpfen aussichtsreich und ist lediglich als Überganggipfelchen zur Gamswand hin überhaupt bemerkenswert. Der höchste Punkt ist mit einer hübschen Hütte zugebaut.

Die Gamswand (1592 m)
schließlich ist mit 1592 m das höchste heutige Ziel:  sie verleiht mit Ausblicken, Kreuz und Buch durchaus schönes "Gipfelfeeling".

Der Wegverlauf

Vom Wander-P in Geitau geht es zunächst auf einer Straße aussichtsreich über freie Wiesen (links „Flugplatz“), bis bei einer Kreuzung („Mieseben“) die von Osterhofen kommende Straße einmündet. Man befindet sich nun bereits im Wald und direkt unter dem westlichsten Ausläufer des Seebergs mit dem schönen Namen Rührkübeleck.
Nun kann man entweder auf einem Pfad (in der AV-Karte gepunktet) südlich des Steilenbachs entlang oder auf einer bequem zu gehenden breiten Forststraße (ebenfalls südlich des Bachs) zur Untersteilen-Alm weitergehen.
Ich wähle eine dritte Möglichkeit, die mich auf einem kleinen Umweg zuerst noch zur Niederhofer-Alm führt und benutze dazu einen nördlich des Steilenbachs verlaufenden Forstweg, der mich auf einer Straße durch hübschen Wald bis vor die Wiesen unterhalb der Klarer-Alm vermittelt. In wenigen Schritten zur Niederhofer-Alm, von wo ich den Steilenberg, das erste Ziel gut sehen kann (Foto).
Nun ein paar Schritte zurück zum Waldeck mit Beschilderung (Foto) Nun ausgeschildert „Soinsee“ auf Karrenweg über ein Brückerl und auf einem immer deutlichen Wegerl weiter. Bald mündet der o.e. Steilenbachpfad von rechts ein. Nun nach links auf dem Wegerl weitergehen.Bald trifft man unterhalb der Untersteilen-Alm auf die o.e. breite Forststraße.
Auf der Straße über Almflächen und etwas Wald nun steiler weitergehen zur hübschen Schellenberg-Alm. Direkt an der Hütte beginnt ein unmarkierter deutlicher Pfad, der an den netten Ostfelsen des Dürrmiesings entlang zum Steilenbergsattel führt. Von hier in wenigen Schritten nach Nordosten an einem Hochsitz vorbei über Gras hinauf auf den Steilenberg. Kein Kreuz oder Stoamanndl, aber sehr schöne Blicke. Anschließend gehe ich wieder zurück zur Schellenberg-Alm.
Das nächste Ziel ist der verschwiegen in einem kleinen Kessel zwischen den Abhängen von Dürrmiesing und Schellenberg und den Abstürzen der Ruchenköpfe liegende Soinsee, der über einen letzten steilen Straßenaufschwung erreicht wird.
Von hier (Foto) zur Hütte der "Ruchenköpfler" zwei Möglichkeiten: entweder (ausgeschildert: "Ruchenköpfe Klettereinstieg") den Wanderweg durch Lehm und Matsch zu ihr hinauf oder besser auf diffusen Steigspuren etwas oberhalb fußtrockener bleibend entlangqueren (in der AV-Karte gepunktet). Direkt an der Hütte beginnt ein deutlicher Weg über einen Wiesenstrich (Foto) zum Schellenberg mit einer hübschen Hütte. Von hier etwas hinab und ohne Schwierigkeiten den Grat weiter bis zum Gamswandgipfel mit Kreuz und Buch weitergehen. 
Rückweg wie Hinweg, aber da es beim Abstieg schon dunkel wurde, habe ich die breite Forststraße nach Geitau zurückgenommen. 
Kurz nach den letzten Sonnenstrahlen auf dem Wendelstein ging schon über dem Traithen (am Vogelsang) der Vollmond auf: wie schön!
 
Bewertung

Landschaftlich schöne und sehr abwechslungsreiche Tour. Steilenberg und Gamswand haben mir ausgesprochen gut gefallen. Nochmal zum Soinsee würde ich auf jeden Fall radeln bzw. schieben, deshalb noch der Tip
Von Geitau auf der südlich des Steilenbachs verlaufenden breiten Forststraße zur Steilenberg-Alm und weiter über die Schellenberg-Alm bis zum Soinsee: ideal als Gravel Road - Bike`N`Hike!

Alles weitere zeigen noch ein paar Fotos; schön war`s wieder, noch einen tollen Wanderherbst wünsch ich!


Tourengänger: Vielhygler


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