St. Gallen - Brückenweg


Publiziert von joe , 20. September 2015 um 19:18.

Region: Welt » Schweiz » St.Gallen
Tour Datum:19 September 2015
Wandern Schwierigkeit: T1 - Wandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-AR   CH-SG 
Zeitbedarf: 2:30
Aufstieg: 160 m
Abstieg: 260 m

Vor einem privaten Termin in St. Gallen hatte ich noch genügend Zeit etwas zu unternehmen. Auf der Suche nach Aktivitäten stiess ich zunächst auf die Eröffnung des

Ausbildungszentrum "Kubel"

Der Schweizer Bergführerverband bietet seit 2007 verschiedene Ausbildungskurse für Arbeiten in der Höhe an. Die Kurse richten sich an Bergführer, aber auch an alle Personen welche in der Höhe und im Berich von Absturzgefahr Arbeiten auszuführen haben.

Bei weiteren Recherchen habe ich dann eine Beschreibung zum "Brückenweg" gefunden.




Routenbeschreibung:

Bei den Wegweisern der Bahnstation St.Gallen Haggen folgen wir den braunen Pfeilen für den St.Galler Brückenweg. Bald ist Schlössli erreicht. Für eine Pause und eine Einkehr ist es viel zu früh. Ich bin ja erst einige Minuten unterwegs.

Die Beschreibungen neben den Brücken sind identisch zu den Angaben aus Wikipedia, die ich hier mit den wichtigsten Details hier einfüge:


Fachwerkbrücke Haggen-Stein

Nach ersten Plänen im Jahre 1884 gelangte die heutige Brücke 1936/1937 zur Ausführung. Sie wurde ohne Gerüste montiert. Die 355 Meter lange Fachwerkbrücke ist mit einer Höhe von 98,60 Metern einer der höchsten Stege Europas. Sie ersetzt den alten Saumweg hinunter nach Zweibruggen, über die Sitter und den Wattbach und die 364 Stufen der Hundwiler-Leiter hinauf und verbindet die Stadt St. Gallen mit Stein im Kanton Appenzell Ausserrhoden. Die Brücke wurde 2009/2010 umfassend saniert.
 

Brücke bei der ehemaligen Nordmühle

1876 wurde an dieser Stelle, 95 Fuss neben der alten (Hüsli)Brücke, die bis 1787 als Ersatz für verschiedene Stege gedient hatte, der neue Übergang gebaut.
 

Hüslibrücke über den Wattbach

In Zweibruggen hat es schon 1655 eine Hüslibrücke über den Wattbach gegeben. Die heutige Brücke wurde 1787 erbaut und 1974 gründlich renoviert. Sie hat eine Spannweite von 14,20 Metern und ist 2,10 Meter breit.
 

Hüslibrücke über die Sitter

Die grössere Hüslibrücke wird bereits 1479 als Schmidlinsbrugg und 1655 als Brugg im Sittertal erwähnt. Ein Neubau von 1710 wurde 1787 durch die bestehende Holzbrücke – Balken-Vielecke mit dreifachen Strebenzügen, die Portale sind aus gebogenen Querhölzern gezimmert – ersetzt. Im Inneren finden sich viele verzierte Sprüche mit wertvollen Daten.
 

Gedeckte Holzbrücke über die Urnäsch

Nachdem ein Hochwasser im Jahr 1778 alle Brücken und Stege entlang der Urnäsch zerstört hatte, baute der berühmte Teufener Baumeister Hans Ulrich Grubenmann im Jahre 1780 diese 30 Meter lange und 6,50 Meter hohe gedeckte Brücke (tragendes Balken-Vieleck aus fünf Feldern). Aufgrund der vielen historischen Inschriften wird sie auch Sprechende Brücke genannt.
 

Gedeckte Holzbrücke über die Sitter

Als siebenfeldiges Vieleck mit dreifachem Strebenzug ist die 1800 vom Kloster St. Gallen gebaute, 22,40 Meter lange und 3,42 Meter breite, gedeckte Holzbrücke über die Sitter (Saumweg von Herisau nach St. Gallen) ausgeführt. Heute noch ist sie in voller Funktion und für Fahrzeuge bis zu einem Gesamtgewicht von 4 Tonnen freigegeben. Seit 1915 ist die Brücke im Besitz der St. Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke AG (SAK).
 

SOB-Sitterviadukt

Das Sitterviadukt der Schweizerischen Südostbahn (SOB) wurde 1907 bis 1910 erbaut und am 1. Oktober 1910 (zugleich Einweihung der Bodensee–Toggenburg-Bahn) feierlich eröffnet. Das 100 Meter hohe Viadukt gilt als höchste normalspurige Eisenbahnbrücke Europas in Stein-Stahlkonstruktion. Die Länge des Viadukts beträgt 365 Meter, die Mittelöffnung wird mit einem 120 m langen Stahlträger überbrückt, der auf Sand- und Kalksteinpfeilern ruht.
 

Kavernenbrücke der St. Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke

Die vorfabrizierten, vorgespannten röhrenförmige Balken bilden das Gerüst der 1973 erbauten Kavernenbrücke. Auf den Tragbalken ist eine 5,10 Meter breite Fahrbahndecke betoniert. Die Brücke dient als direkter Zugang zur Kavernenzentrale der St. Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke AG (SAK).
 

SBB-Sitterviadukt

Das 1924/1925 erbaute, 209 Meter lange und 63 Meter hohe Sitterviadukt mit fünf je dreissig Meter weiten Gewölben hat die alte Einspur-Stahlkonstruktion-Brücke von 1856 in im Zuge des Ausbaus der SBB-Strecke St. Gallen–Winterthur auf Doppelspur ersetzt. An der Südseite ist heute ein zwei Meter breiter, stark frequentierter Fussgänger- und Radweg angehängt.

Kräzern-Strassenbrücke

Nach einer ersten Brücke im 13. Jahrhundert und der zwischen 1774 bis 1778 erbauten, nach Fürstabt Beda Angehrn benannten und gedeckten Bedabrücke für bis zu sechsspännige Fuhrwerke wurde 1811 die heutige Steinbrücke erbaut. Sie hat eine Länge von 148 Metern, eine Höhe von 25 Metern und zwei Gewölbe mit je 26,40 Metern Spannweite zwischen denen aus Molassesandstein erstellten Pfeilern. In den Jahren 1960–1976 wurde die Kräzern-Strassenbrücke mit einhergehender Verbreiterung der Fahrbahn grundlegend saniert. Das 1778 erbaute Zollhäuschen am östlichen Brückenende diente bis ins 18. Jahrhundert zur Erhebung des Brückenzolls.
 

Fürstenlandbrücke

Die 1937–1941 von Charles Chopard erbaute und 1941 für den Verkehr freigegebene Fürstenlandbrücke ist die Ersatzbrücke für die Kräzernbrücke, die dem immer weiter steigenden Verkehrsaufkommen der Dreissiger Jahre des 20. Jahrhunderts nicht mehr gewachsen war. Die Konstruktion ist 489 Meter lang und 60 Meter über dem Tal der Sitter. Der Beton-Zwillingbogen hat eine Spannweite von 134 Metern.
 

Steg für den Billenbergweg

Der 64 Meter lange und 1,5 Meter breite Steg über die Sitter ist ein beliebter Übergang zum Billenberg und nach Abtwil. Er wurde 1879 vom Rechen an den heutigen Standort versetzt und mittels einer Holzkonstruktion erweitert. Nach Hochwasserschäden in den Jahren 1895 und 1910 wurde 1924 die Holzkonstruktion durch eiserne Träger ersetzt und 2002 die stählerne Fachkonstruktion erneuert.
 

Rechenwaldbrücke

Die Rechenwaldbrücke wurde 1976 als 70 Meter lange und 3,5 Meter breite Betonbrücke erbaut. Sie erschliesst das Gebiet Tobel-Bruggen.
 

Hängesteg im Rechen

Der im Volksmund auch Ganggelibrogg genannte Steg wurde 1882 erbaut. Er überspannt mit einer Weite von 65,65 Metern die Sitter ohne Zwischenstütze. Die zwei Tragseile haben einen Durchmesser von je 35 Millimeter (zum Vergleich Golden Gate Bridge = 92 cm) und bieten eine Tragfähigkeit von fast 10 Tonnen (das entspricht ungefähr 125 Personen). Dieser Steg wurde von der Eisengiesserei Romanshorn erstellten.
 

Sitterviadukt der A1

Das grösste Brückenbauwerk im Kanton St. Gallen, das Zwillingsviadukt über die Sitter, trägt die Fahrbahnen der ca. 410 Kilometer langen Autobahn A1 (Bardonnex–St. Margrethen). Das 655 Meter lange Viadukt, erbaut in den Jahren 1984 bis 1986, überbrückt in 64 Metern Höhe mit zehn Brückenfeldern (Spannweiten 45 bis 80 Meter) das Flusstal. Ein Steg für Fussgänger und Radfahrer wurde nachträglich an das im Rohbau fertige Viadukt, unterhalb der Fahrbahn, angehängt.
 

Sitterbrücke der Filtrox AG

Die 48 Meter lange (zwei Felder zu je 24 Meter) und 5,2 Meter breite Betonbrücke ersetzte 1980 die erste, 1877 errichtete, Fachwerkbrücke bei der Spisegg.
 

Gedeckte Spiseggbrücke

An dieser Stelle gab es wohl bereits im 15. Jahrhundert einen Steg und 1592 eine erste befahrbare Brücke. Nach vielen Hochwasserschäden liess die Gemeinde Gaiserwald 1778 die heute noch bestehende gedeckte Holzbrücke erbauen. Bis 1964 diente sie noch dem regelmässigen Postautoverkehr.
 

Neue Spiseggbrücke

Etwa 50 Meter unterhalb der gedeckten Spiseggbrücke wurde 1963 bis 1964 die 61,8 Meter lange und 6,2 Meter breite neue Spiseggbrücke erbaut. Die Brücke besteht aus einem vorgespannten Plattenbalken mit zwei parallelgurtigen Hauptträgern und hat eine Spannweite von 40 Metern.



Tipp:


Es ist von Vorteil, wenn man eine Tageskarte für die Zone 210 kauft. Preis (1/2-Tax) SF 5,-. Dieses Billet kann für die Fahrt vom Bahnhof nach St. Gallen Haggen und von Spisegg zurück zum Bahnhof verwendet werden.




Tourengänger: joe


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