Weingartensee am Fusse des Alphubels


Publiziert von Hibiskus Pro , 23. August 2015 um 16:26.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Oberwallis
Tour Datum:22 August 2015
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS 
Zeitbedarf: 5:30
Aufstieg: 1060 m
Abstieg: 1060 m
Strecke:11.6 km /Täschalp (Ottafe)- Pkt. 2464- Pkt. 2539- Weingartensee 3058- Wissgrat 3195- Tälli- Pkt. 2766- Täschhütte 2701- Täschalp (Ottafe)
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PW Langnau- Kandersteg Autoverlad nach Goppenstein- Gampel- Visp- Täsch- Täschalp

 Der Name ist irreführend. Beim Weingartensee hat es zwar einen See, aber weit und breit keinen Weingarten. Die Berghänge am Fusse des Weingartengletschers sind voller Schotter und kahl. Hier hat der Weingartengletscher klar seine steinigen Spuren hinterlassen.

Von der Täschalp aus wenden wir uns zuerst Richtung Täschhütte, zweigen nach ca. 30 Minuten Aufstieg links ab nach Bru - Weingartensee. Bei Pkt. 2539, hier wird der Rotbach in einen Stollen abgeleitet, beginnt dann der eigentliche Aufstieg. Dieser führt über eine Moräne in kurzem Zickzack seeehr steil bergauf. Der Pfad ist recht gut zu erkennen, aber oft steinig, sandig und rutschig, gefährlich aber nirgends.

Haben wir schon auf der Täschalp die schöne Aussicht auf die ringsum liegenden Berg genossen, präsentiert sich uns, je höher wir steigen, desto gewaltiger die ganze Kulisse der weissen Riesen wie Matterhorn, Dent d'Hérens, Weisshorn und vielen mehr. Natürlich schmeckt das Picknick etwas oberhalb des Weingartensees in Angesicht dieser Bergwelt gerade nochmals so gut!

Danach folgt der schwierigere Teil unseres Unterfangens, der Aufstieg in den Sattel des Wissgrat und Übergang ins Tälli. Geht das anfänglich noch recht gut, so stellen sich uns schnell mal Probleme in Form eines Hangrutsches in den weg. Dieser hat vermutlich den Weg inklusiv aller Markierungen fortgerissen. Zwar wurden neue Markierungen angebracht, aber der Aufstieg erweist sich als recht mühsam, da fast das ganze Gelände weglos, steil, rutschig mit Schotter und Blocksteinen durchsetzt ist. Schliesslich stehen wir aber oben beim Übergang und dürfen nochmals geniessen. Einfach grandios, fantastisch, überwältigend!! Die ganze Mühe hat sich mehr als nur gelohnt!

Der anschliessend Abstiegsweg zur Täschhütte ist zwar steil, aber gut unterhalten und dementsprechend angenehm zu gehen.

Auf der Hüttenterrasse geniessen wir dann die Sonne, das tolle Wetter, die Aussicht und selbstverständlich auch etwas in dünner Form, bevor wir den letzten Teil unseres Abstiegs zurück auf die Täschalp unter die Füsse nehmen.
 
Fazit
- Diese Wanderung würden (werden) wir nochmals in dieser Reihenfolge machen. Für uns war dies so richtig.
- Von früheren Touren wissen wir, dass es hier viele Edelweiss gibt. Unsere Erwartung wurde nicht enttäuscht, wir dürfen ganze Teppiche von diesen edlen Blumen bewundern.
- Das T3 (T3+?) bezieht sich auf die Teilstecke Weingartensee- Aufstieg zum Übergang Tälli, der Rest bewegt sich in einem T2.
- Obwohl bei unserer Tour vom Abzweiger  Weingartsee bis Täschhütte kein offizieller Wanderweg eingezeichnet ist, gibt es recht viele wrw Markierungen und  einige Hinweise an Felsblöcken.

Tourengänger: Hibiskus


Galerie


Slideshow In einem neuen Fenster öffnen · Im gleichen Fenster öffnen

T3
8 Sep 14
Weingartensee · a1
ZS III
18 Jul 16
Täschhorn 4491m · Sherpa
WS+
12 Mai 18
Alphubel · D!nu
II ZS
WS

Kommentar hinzufügen»