"13-Seen-Runde": von der Galiteflue zum Rotenchasten


Publiziert von lorenzo , 27. Oktober 2008 um 22:34.

Region: Welt » Schweiz » Freiburg
Tour Datum:26 Oktober 2008
Wandern Schwierigkeit: T6 - schwieriges Alpinwandern
Hochtouren Schwierigkeit: WS
Klettern Schwierigkeit: III (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-FR   CH-BE 
Zeitbedarf: 11:30
Aufstieg: 3100 m
Abstieg: 3070 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:cff logo Oberwil i.S.
Zufahrt zum Ankunftspunkt:cff logo Boltigen
Unterkunftmöglichkeiten:Hinter und Vorder Richisalp, Kaisereggalp
Kartennummer:LK 1226; M. Brandt, Guide des Préalpes Fribourgeoises, CAS 1991; U. Mosimann, Alpinwandern in den Voralpen zwischen Saane und Reuss, SAC 2006

Gestern war – abgesehen von der „verlorenen“ Morgenstunde durch die Zeitumstellung, die ich abends mit der Stirnlampe wettmachen musste – ein idealer Herbsttag, den ersten beiden Etappen der Trilogie Stockhorn-Gantrisch-Kaiseregg die dritte folgen zu lassen. Diese umfasst die „Richisalp-„ und die „Walop-Runde“, führt auf den höchsten Gipfel der ganzen Kette, den Schafberg, bietet ein einzigartiges Rundumpanorama auf den Jura, die Berner, Westschweizer und Savoyer Voralpen und Alpen und könnte unter Berücksichtigung der Aussicht auf die drei Juraseen, Thuner- und Brienzersee, Schwarzsee, die beiden Walopseen und einige kleinere Bergseen auch als „13-Seen-Runde“ empfohlen werden. Uebernachtungsmöglichkeiten unter www.share-wander-value.ch. Rückblickend würde ich die erste Etappe beim Schwalmerenpass beenden, dafür vor dem Stockhorn noch die Nüschleten überschreiten (T5).
 
 

Ich startete beim Bahnhof Enge im Simmental und gelangte entlang dem Wüestenbach bis zur Einmündung des Wegs in die Fahrstrasse bei P. 1065 oberhalb Säge. Da die beiden noch auf der LK 1226 von 1969 eingezeichneten Wege über Houete nach Waldriedweideni, und von dort über Chratzere nach Alplige vermutlich u.a. als Folge der beiden Orkane Vifian und Lothar kaum mehr vorhanden sind (Spuren), kämpfte ich mich durch Gestrüpp, liegende Baumstämme und über z.T. steile Weiden zuerst bis Port, dann bis auf den von Ramsli kommenden wrw markierten Bergweg hoch (nicht empfehlenswert: besser diesen Bergweg von Oberwil über Haselwald-Ramsli benutzen) und erreichte so Alplige (1681m). Nun auf einem guten Pfad zum Galitepass (1884m), über die SE-Flanke der Galiteflue zu deren felsdurchsetzten E-Grat und auf diesem zum Gipfel (ca. 2100m), T5, I-II, und über den ausgesetzten Verbindungsgrat auf die Schibe 2150.6m), T5, I-II (1 BH!?). Dem Grat entlang auf Pfadspuren zum Hahnen (2034m) und weiter auf die Märe (2086.6m), T3. Wrw dem Grat entlang hinunter zum Chänelpass (1791m), T2, und über den N-Grat, zuoberst einige Stufen aus brüchigem Fels überwindend (I-II, rote Markierungen), auf den Schafarnisch (2107m), T5. Wrw hinunter nach Chüearnisch (1826m), T2, wo wie bereits auf Vorder Richisalp leider ein Motocrossfahrer sein Unwesen trieb...Ca. auf gleicher Höhe links ausholend zum Ausläufer der Widdergalm-ENE-Kante, auf steilem Gras zu P. 1908 und über die schöne, felsdurchsetzte Kante auf den Gipfel (2174m), T6, I-II. Abstieg auf dem Gemschgrätli zum Sattel 2097, wobei zwei Gendarmen ausgesetzt überklettert werden, L, I. Nun ohne grössere Schwierigkeiten auf Pfadspuren über den Grat zum Stierengrat (2160m), T4. Beim folgenden Felsgrat werden einige Türme überklettert, eine schöne Platte in Piaztechnik gequert und eine kompakte Stufe abgeklettert, bevor wieder einfacher die beiden Hasensprungspitzen (2086m und 2076m) erreicht werden, WS, II. Von hier auf Pfadspuren (rote Markierungen) über Gras und einige Felsstufen auf die Kaiseregg (2185.4m), T4. Auf dem Grat oder wrw in der SE-Flanke zum Kaisereggpass (2072m) und weiter wrw dem Grat entlang, bis der Pfad beim Teuschlismadsattel (ca. 2065m) nach Golmly (1912m) abzweigt, T3, dann weiter auf Pfadspuren entlang dem zunehmend ausgesetzten Grat über P. 2211, Schafberg (2239m) und P. 2211.3 an den Fuss der Felsbastion des Rotenchasten, T4: der SW vorgelagerte Gendarm kann südöstlich über gemischte Schrofen erstiegen werden (SW-Kamin mind. IV), dann wird kurz der Grat gequert, in eine Scharte ab- und über eine ca. 5m hohe Stufe auf den Gipfel (2217m) geklettert, WS, II-III. Abstieg zuerst über die ausgesetzte NE-Kante, T5, dann über die steilen Weiden hinunter nach Unteri Luchere und ab hier wrw nach Vordere Walop (1664m), Schwarzenmatt (935m) und Reidenbach (845m), T3, und zuletzt per Mitfahrgelegenheit nach Boltigen (818m), T0, wo ich noch gerade rechtzeitig einen nicht all zu späten Zug erwischte.


Tourengänger: lorenzo

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